Jokers Blog Deutschland

Halloween und Kürbisgeist

Wie jedes Jahr muss ich bei der Halloween-Party meiner Nichte als Entertainer einspringen. Leider sind die Viert-Klässler schon aus dem Alter raus, in dem sie sich mit Topfschlagen und Würstchenschnappen zufrieden geben. Ein Blick auf die Wettervorhersage lässt mich erschauern. Der Herbst scheint endgültig vorbei zu sein, der Winter klopft penetrant an die Scheiben, kurz: Es soll regnen oder sogar schneien. Ans Fußball- oder "Versteinern"-Spielen ist somit nicht zu denken.

HalloweenWas fängt man mit Kindern an, die zu alt sind, sich von der Autorität Erwachsener beeindrucken zu lassen und zu jung sind, sich nicht als Kinder zu benehmen? Ich bin ratlos. Ans Kürbis- schnitzen traue ich mich nicht so recht ran. Ich habe Angst, dass sich die Kinder mit Messern verletzten könnten. Also frage ich meine Schwester, die Mutter meiner Nichte, was denn den Interessen der Kinder entspräche. "Essen und Spaß haben!" ist ihre klare Aussage, und auf mein Nachfragen hin verdeutlicht sie das "Spaß haben" noch ein wenig: Tanzen sei im Moment die neueste Entdeckung der Grundschüler.

Aha, denke ich bei mir und durchsuche meinen CD-Schrank: Ob die Kleinen wohl auf Roxette stehen? Oder eher Eminem? Ich erzähle einer Kollegin von meinem Dilemma, sie grinst - und bringt mir am nächsten Tag eine simple Musikkassette mit: "Halloween und Kürbisgeist" heißt sie und beinhaltet 19 Songs, die angeblich jedes Kind zum Mitsingen und Mittanzen animieren. Das zumindest behauptet sie, und sie muss es wissen, schließlich hat sie gleich zwei Kinder in einem ähnlichen Alter. Dass wir sie selbst im Programm haben, wusste ich nicht, habe ich erst hinterher entdeckt. Aber bei 10 bis 12.000 Artikeln ist das ja wohl verzeihlich.


28.10.2007, 08.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Halloween, Kindermusik,

Harry-Potter-Unterrichtsmaterial

Harry PotterEs war wieder Harrynachten: Alle kleinen Lesefreunde fieberten seit Monaten dem Tag entgegen, an dem der letzte Harry-Potter-Band auf Deutsch zu haben war. Ob es wirklich der letzte Band sein wird? Das will niemand so recht glauben und schon gar nicht hoffen - zu sehr ist uns der schlaue Harry bereits ans Herz gewachsen. Doch erst mal beginnt eine harte Zeit: Eltern werden wieder ein Auge zudrücken müssen, wenn die Kids abends quengeln: "Ich will nur noch ein paar Seiten lesen, dann schlafe ich bestimmt!" Auch die Lehrer können ein Lied von dem Potter-Kult singen: Wie oft haben sie sich in den letzten Jahren in der Unterstufe anhören müssen, dass andere Texte als Harry Potter "laaangweilig!" seien?

Aber da gibt es jetzt Abhilfe: Speziell für den Deutsch-Unterricht des 5. bis 7. Schuljahres haben wir eine umfangreiche Sammlung von Kopiervorlagen und anderen Hilfsmaterialien zu Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Dieses Buch bietet Lehrerinnen und Lehrern nicht nur zahlreiche Anregungen zur kreativen Unterrichtsgestaltung, sondern versorgt sie auch gleich noch mit den entsprechenden Materialien, um Klassenarbeiten und Arbeitsblätter anzufertigen. Und ihren Schülern ist damit garantiert der Wind aus den Segeln genommen, wenn sie wieder zu ihrem "langweilig!" ansetzen wollen...


27.10.2007, 19.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Harry Potter, Kopiervorlagen, Unterrichtsgestaltung,

Die Top Ten der Literaten

„Bücher, Bücher im Regal, wer ist der erfolgreichste Autor überall?“ – eine Frage, die mich schon immer beschäftigte, beantwortete unlängst ein amerikanischer Literaturwissenschaftler. Nach intensiver Recherche stellt Daniel S. Burth in seinem Werk „Die literarischen 100 - Die Liste der einflussreichsten Autoren aller Zeiten“ für uns alle die wichtigsten Schriftsteller zusammen.

Zugegeben, über Lieblings-Bücher, Lieblings-Musik etc. lässt sich gut streiten. Wer kann schon den Geschmack der Mehrheit exakt messen und dann auch noch in Hitlisten fassen? Daniel S. Burth meint mit seinem Countdown den Geschmack der meisten Leser zu treffen. Aus Platzgründen beschränke ich mich auf die ersten zehn Autoren seiner Liste:

10. Immerhin auf Platz Zehn findet sich Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832). Von ihm stammen „Faust“, „Die Leiden des jungen Werthers“, Götz von Berlichingen“ oder „Der Erlkönig“.

9. Der Römer Vergil (70 v. Chr. Bis 19 v. Chr.) rangiert auf Platz Neun. Die „Aeneis“ ist sein wohl populärstes Werk.

8. Den englischen Dichter John Milton (1608 - 1674) setzt Burth auf den achten Platz. Der Zeitgenosse Shakespears schrieb zum Beispiel die umstrittene Staatsschrift „Defensio“, „Areopagitica“, „Arcades“ und die berühmten Gedichte „L'allegro“ und „Il penseroso“.

7. Rang Sieben belegt der irische Literat James Joyce (1882 - 1941). Von ihm kennt man „Dubliners“, „ Ulysses“ und „Finnegans Wake“.

6. Charles Dickens (1812 bis 1870) findet sich auf Platz Sechs wieder. Bis heute unvergessen unter anderem seine Werke „Oliver Twist“, „Eine Weihnachtsgeschichte“ oder „David Copperfield“.

5. Der englische Schriftsteller Geoffrey Chaucer (1343 bis 1400) belegt Platz Fünf auf Burths Liste. Chaucer gilt als Begründer der modernen englischen Literatur. Aus seiner Feder stammen unter anderem die „Canterbury Tales“.

4. Auf Platz Vier landet Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828 bis 1910). Von ihm stammen die Meisterwerke „Krieg und Frieden“, „Anna Karenina“ oder „Die Kreutzersonate“.

3. Der griechische Sagendichter Homer (er lebte vermutlich gegen Ende des 8. Jahrhunderts) belegt den dritten Platz. Von ihm stammen zum Beispiel die beiden weltbekannten Epen „Ilias“ wie auch die „Odyssee“.

2. Platz Zwei belegt der italienische Dichter Dante Alighieri (1265 bis 1321), der vor allem für sein Werk „Die göttliche Kommödie“ bekannt ist.

1. Spitzenreiter ist William Shakespeare (1564 bis 1616). Der englische Dichter und Dramatiker steht mit Meilensteinen wie „Hamlet“, „Romeo und Julia“, „Macbeth“ oder „König Lear“ unangefochten auf Platz eins.

Ehrlich gesagt finde ich die Liste ziemlich anglo-amerikanisch. Meine Liste der 10 wichtigsten AutorInnen würde anders aussehen. Und Ihre?


27.10.2007, 14.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Top Ten, Bücher,

Die Macht der Poesie

Meine kleine Nichte kam aufgewühlt und durcheinander aus der Schule. Nein, kein Junge hatte sie an den Haaren gezogen, es gab keinen Streit mit ihrer besten Freundin, sie hatte keine schlechte Note im Deutsch-Diktat bekommen! Sie hatte ihre Pause mit den 5-Klässlern verbracht, die ein Gedicht auswendig lernen mussten: Rilkes "Panther".

Erinnern Sie sich an die Zeilen? Selbst Erwachsenen gehen sie noch unter die Haut. Zum ersten Mal veröffentlicht wurde das Gedicht im Jahr 1907 in den „Neuen Gedichten“:

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf. - Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Das Gedicht hatte meine kleine Nichte beunruhigt. Sie spürte plötzlich, welche Gewalt die Poesie in sich trägt, sie konnte jedoch nicht genau sagen, was es war, was sie aufwühlte. Ich versuchte sie zu beruhigen - mit einem anderen Gedicht von Rilke, Titel „Der Herbst“:

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Dieses Gedicht las ich meiner Nichte vor. Und siehe da: Die Kleine beruhigte sich wieder.

Wenn auch Sie sich in Rilkes Zauberwelt der Poesie begeben wollen, lege ich Ihnen unsere Auswahl von Rainer Maria Rilke ans Herz. Keine einfache Kost, aber immer Horizonte öffnend.


26.10.2007, 14.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Rilke, Poesie,

80 geworden

guenter GrassEr sei "ein Autor von Weltrang, ein vielseitig bildender Künstler und ein streitbarer Demokrat" meinte Schles- wig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in einer brieflichen Würdigung von Günter Grass. Am 16. Oktober feierte der international erfolgreiche Schriftsteller seinen 80. Geburtstag.

Was verbinden Sie mit dem Namen Grass? Denken Sie an "Die Blech- trommel" oder kommt Ihnen sein Bekenntnis in den Sinn, zu Ende des Zweiten Weltkriegs Panzerschütze gewesen zu sein? Egal, wie man zu ihm steht, Günter Grass ist ein außer- gewöhnlicher Zeitgenosse, ein Mensch mit so zahlreichen Facetten, dass so mancher Biograph seine Probleme damit hat, dem genialen Autor gerecht zu werden: Welche Seite von ihm soll in den Vordergrund gerückt werden? Seine Liebe zur Kunst, seine kontinuierliche kritische Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen, seine beeindruckende Wortgewalt, seine Fähigkeit, Leser von der ersten bis zur letzten Seite seiner Erzählungen zu fesseln?

Eine der treffendsten Biographien zu Günter Grass ist in meinen Augen das Werk von Ute Brandes. Sie beschreibt vor allem die Wechselbeziehungen zwischen Epik, Lyrik, bildender Kunst und öffentlichem Engagement, die Grass prägten. Damit bekommt der Leser einen bleibenden Eindruck, wie Günter Grass das werden konnte, was er ist: ein Autor von Weltrang, ein vielseitiger bildender Künstler und ein streitbarer Demokrat.


25.10.2007, 08.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Geburtstag, Grass,

Buchrekorde


Bücher, kleiner als ein Stecknadelkopf, Gedichte, geschrieben auf Reiskörner, und Klassiker der Weltliteratur gedruckt in Büchern, die gerade so groß sind wie ein durchschnittlicher Handteller: Rund um das geschriebene Wort ranken sich manche Rekorde. Hier ein paar besonders erstaunliche:

Das größte Buch der Welt

Laut Guinness World Records in London ist das größte Buch der Welt ein Bildband des Autoherstellers Mazda und misst über neun Quadratmeter. Allerdings ist es für den Laien nicht erhältlich. Der Bildband “Bhutan: A Visual Odyssey Across the Last Kimalayan Kingdom” hingegen ist 2,13 mal 1,52 Meter groß, rund 65 Kilo schwer und lässt sich im Internet bestellen. Allerdings kostet er rund 15.000 US-Dollar – plus Porto …

Das kleinste Buch der Welt

„Das kleinste Buch der Welt“ heißt nicht nur so, sondern misst laut Guinness-Redaktion wirklich nur 2,4 mal 2,9 Millimeter. Immerhin umfasst es 32 Seiten und beinhaltet „Joshua Reicherts Bilder-ABC“. Eine Lupe wird mitgeliefert, die Pinzette zum Umblättern der zarten Seiten sollte der Leser allerdings selbst besitzen.

Das meistverkaufte Buch der Welt

Die Bibel hält den Rekord als meistverkauftes Buch. Pro Jahr werden etwa 20 Millionen Exemplare aufgelegt. Zudem wurde die Bibel in 2303 Sprachen übersetzt, unter anderem kann man sie auf Klingonisch lesen, eine Sprache, die vor allem Star-Trek-Fans bekannt ist.

Das längste deutschsprachige Hörbuch

Satte 56 Stunden dauert „Les Miserables“ von Victor Hugo. Immerhin liest Gerd Westphal die Gesamtfassung am Stück. Eine reife Leistung – auch für den Zuhörer.

Das meistgestohlene Buch der Welt

Das Guinness-Buch der Rekorde ist nach eigenen Angaben das Buch, das in den Bibliotheken und Buchläden dieser Welt am häufigsten gestohlen wird. Eine interessante Leistung, wie ich finde …

24.10.2007, 13.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Buchrekorde

Einmal Buchmesse und zurück

Alle Jahre wieder ruft die Buchmesse Freunde des geschriebenen Wortes nach Frankfurt – auch meine gute Freundin Susanne. Die freiberufliche Texterin war dieses Jahr wieder auf der Buchmesse unterwegs, mit ihren Kolleginnen Katja und Silke, ihres Zeichens selbständige Autorinnen. Und so fahndeten die drei Damen vom Fach auf der Buchmesse nach neuen Ideen, neuen Kunden und natürlich nach neuen Büchern.

Sie hatten große Pläne geschmiedet. Alle Hallen wollten sie erkunden. Vor allem die Stände der Fach- und Kinderbuchverlage sollten besucht sowie mindestens einer Autoren-Lesung beigewohnt werden. „Und wenn wir dann noch Zeit haben, würde ich gerne zu den TV- und Radiosendern schauen“, verkündete Silke, als die drei am Bahnhof Augsburg am frühen Morgen des großen Tages ihre Tickets lösten.

Doch es kam anders als gedacht. Denn nach dreieinhalb Stunden Fahrt wartete als erstes die Pflicht auf die Freiberuflerinnen. Immerhin hatte jede der Frauen Kunden, die besucht werden wollten. Zwei Stunden später – es war mittlerweile Nachmittag – sollte das eigentliche Vergnügen dann losgehen.

Die Fachverlage waren kein Problem. Jeder Stand wurde erkundet, Infomaterial in großen Mengen erbeutet. Auch das moderne Antiquariat, die Sach- und Kunstbuch- sowie die Belletristik- und Kinderbuchabteilung verließ man hoch zufrieden und mittlerweile schwer bepackt mit Broschüren, Postkarten und „kleineren und größeren Schätzen“, wie Susanne sich ausdrückte. „Jedes Jahr unterschätze ich das Angebot“, erklärte sie mir nach ihrer Rückkehr. „Man kann zwar keine Bücher kaufen, aber dafür viele schöne andere Dinge.“

Und diese vielen schönen anderen Dinge sind tückisch. Susanne zählte die gefährlichsten Verlockungen auf: „Es gab zum Beispiel einzelne uralte Comic-Hefte aus meiner Kindheit, zauberhafte Glasfedern mit Tinte, wunderschöne Postkarten mit herrlichen Zeichnungen oder handgefertigte Stempel, die man einfach haben muss.“ Und dann waren da auch noch die fahrenden Händler im Außenbereich, deren Sortiment zwar so gar nichts mit Büchern zu tun hat, die aber mit Schmuck, Kleidern, Hüten und Edelsteinen Jahr für Jahr oft mehr Besucher anziehen als so manch kleine Buchhandlung.

buecherSo wie die drei Damen. Als sie sich nach den vielen Ständen schließlich ein wenig nieder- ließen, um für die restlichen Hallen neue Kräfte zu sammeln, geriet Silke in Panik. „Wir haben nur noch eine Stunde und noch keine Autoren-Lesung gehört. Außerdem war ich noch nicht bei Radio und TV. Und Prominente haben wir bislang auch nur Bärbel Schäfer gesehen.“ Genau in diesem Moment stupste Susanne sie an: „Ui, schau! Da ist Tim Mälzer!“ Tatsächlich spazierte der Fernsehkoch gerade an ihnen vorbei, ohne jedoch von der staunenden Susanne Notiz zu nehmen.

Die letzte Stunde verging wie im Flug. Eilig durchliefen die Frauen die Hallen und verließen schließlich schwer bepackt und mittlerweile fußkrank das Messegelände. Als die drei in den Zug sprangen, sanken sie dankbar in die - zum Glück - reservierten Sitze. Als sie sich ihre vom Gehen schmerzenden Füße rieb, sah Susanne nachdenklich auf den Messe-Plan und sagte: „Wir haben zwar fast alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Aber Autoren-Lesungen haben wir keine gehört und für den kompletten internationalen Buchbereich war gar keine Zeit mehr. Nächstes Jahr bleibe ich die ganzen vier Tage auf der Buchmesse. Dann habe ich garantiert genug Zeit, um wirklich alles zu sehen. Immerhin geht es auf der Buchmesse ja um das Lesen. Und dafür braucht man nun Mal Zeit.“

23.10.2007, 14.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Buchmesse

Verführung zum Lesen

10.000 Menschen sind sich einig: Bücher sind für sie "Primärmedium". Wie eine Ad-hoc-Befragung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ergab, haben Bücher für viele einen höheren Stellenwert als Radio, TV oder Internet.

Das ist kaum zu glauben, wenn man in Betracht zieht, dass pro Jahr und Kopf nur 11 Bücher erworben werden. Doch was man hier vielleicht nicht vergessen darf, ist die Tendenz, Bücher auszuleihen, gebraucht zu kaufen oder online zu lesen. Auch wenn Bibliotheken wegen schwindender Kunden seufzen (angeblich sind die Klientenzahlen innerhalb von 10 Jahren von 46% auf 30 % der Bevölkerung gefallen), geben dennoch immerhin 27% der Befragten an, "Leseratten" zu sein: Nur 9 % Umfrageteilnehmer haben innerhalb des letzten Jahres kein einziges Buch gelesen.

Verfuehrung zum LesenEine Untergruppe der Bücherfreunde ist mir persönlich sehr sympathisch, weil ich mich oftmals ähnlich verhalte: Es sind die Personen, die ein Buch erwerben und dann doch nicht lesen. Stattdessen schmückt es das Bücherregal und wartet darauf, dass der Leser doch mal Zeit findet, sich seiner Lektüre zu widmen.

Manch einer mag über dieses "Regal-Stell"-Verhalten schmunzeln, doch ich denke, dass auch die nicht gelesenen Bücher im Hause eines Menschen sehr viel über seine Persönlichkeit aussagen. Schließlich stehen hier seine Interessen und Phantasien, seine Zukunftsvisionen und Affinitäten vereint.

Nein, ich möchte Ihnen nun kein Buch empfehlen, dass Sie nicht lesen sollen. Ich lege Ihnen ein Werk ans Herz, für das Sie vielleicht doch Zeit finden: "Verführung zum Lesen" heißt es. In ihm erläutern 52 bekannte Persönlichkeiten, welches Buch sie besonders geprägt hat. Zumindest dieses Buch müssen die Promis gelesen haben!


22.10.2007, 08.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: Verführung, Prominente, Leseratten,

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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