
Sehr geehrte Damen und Herren
Mails mit diesem Aufmacher bekom- me ich jeden Tag. Ich verstehe es nicht. Wenn mir schon jemand an meine Adresse schreibt, kennt er sie doch eigentlich. Und dann braucht er nicht mehr „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu schreiben, sondern kann schreiben „Hallo Matthias“ oder „Guten Tag, Herr Stöbener“ oder „Na, wie geht es dir, altes Haus?“ Aber „Sehr geehrte Damen und Herren“ animiert mich nicht besonders eine Mail zu lesen.Gerade kam wieder so eine „Sehr geehrte Damen und Herren“-Mail rein. Ich wollte sie schon wegkicken, als ich reinlas:
„…unsere Redakteure haben aus den über zehn Millionen deutschsprachigen Web-Seiten eine Auswahl der 6.000 besten Internet-Adressen getroffen und diese im Web-Adressbuch für Deutschland 2007 veröffentlicht. Auch Ihre Web-Seite www.jokers.de wurde als eine der Besten aus dem Bereich Einkaufen in unserem Internet-Guide vorgestellt! ...“
Unterschrift Dipl.-Pol. Mathias Weber (Geschäftsführer)
Wunderbar, dachte ich, und freute mich. Ein kleiner Angestellter wie ich, der mit Ärmelschonern am Computertisch festklebt, kann solches Lob selten genießen. Und dann dachte ich: Vielleicht sollte ich meine Einstellung gegenüber „Sehr geehrte Damen und Herren“-Mails ändern und sie alle erstmal lesen, bevor ich sie weglösche …
29.09.2006, 21.47 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern
Die Wahrheit liegt irgendwo weit draußen …
An einem verregneten Sonntag vor ein paar Wochen habe ich das gemacht, was ich schon seit Urzeiten endlich mal wieder tun wollte: Ich ging ins Plane- tarium. Verklärt von vielen Jahrzehnten, die seit meinem letzten Besuch vergangen waren, war ich zunächst etwas enttäuscht, als ich in den Kuppelraum kam und die Vorführung begann. Ich erfuhr nichts Neues über Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, die Planeten unseres Sonnensystems, ich erfuhr auch nichts Neues über die Größe unserer Sonne (1.392.520 km), die Sternzeichen und den Sternen- himmel.Dann aber wachte ich auf: Der Film, den ich sah, stellte die These auf, dass es noch keinem Außerirdischen gelungen sein könne, auf der Erde zu landen, weil die Entfernungen zwischen den Planeten unserer Galaxie einfach zu groß seien, als dass ein Außerirdischen-Leben, auch wenn es fünfmal so lang wäre wie das menschliche, ausreichte diese Entfernungen zu überwinden. Nach dem Film habe ich mich in meinem Bekanntenkreis umgehört und stieß dabei mehrfach auf die Annahme, dass wir sogar in unserer Galaxie allein seien. Aber ich interviewte auch passionierte Akte-X- und Star-War-Fans, die sich natürlich für extraterrestrisches Leben und dafür aussprachen, dass Außerirdische schon auf der Erde gelandet seien.
Die Frage, was wahr ist, habe ich mir schon als Pubertierender gestellt. Damals las ich Erich Däniken und war fest davon überzeugt, dass Ägypter und Azteken Besuch von den Sterne hatten. Anders seien die Pyramiden z. B. nicht erklärbar. Damals glaubte ich noch an Wunder und daran, dass Mysteriöses jeden Tag in mein Leben einbrechen kann. Der Alltag schien mir viel zu banal, um nicht mit Träumen von „kleinen grünen Männchen“, Raumfahrern aus fernen Galaxien bevölkert zu werden. Im Laufe des Erwachsenwerdens gewöhn- te ich mir dann den Wunder- und Mysterienglauben ab.Im Planetarium aber brach die alte Frage wieder auf: Sind wir Menschen wirklich allein im Universum? Zeugt es nicht von Selbstüberschätzung, das zu glauben? Auf der anderen Seite: Welche Planeten bieten überhaupt die Möglichkeit für Leben? Ich spürte: Da weiß ich einfach zu wenig dazu und so werde ich mich in der nächsten Zeit vielleicht doch mal etwas genauer mit der Astronomie beschäftigen, denn die Frage lässt mich nicht los. Wir haben ja genug Bücher im Angebot.
Astronomie bei Jokers
29.09.2006, 09.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Ganz schön jung
Junge 37 Jahre wird sie alt: Tanja Kinkel, eine der erfolgreichsten deut- schen Schriftstellerinnen. Am 27.09. 1969 ist die Bambergerin geboren worden. Heute lebt sie in München und blickt auf ein stolzes Schaffen zurück. Mehrere Bestsellererfolge küren ihre Laufbahn. "Götterdämmerung", "Der König der Narren" oder "Die Puppen- spieler" - mehrmals hat die Dr. phil. bewiesen, dass sie uns Leser mit spannenden und fesselnden Romanen in ihren Bann ziehen kann. Meist verknüpfen ihre Geschichten packende Ereignisse in Krimiattitüde mit atem- beraubender Leidenschaft - die große Liebe ist eines der wunderbarsten Themen der hoch gelobten Autorin.Bereits achtjährig begann die große Erzählerin zu schreiben - zuerst kleinere Geschichten und Gedichte, aus denen aber schon bald gewaltige Romane wurden. Ihr Erstlingswerk "Wahnsinn, der das Herz zerfrisst", 1990 erschienen, zählt auch heute noch zu den meist gelesenen Liebesromanen. Doch nicht nur in Deutschland ist Tanja Kinkel zum Lieblingskind des Buchhandels avanciert: Viele ihrer Werke, so zum Beispiel "Der König der Narren", wurden in mehrere Sprachen, u. a. sogar Spanisch, übersetzt.
Heute also feiern wir den Geburtstag der Bestseller-Autorin - und wir haben unsere Regale geplündert und können Ihnen zu diesem erfreulichen Anlass gleich zwei ihrer Romane anbieten - schmökern Sie mit uns!
27.09.2006, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren
Youtube und diverse Oldies
Mein Freund Mani hat einen Laden für Schallplatten und CDS in der Stadt. Er ist spezialisiert auf den Sound der 60er, der 70er und der 80er des vorigen Jahrtausends. Neulich war ich ganz überrascht, als ich ihn vor seinem Laptop sitzen sah. Er sah sich einen kleinen Konzert-Film mit den Beatles an. In Schwarzweiß und etwas verwackelt. Aber ein lustiges Zeitdokument mit viel Gekreische der Fans. Ich glaube, sie spielten gerade „She Loves You".
Mani hat ein Portal im Internet entdeckt, das vor allem von den jungen Internet-Usern auf der ganzen Welt intensiv genutzt wird: www.youtube.com! „Schau doch mal, ob du da was über die Troggs und ihren Hammer-Hit Wild Thing findest", bat ich Mani. Tatsächlich: Er gab bei youtube- search die gewünschte Band und den Titel ein und schon sahen wir auf dem Bildschirm die Troggs in den gestreiften Anzügen der wilden Sixties durch die Londoner U-Bahn toben. Sofort setzte ich mich zu Hause hin und gab bei youtube Rock-Legenden wie Elvis, Deep Purple, Led Zeppelin, Bob Dylan, Kinks, Equals und Rolling Stones ein.
Das war ein Spass, was da alles kam! Da freut sich der Sound- Archäologe. Aber ich entdeckte auch total verrückte Filmchen und Werbespots. Ein Bärtiger macht Nena nach und Harry Potter quatscht total doofes Zeug. Halbwahnsinnig machte mich das Song-Video "God's away on business" von Tom Waits. Ist sehr, sehr schräg, aber echt stark was der Sänger da in einem düsteren Haus erlebt.
Mein Geheimtipp ist das Song-Video „Hurt" von Johnny Cash. Ich musste dabei weinen, so schön traurig ist es. Ehrlich. Anschauen und mit- weinen!
Mani hat ein Portal im Internet entdeckt, das vor allem von den jungen Internet-Usern auf der ganzen Welt intensiv genutzt wird: www.youtube.com! „Schau doch mal, ob du da was über die Troggs und ihren Hammer-Hit Wild Thing findest", bat ich Mani. Tatsächlich: Er gab bei youtube- search die gewünschte Band und den Titel ein und schon sahen wir auf dem Bildschirm die Troggs in den gestreiften Anzügen der wilden Sixties durch die Londoner U-Bahn toben. Sofort setzte ich mich zu Hause hin und gab bei youtube Rock-Legenden wie Elvis, Deep Purple, Led Zeppelin, Bob Dylan, Kinks, Equals und Rolling Stones ein.Das war ein Spass, was da alles kam! Da freut sich der Sound- Archäologe. Aber ich entdeckte auch total verrückte Filmchen und Werbespots. Ein Bärtiger macht Nena nach und Harry Potter quatscht total doofes Zeug. Halbwahnsinnig machte mich das Song-Video "God's away on business" von Tom Waits. Ist sehr, sehr schräg, aber echt stark was der Sänger da in einem düsteren Haus erlebt.
Mein Geheimtipp ist das Song-Video „Hurt" von Johnny Cash. Ich musste dabei weinen, so schön traurig ist es. Ehrlich. Anschauen und mit- weinen!
www.youtube.com
25.09.2006, 09.13 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft

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