Jokers Blog Deutschland

Flohmärkte, ich liebe euch!

Städtereisen finde ich toll. Man kann eine neue Stadt erleben, ihr ganz eigenes Flair genießen, Spezialitäten probieren und natürlich einkaufen. Mein Metier sind weniger die großen Shoppingmeilen (ob Budapest oder Recklinghausen – mal ehrlich, die sehen heute doch fast überall gleich aus), ich liebe die Antiquariate und versteckten Lädchen. Und ganz besonders mag ich die Flohmärkte. Denn wo sonst kann man kleine Kostbarkeiten ergattern, feilschen wie auf dem Basar und sich dabei noch an den Eigenheiten der jeweiligen Städte erfreuen? Ich habe schon einiges gefunden, was kaum etwas gekostet hat, für mich aber etwas Besonderes ist.

Richtig Spaß macht es natürlich, wenn man versucht, in der Landessprache zu verhandeln. Das garantiert auch einer eventuell nicht so flohmarktbegeisterten Begleitung einen gewissen Unterhaltungswert ... Das auf dem Flohmarkt gesparte Geld kann man dann anschließend gemeinsam beim „richtigen“ Shopping oder abendlichen Essengehen verprassen. Viele Flohmärkte habe ich auf Städtereisen nur durch Zufall entdeckt. Wer weiß, was mir da so alles entgangen ist!

Damit Ihnen das nicht auch so geht und Sie Ihren Flohmarktbesuch richtig planen können, möchte ich Ihnen dieses Buch empfehlen:



In ganz Europa können Sie nun ganz gezielt auf Schnäppchenjagd gehen. Sie bekommen hier Infos zu Parkmöglichkeiten, Hinweise auf Termine, Öffnungszeiten und das Angebot des Flohmarkts. Reise-Tipps gibt es noch dazu. Dass Sie das Buch bei uns zum Top-Basar-Preis bekommen, muss ich ja wohl nicht extra betonen ...


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

06.11.2009, 08.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Flohmärkte, Schnäppchenjagd, Flohmarktbesuch,

Ist mehr vom Guten besser?

Paul WatzlawickPaul Watzlawick avancierte zum Kult-Autor. Seine „Anleitung zum Unglücklichsein“ ist die Taschen-Fibel der Postmoderne geworden. Der schlaue und vor allem unterhaltsame wie tiefgründige „Ratgeber der anderen Art“ gibt dem Leser Hinweise, wir er das wunderbar selbst gemachte Unglück perfektionieren kann. Der Kommunikationspsychologe legt dabei die Mechanismen und Taktiken offen, mit denen wir alle uns so häufig das Leben selbst schwer machen. Der Titel des Werks ist ironisch gemeint: Gerade das Nichtbefolgen seiner Tipps sind der Schlüssel zur individuellen Zufriedenheit. Seit seinem Erscheinen im Jahr 1983 ist die „Anleitung“ in den Bestsellerlisten. Über 1 Million Exemplare wurden verkauft.

Natürlich finden Sie Watzlawicks Hauptwerk auch bei uns im Programm, aber wahrscheinlich sind Sie bereits mit dem Glücks-Büchlein vertraut. Was Sie aber sicher noch nicht kennen, ist die Doppel-CD „Mehr des Guten ist nicht notwendigerweise besser“. Zum Sonderpreis bieten wir Ihnen zwei Gespräche des im April 2007 verstorbenen Autors und einen Originalvortrag zum komplexen Thema der Kommunikationspsychologie.

Seine fünf „Grundregeln“ zur menschlichen Kommunikation werden bis heute als pragmatische Axiome von Psychologen genutzt, um das Funktionieren und die Missverständnisse von Kommunikation zu erklären:
  1. Man kann nicht nicht kommunizieren.
  2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.

Wenn auch Sie sich für Psychologie interessieren, sollten Sie sich vor allem den Vortrag „An der Wiege der Missverständnisse - Über Störungen der Kommunikation“, der sich auf dem CD-Doppelpack befindet, zu Gemüte führen. Wetten, dass Sie genauso wie ich über die vielen Paradoxien menschlicher Kommunikation erstaunt sein werden?


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

05.11.2009, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: andere Medien | Tags: Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein, Kommunikation,

Wir wissen, was Florian Illies meint

OrtgesprächeSind Sie auch vom Land? Damit meine ich nicht, dass Sie morgens uns fünf Uhr aufstehen und erst einmal im Kuhstall nach dem Rechten sehen. Nein, ich meine Menschen aus Kleinstädten, Dörfern und Marktflecken. Menschen, die ihre Jugend in Vereinen verbracht haben, wenn sie nicht gerade mit dem frisierten Mofa oder Moped unterwegs waren, um in der nächstgelegenen halbwegs größeren Stadt ins Kino zu gehen. Und die heute noch – oder wieder – in einem überschaubaren Städtchen leben, weil Berlin und London laut, teuer und anstrengend sind.

In den kleinen Orten gibt es sie manchmal noch, die Geschäfte, in denen man seinen Einkauf per Bleistifteintrag in einem roten Büchlein anschreiben lassen kann. Die Bäckersfrau fragt nach dem Befinden des Hundes, die Friseuse ist eine Schwippschwägerin des besten Freundes und das Eiscafé heißt „Venezia“, wenn es eines gibt.

Ein Hoch auf die Provinz! Das sage ich völlig ohne Ironie. Und lege Ihnen Florian Illies’ Buch „Ortsgespräch“ ans Herz. Bekannt geworden durch „Generation Golf“, schildert der Autor hier die Skurrilitäten seines Heimatstädtchens Schlitz, all das Liebenswürdige und Vertraute, manchmal auch Halsstarrige, was das Leben in kleinen Orten ausmacht. Deutlich wird: Schlitz ist überall. „Ortsgespräch“ ist voller Erinnerungen, aber nicht übertrieben nostalgisch. Eher eine Liebeserklärung an all die Städtchen, die im besten Fall als Randnotiz im Reiseführer vorkommen.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

04.11.2009, 09.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Ortsgespräch, Florian Illies, Provinz,

Seine Krimis machen süchtig

Jeffrey DeaverDer gehetzte Uhrmacher nennt sich der siebte Fall des querschnittsgelähmten Lincoln Rhyme und seiner „Assistentin“ Amelia Sachs. In diesem Thriller wird eine neue Protagonisten-Figur eingeführt: Kathryn Dance, eine Expertin für Körpersprache, greift dem Kriminalisten-Duo bei einem besonders prekären Fall unter die Arme.

Ich habe alle Fälle des außergewöhnlichen Rhyme gelesen. Für mich ist Jeffrey Deaver einer der besten lebenden Krimi-Autoren. Sobald ein neues Buch von ihm erhältlich ist, bin ich einer der ersten, die es lesen. Und weil Deaver Amerikaner ist, lese ich seine Thriller meist im Original und habe auf diese Weise mein Englisch – wie ich hoffe - schon verbessern können. Zumindest, wenn es darum geht, jemandem zu erklären, was „to walk the grid“ bedeutet, bin ich inzwischen perfekt.

Jeffery Wilds Deaver wurde 1950 geboren und wuchs auf Glen Ellyn, Illinois, bei Chicago auf. Heute lebt er in Clifton, Virginia, und in Kalifornien. Schon früh schrieb er Gedichte und Lieder. Fünf Jahre zieht der musikalische Künstler als Folksinger durchs Land, bevor er Journalismus an der University of Chicago studiert. Für verschiedene Zeitungen schreibt er nach Abschluss des Studiums Artikel und Berichte.

An der Fordham Law School beginnt er ein Abendstudium mit dem Ziel, Gerichtsreporter für New Yorker Gazetten zu werden. Doch nach dem Studium arbeitet er die nächsten acht Jahre als Anwalt an der Wall-Street. Erst 1988 veröffentlicht ein kanadischer Taschenbuch-Verlag die Horrorgeschichte „Voodoo“, nachdem Deaver zahllose Absagen von anderen Verlagshäusern erhielt. „Always a Thief“ ist dann sein erster publizierter Kriminalroman.

Mit zwei Serientitel-Figuren erlangt der Autor nun wachsende Popularität: Nancy Drew, Rune genannt, ist sozusagen eine Kriminalisten wider Willen. Der erste Rune-Roman (Manhattan is my Beat, 1989) wird für den Edgar nominiert. Der andere Serien-Protagonist heißt John Pellam und löst als Amateurdetektiv Mordfälle. Auch Deavers erster John Pellam-Roman („Shallow Graves“, 1992) wird für den Edgar nominiert.

Sein bislang erfolgreichster Roman ist „The Bone Collector“ aus dem Jahre 1997. Es ist die Geburtsstunde des ungewöhnlichen Kriminalisten-Paares Lincoln Rhyme und Amelia Sachs. Dieser Thriller wurde mit Denzel Washington und Angelina Jolie als Hauptdarsteller verfilmt. Für das Portrait des Lincoln Rhyme erhielt Jeffrey Deaver den „Dream-Award-Preis“. Das „Western Law Center for Disabled Rights“ würdigt mit diesem Preis Autoren, die in ihren Werken das Leben Behinderter realistisch darstellen.

Fangen Sie besser nicht an, Deaver zu lesen! Er macht süchtig!


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

03.11.2009, 09.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Jeffrey Deaver, Lincoln Rhyme, Edgar,

November, der neunte

NovemberGibt es jemanden, der den November mag? Er war der neunte Monat im Römischen Kalender (November - von nove = neun), er trug viele andere Bezeichnungen: Keine einzige Umschreibung des ersten Wintermonats weckt freundliche Assoziationen. So nennt er sich auch der Nebelung, Nebelmond, Nebelmonat, Wintermond und Windmond.

Herbistmanoth, die althochdeutsche Bezeichnung für den November, enthält bereits das Bezugswort Herbst. Totenmonat heißt er wegen der Trauertage Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag und dem Totensonntag, doch auch der schaurige Name Schlachtmonat kam ihm zu: Im kälteren Wetter begann das Schlachten wieder.

Ein wunderbarer Dichter fasste diesen trüben Monat in wunderschöne Worte. Der deutsche Dramatiker und Poet Arno Holz wurde am 26. April 1863 in Rastenburg, Ostpreußen geboren, er starb am 26. Oktober 1929 in Berlin. Wer weiß – vielleicht wollte er den beginnenden neunten Monat nicht mehr miterleben. Als sein Hauptwerk gilt der Gedichtband Phantasus aus dem Jahre 1898. Darin findet sich dieses Gedicht:


Unter dunklen, treibenden Novemberwolken

Unter dunklen, treibenden Novemberwolken
verdämmert die Heide.

Gebückt,
am Wegrand,
sitzt du und starrst
auf deine welken Hände.

Lebst du noch?
Gemartert,
im Dornenstrauch,
zittert ein letztes Blättchen!




(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

02.11.2009, 08.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur und Gesellschaft | Tags: November, Winterbeginn, Arno Holz,

Bianka Schmidtlein:
Tatsächlich. Auf jokers.de führt die Sucheing
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Ute Berger:
es ist wirklich schlimm was mit den Handys un
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Gabi Bergermann:
Auweia. Jorges Verhalten erinnert schon sehr
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Anne-Marie Kollmannsberger:
Anti-BILD-Mail-Aktion:Hier klicken
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Gabi Bergermann:
Soso, man ist ein paar Wochen in Mittelamerik
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