Jokers Blog Deutschland

Ach, Shakespeare!

Bei kaum einem anderen Autor gerate ich so ins Schwärmen wie bei dem englischen Dramatiker und Dichter. Wer einmal die wunderbaren Sonette oder eines seiner intelligenten Dramen gelesen hat, ist für immer ein Fan. Das behaupte ich jetzt einfach mal und hoffe, dass Sie in der Schule nicht mit einer Shakespeareschen Tragödie gequält wurden, die Sie im Englischunterricht zu Tode interpretieren mussten. Und wenn es doch so war: Geben Sie dem Mann noch eine Chance, sein Werk hat sie wahrhaftig verdient!

ShakespeareUnglaublich, wie viele der Redewendungen aus seinen Stücken in unsere Alltagssprache übergegangen sind. Denken Sie nur an „Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage“ und „Der Rest ist Schweigen“ (Hamlet) oder „Gut gebrüllt, Löwe!“ (Ein Sommernachtstraum) Also mich macht so etwas neugierig, ich will dann auch wissen, was um die noch heute bekannten Aussagen herum passiert. Welche Ränke, Irrungen und Wirrungen um seine charismatischen Figuren sich der Autor hat einfallen lassen.

Dass die Werke Shakespeares inzwischen vierhundert Jahre alt sind, macht diese literarische Entdeckungsreise noch faszinierender, finde ich. Die großen Gefühle wie Rache, Eifersucht, Machtgier und enttäuschte Liebe sind bei ihm ebenso zu finden wie lustige Verwechslungen, Liebeshändel und romantische Verstrickungen. In eleganter Sprache, genau beobachtet und zweifellos noch immer gültig. Die Menschen haben sich seit dem 16. Jahrhundert offenbar nicht grundlegend geändert ...

Der Autor selbst ist noch immer von einem Hauch Geheimnis umweht, denn es heißt ja immer wieder, er habe die berühmten Werke gar nicht selbst verfasst. Fest steht, dass er bereits zu Lebzeiten ein berühmter und angesehener Mann war, der es mit seinen Werken und als Miteigentümer des Londoner Globe-Theaters zu einigem Wohlstand gebracht hat.

Wer Spaß an kunstvoller Sprache und ausgefeilten Charakterstudien hat, ist bei Shakespeare absolut richtig. Hier bei Jokers finden Sie eine schöne Auswahl seiner Werke: als Buch – auf Deutsch und im englischen Original – und als Film. Die Preise sind allesamt fantastisch, wie Sie es von uns kennen!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

31.12.2009, 19.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Shakespeare, Dramatiker, Globe, Redewendungen,

Michael Moore für Intellektuelle: Noam Chomsky feierte Geburtstag

Noam Chomsky ist der Michael Moore für Intellektuelle, titulierte der Spiegel einmal einen Bericht über den amerikanischen Professor für Linguistik am MIT. Als Großvater der Amerika-Kritik gilt er, aber berühmt geworden ist Chomsky vor allem mit seinen psychologischen und sprachwissenschaftlichen Beiträgen. In den 1960er Jahren hat der Wissenschaftler die Vorstellungen über Sprache und Denken revolutioniert.

Obwohl der Kritiker des US-Imperialismus von der New York Times als "einflussreichster westlicher Intellektueller" und als "bekanntester Dissident der Welt" beschrieben wird und über 57 Bücher über US-Interventionismus in den Entwicklungsländern, die politische Ökonomie der Menschenrechte und die Propagandarolle der Medien in unserer Gesellschaft geschrieben hat, ist sein politisches Wirken doch nur wenigen „Insidern“ ein Begriff.

Und auch die „Chomsky-Hierarchie“ werden nicht allzu viele kennen, auch wenn es sich um einen etablierten Begriff handelt. Mit dieser Hierarchie von Klassen formaler Grammatiken werden formale Sprachen erzeugt. Die vier von Noam Chomsky beschriebenen Grammatiktypen entstehen aus einer nicht eingeschränkten Grundgrammatik (der Typ-0-Grammatik), indem zunehmend Einschränkungen bezüglich der für den Typ erlaubten Produktionsregeln gemacht werden. Entsprechend dem Typ einer Grammatik, die mindestens erforderlich ist, um eine bestimmte formale Sprache zu erzeugen, werden auch formale Sprachen in dieselben Kategorien von Typ 0 bis Typ 3 eingeteilt.

Am 7. Dezember hatte Chomsky Geburtstag: 1928 wurde der Akademiker in Philadelphia geboren. Ein ganz herzliches nachträgliches HAPPY BIRTHDAY!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

30.12.2009, 10.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Noam Chomsky, Chomsky-Hierarchie, Amerika-Kritik,

Lesen kann sich lohnen

Kürzlich ging es in einer TV-Rateshow mal wieder um eine Literaturfrage. Es wurden einige Joker bemüht, bis die richtige Lösung aufleuchtete: „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ wurde von Robert Louis Stevenson verfasst. Ebenso wie „Die Schatzinsel“.

Tatsächlich hat man ja manchmal die Autoren solcher populären Titel einfach nicht im Kopf, auch oder gerade wenn die Bücher so für sich stehen wie diese beiden Klassiker. (Zugegeben, ich hatte auch kurz an Daniel Defoe gedacht, aber das war ja der mit „Robinson Crusoe“ ...)

Der Schotte Stevenson schrieb schon als Kind und Jugendlicher ständig kleine Geschichten, er hatte eine schwache Gesundheit und musste viel ruhen. Der Hang zur Schriftstellerei wurde in der Familie zwar akzeptiert – der Vater hatte selbst einmal derartige Ambitionen – eine ordentliche Ausbildung als Rechtsanwalt war dennoch ein Muss.

Richtig Fuß fasst er in seinem erlernten Beruf aber nie, er hält sich hauptsächlich mit dem Geld seiner Eltern über Wasser. Robert Louis Stevenson erkrankt als junger Mann an Tuberkulose und malt während seiner Krankheit für den halbwüchsigen Sohn seiner Ehefrau Fanny Osbourne eine Schatzinsel. Die Idee zu seinem berühmtesten Roman entsteht. In kurzer Zeit wird das Werk zum Bestseller. Ein richtig spannendes Buch! Kein Wunder, dass es viele Male verfilmt wurde, denn die Suche nach dem legendären Schatz von Captain Flint hat alles, was ein waschechtes Abenteuer braucht: böse Schurken, üble Spelunken, gerissene Piraten und natürlich einen Schatz.

Echte Weltliteratur ist auch die berühmte Geschichte einer gespaltenen Persönlichkeit: Wenn Dr. Jekyll nachts zu Mr. Hyde wird, dann ist der gutherzige Arzt plötzlich ein gewissenloser Mörder – eine der ersten Darstellungen einer solchen Wesensverwandlung und heute aus großen Comics wie Spiderman gar nicht mehr wegzudenken.

Auch wenn Sie nicht vorhaben, demnächst in einer Ratesendung mitzumachen: Robert Louis Stevenson zu kennen lohnt sich! Bei uns finden Sie seine wichtigsten Werke als Buch, Hörbuch und Film.




 




(Geschrieben von Matthias Stöbener)

28.12.2009, 09.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Robert Louis Stevenson, Jekyll und Hyde, Schrecken der Karibik,

Wendy:
Hallo, vielen Dank für den Buchtipp! Das Buch
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Near-Dark.de:
Obwohl Polit-Thriller nicht so ganz mein Genr
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flo filmproduktion:
großartiger film! unbedingt ansehen! politthr
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Schüssler Salze abnehmen:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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E.Rasmus:
Ach ja, "die Rettung der Welt". Oder ist es n
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