Jokers Blog Deutschland

Eine Passion

BergsteigerReinhold Messner hat ein neues Buch geschrieben. „Westwand“ heißt es und beschreibt nicht nur seine Besteigung des Ortlers, sondern auch seine kritische Einschätzung des Bergtourismus generell.

Wenn ich jemanden bewundere, dann sind das Bergsteiger. Die professionellen wie Messner, nicht die leichtsinnigen Möchtegern-Alpinisten, die in Flipflops die Berge hinaufkraxeln. Da ich selbst am Berg leider nur mäßig bin (gute Ausrüstung bei mittelprächtiger Kondition, gepaart mit leichter Höhenangst), bekomme ich als Belohnung zwar auch oft eine tolle Aussicht und das gute Gefühl, den Berg selbst erklommen zu haben. Aber bei meinen Touren treffe ich auf dem Gipfel auf eine gut bewirtschaftete Hütte und eine Menge weiterer Individualisten.

Das ist natürlich nicht zu vergleichen mit den Extrem-Erfahrungen der „richtigen“ Bergsteiger: Natur pur, eisige Kälte, übermenschliche Anstrengungen, aber auch phänomenale Erlebnisse und die atemberaubende Schönheit einsamer Gipfel.

Der Faszination der Berge kann man sich kaum entziehen, wenn man sich für Natur interessiert. Als passionierter, wenn auch meist eher passiver Bergfreund möchte ich Ihnen unsere Bücher zu diesem Thema ans Herz legen, und sollten Sie Reinhold Messner mal auf einer Ihrer Wanderungen treffen, grüßen Sie ihn von mir!

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

18.09.2009, 08.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Reinhold Messner, Bergsteigen, Extrem-Erfahrungen,

Die Ikone der 1970er Jahre

Romy Schneider wäre am 23. September 2008 70 Jahre alt geworden. In Österreich, Deutschland und Frankreich war die Schauspielerin beliebt wie keine andere. Obwohl sie nie eine Schauspielschule besuchte, schien es, als ihr die verschiedenen Rollen auf den Leib geschrieben worden wären. In dem Heimatfilm „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ begeisterte sie, gerade einmal 15 Jahre alt, das Publikum an der Seite von Götz George, doch als „Sissi“ erlangte sie internationalen Ruhm.

Die in Wien geborene Schauspielerin hieß mit bürgerlichem Namen Rosemarie Magdalena Albach. Beide Eltern waren ebenfalls Schauspieler, die Mutter ist auch in den “Sissi"-Filmen zu sehen. Als sie 1958 den französischen Schauspieler Alain Delon kennen lernt und eine Beziehung mit ihm beginnt, ist dies der erste Schritt zu ihrer großen Karriere in Frankreich. Darauf aufbauend bekommt Romy Schneider auch Angebote aus Hollywood.

Doch im Privatleben ist Romy nicht vom Glück verfolgt: Sie hat das Scheitern ihrer Beziehung und einen Selbstmordversuch zu verkraften. Schließlich heiratet sie den Regisseur Harry Meyen und bringt David Christopher zur Welt. Doch die Ehe mit Meyen hält nicht. Später heiratet sie den elf Jahre jüngeren Sekretär Daniel Blasini. Nach sechs Jahren ist auch diese Ehe gescheitert, Romy Schneider ist schwer erkrankt. Tragisch stirbt ihr Sohn David bei einem Unfall.

Am 29. Mai 1982 findet ihr Lebensgefährte Laurent Petin Romy Schneider tot. Herzversagen wird als Todesursache angegeben, doch die Gerüchteküche spricht von Selbstmord und gebrochenem Herzen.

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

17.09.2009, 08.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Romy Schneider, Ikone,

Eichendorff fürs Gemüt

Dass Jokers seinen 10-jährigen Geburtstag feiert, haben Sie natürlich mitbekommen: Wir haben ja auch mit genügend Jubiläums-Angebote gefeiert.

Nun habe ich mir persönlich noch überlegt, was für mich diese zehn Jahre Jokers bedeuten. Was heißt es, zehn Jahre lang den Menschen den Zugriff auf kostengünstige Bücher zu ermöglichen? Was meint denn „LESEN“ für uns alle?

Ich glaube, dass uns Geschichten vor allem eines schenken. Zuversicht. Sie spenden Trost, sie geben Mut, sie beflügeln die Phantasie, sie helfen, den Alltag erträglich zu machen. Ja, Bücher stehen dem Leser zu Seite, auf sie ist Verlass, sie scheinen einem still zuzuflüstern: Komm zu mir, ich bin dein Versteck, mit mir kannst du die Welt außen vor lassen. Literatur ist Trost. Jedenfalls kann das ein Aspekt von Literatur sein, wie ich meine.

Und über diese Gedankenkette bin ich bei dem wunderbaren Gedicht von Eichendorff gelandet: „Komm, Trost, du stille Nacht“ heißt es:

Komm, Trost der Welt, du stille Nacht!
Wie steigst du von den Bergen sacht,
Die Lüfte alle schlafen,
Ein Schiffer nur noch, wandermüd',
Singt übers Meer sein Abendlied
Zu Gottes Lob im Hafen.

Die Jahre wie die Wolken gehn
Und lassen mich hier einsam stehn,
Die Welt hat mich vergessen,
Da tratst du wunderbar zu mir,
Wenn ich beim Waldesrauschen hier
Gedankenvoll gesessen.

O Trost der Welt, du stille Nacht!
Der Tag hat mich so müd' gemacht,
Das weite Meer schon dunkelt,
Lass ausruhn mich von Lust und Not,
Bis dass das ew´ge Morgenrot
Den stillen Wald durchfunkelt.

Noch mehr Eichendorff fürs Gemüt gibt es hier bei Jokers:


Eichendorff


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

15.09.2009, 09.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Eichendorff, Trost der Welt, Phantasie,

Reicher werden nur die Reichen

Ich mag meinen Job sehr, aber reich werde ich damit nicht. Warum ich Ihnen das so deutlich sage? Kürzlich sah ich in einer Fernseh-Talkrunde einen interessanten Beitrag der Journalistin Heike Faller. Sie hat ein Buch geschrieben, das perfekt zum momentanen Zeitgeist passt. Es heißt: „Wie ich einmal versuchte reich zu werden“.

Als sie beschrieb, wie sie vor der Recherche zu diesem Buch in Sachen Geld und Wirtschaft tickte, glaubte ich fast, dass sie von mir sprach: Der Wirtschaftsteil der Tageszeitung wurde meist ungelesen zur Seite gelegt und die New Economy ließ sie kalt. Was ein Hedgefond ist? Keine Ahnung!

Anfang 2008 entschließt sich Heike Faller, eine berufliche Auszeit zu nehmen und ihr Geld, das bislang auf einem unspektakulären Sparkonto vor sich hindümpelte, zu verdoppeln. Sie taucht ein in die Welt der Banker, Investoren und Finanzzocker und berichtet in ihrem Buch, wie sie versucht, das nun erworbene Wissen gewinnbringend umzusetzen.

Ein witziger und aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen der scheinbar glitzernden Finanzwelt. In der Talkshow verrät sie: Man kann sich recht schnell in diese Materie einarbeiten, manchmal hat das Ganze trotz Krise sogar komische Momente, aber so richtig reich geworden sei sie trotzdem nicht. Ich finde das beruhigend und werde auch in Zukunft guten Gewissens das Feuilleton dem Wirtschaftsteil vorziehen...

Zum Thema Geld werden Sie bei uns natürlich auch fündig, zum Beispiel mit diesem Titel:



Noch mehr Titel finden Sie hier : Geld

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

14.09.2009, 08.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Heike Faller, Zeitgeist, New Economy, Finanzwelt,

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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