
Münchhausens Tipps
Es hilft alles nichts, es ist mal wieder so weit: das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und die Zeit der guten Vorsätze beginnt. Selbst wenn man dem Ganzen entfliehen möchte, beinahe in allen Magazinen und Zeitungen, auf sämtlichen Fernsehkanälen wird man damit konfrontiert: der bessere (wahlweise auch gesündere, sportlichere, geselligere, ausgeglichenerer) Zeitgenosse ist gefragt im neuen Jahr.Der ärgste Feind des Besserwerdens: der innere Schweinehund. Das hinterlistige Tier sagt uns mit verführerischer Stimme, dass es doch viel kuscheliger ist, auf dem Sofa zu liegen als sich nach Feierabend noch einmal zum Joggen in den Wald zu begeben. Es flüstert uns ein, dass es Ok ist, immer wieder die wirklich letzte Zigarette zu rauchen. Und dass die Garage eigentlich gar nicht zugemüllt ist und ruhig noch ein wenig auf ihre Entrümpelung warten kann.
Haben Sie den inneren Schweinehund schon oft besiegt? Der Autor Marco von Münchhausen (ja, der Jurist ist tatsächlich ein entfernter Verwandter des berühmten Lügenbarons, aber das nur am Rande) rät dazu, das hartnäckige Vieh nicht zu bekämpfen, sondern sich mit ihm zu verbünden. Und schon sollen die Dinge weniger schwierig werden. „So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund“ heißt der Titel.
Die These ist verblüffend einfach: Es muss nicht immer alles zu hundert Prozent perfekt werden, diese Hürde stellen sich die meisten Schweinehund-Opfer selbst auf. Manchmal reichen auch 70 Prozent, Hauptsache, man fängt überhaupt erst einmal mit seinem Vorhaben an. Und wenn man dann das innere „Ich muss“ durch ein „Ich möchte“ ersetzen kann, ist man auf dem richtigen Weg, sich das Leben deutlich zu erleichtern. Klingt gut, oder?
Sie können dem Jahresende nun gelassener begegnen, es gilt nur noch einmal den inneren Schweinehund zu überwinden und das Buch zu lesen. Mit dem Schnäppchen-Preis machen wir es Ihnen extra einfach, Ihre guten Vorsätze umzusetzen ..
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
24.12.2009, 09.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Innerer Schweinehund, Vorsätze, Münchhausen,
Empfohlen: eine Hör-Biographie
Mögen Sie Biografien? Ich finde es immer spannend in ein fremdes Leben zu schauen, besonders wenn die Person so interessant ist wie Ingeborg Bachmann. Die Österreicherin war eine der wichtigsten Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit. Als ihr Gedichtband „Die gestundete Zeit“ 1953 erschien, wurde sie schlagartig bekannt. Auch denen, die bislang mit Lyrik nichts am Hut hatten. Ihren Erzählband „Das dreißigste Jahr“ und den Roman „Malina“ haben viele gelesen, und in der Form des jährlich verliehenen Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preises ist ihr Name aus der Literatur-Szene nicht mehr wegzudenken – immerhin ist dies einer der renommiertesten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.
Das klingt recht schön und erfolgreich. Aber das Leben der Schriftstellerin war alles andere als unbeschwert und endete ebenso früh wie tragisch: Sie starb an den Verletzungen, die sie sich bei einem Brand in ihrer Wohnung in Rom zugezogen hatte. Das Ende ihrer langjährigen Beziehung zu dem Autor Max Frisch hat sie schwer getroffen, sie war alkohol- und tablettenabhängig.
Das grandiose Werk Ingeborg Bachmanns steht für sich, das ist keine Frage. Auch ohne Kenntnis ihres Lebens ist es ein Stück große Literatur. Aber woher kam Ingeborg Bachmann? Was trieb sie an? Wer hat sie beeinflusst und begleitet?
Gut, wenn die Antworten auf diese Fragen dem Literaturfreund auf einem Hörbuch von einer so umwerfenden Stimme nahe gebracht wird wie der von Sophie Rois. Wer sie einmal gehört hat, wird sie immer wieder erkennen. Sie macht die Biografie Ingeborg Bachmanns auf zwei Audio CDs zu meiner ausdrücklichen Hör-Empfehlung. Und bei dem Preis können Sie meiner Meinung nach sowieso nicht nein sagen ...
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
23.12.2009, 09.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: andere Medien | Tags: Ingeborg Bachmann, Biographie, Sophie Rois,
Apokalyptisch!
Kein Kinogänger kommt an dem neuen Film von Roland Emmerich vorbei: „2012“ entwickelt sich zum neuen Kassenschlager. Ich persönlich habe mich an den Weltuntergangsfilmen satt gesehen. Es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht ein anderer Apokalypsen-Streifen über die Leinwände flimmert.
Dabei ist die düstere Zukunftsprophezeiung keinesfalls ein Phänomen der Neuzeit. Wie es Emmerich in „2012“ verwertete, sollen schon die Maya den Weltuntergang für dieses Jahr prophezeit haben. Auch in der Bibel, etwa in der Offenbarung des Johannes, kann man vom Ende der Welt lesen. Dabei schaffen es Mythen und Schriften, den Leser ganz ohne Spezialeffekte und künstliches Dynamit zu fesseln. Für mich sind die so manche Aussagen der Apostel und Jünger viel spannender als jedes Drehbuch zu einem Kino-Schocker.
Düster und beängstigend lesen sich die Weissagungen aus der biblischen Zeit. Texte von Abraham bis in die ersten Jahrzehnte nach dem Tod Jesu beschäftigen sich mit der Apokalypse und mahnen zur Besinnung. „Die Apokalypsen“ vereint alle bekannten biblischen Aussagen zum Thema Weltuntergang: Als Sonderausgabe bietet Jokers Ihnen das Werk nun für weniger als 3 EUR.
Dabei ist die düstere Zukunftsprophezeiung keinesfalls ein Phänomen der Neuzeit. Wie es Emmerich in „2012“ verwertete, sollen schon die Maya den Weltuntergang für dieses Jahr prophezeit haben. Auch in der Bibel, etwa in der Offenbarung des Johannes, kann man vom Ende der Welt lesen. Dabei schaffen es Mythen und Schriften, den Leser ganz ohne Spezialeffekte und künstliches Dynamit zu fesseln. Für mich sind die so manche Aussagen der Apostel und Jünger viel spannender als jedes Drehbuch zu einem Kino-Schocker. Düster und beängstigend lesen sich die Weissagungen aus der biblischen Zeit. Texte von Abraham bis in die ersten Jahrzehnte nach dem Tod Jesu beschäftigen sich mit der Apokalypse und mahnen zur Besinnung. „Die Apokalypsen“ vereint alle bekannten biblischen Aussagen zum Thema Weltuntergang: Als Sonderausgabe bietet Jokers Ihnen das Werk nun für weniger als 3 EUR.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
21.12.2009, 09.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Apokalypsen, 2012, Roland Emmerich,

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