
Amerika goes FFM
2008 sollen die USA als Gastland für die Frankfurter Buchmesse gewonnen werden. Das wäre ja richtig phänomenal, dachte ich mir. Die USA hatten bislang ja nicht so viel mit Buchmessen zu tun, oder kennen Sie eine international bedeutende amerikanische Buchmesse? Dabei können die Vereinigten Staaten doch durchaus mit brillanten Autoren glänzen. Nun, meist allerdings aus dem Thriller-Bereich, da kommen sie gut an die schwedischen Bestseller-Autoren heran.

Eigentlich ist es fast auffällig, wie sehr sich manche Länder auf bestimmte Genres konzentriert haben, was die Literatur angeht: England ist nach der großen Shakespeare-Zeit vor allem für seine Liebes- und Fantasyromane bekannt, die USA und Skandinavien eben für Krimis, Italien für seine Detektivromane und Deutschland... Nun, Deutschland ist international: man schreibt über alles, für alle. Und richtet deswegen ja auch die großen Buchmessen aus. Um dann wiederum andere Länder als Gäste dazu zu bitten. Eine geniale Idee, nicht? Schließlich lieben wir Deutsche das Lesen ganz besonders.

26.02.2006, 12.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges
Alltag
Als ich kürzlich aus dem Urlaub zurückkam, empfand ich die Rückkehr in den Alltag wie einen Fallschirmsprung aus 1500 m Höhe ohne Schirm. Zwei Wochen hatte ich in den Bergen verbracht, war Skilaufen, Schlittenfahren und Bergwandern. Die Zeit raste nur so dahin, und im Handumdrehen saß ich wieder hier an meinem Schreibtisch.
Die tagtägliche Wiederholung des Bekannten erschien mir nun als nicht erfüllbare Aufgabe. Meine Kollegin scheint mit diesem Gefühl auch vertraut zu sein, denn sie hatte mir ein Kalenderblatt aufbewahrt: "Wandere über viele Wege, kehre dann einmal heim und betrachte alles, als wäre es das erste Mal.", stand da frei nach dem großen Autor T.S. Eliot. Und da begann ich mich ganz leise, ganz still auf die alt bekannten, neuen Alltäglichkeiten zu freuen. Denn irgendwie hat er schon recht, der große Eliot, und da er bekannt ist für seine Gesellschaftskomödien, wird er es wohl wissen: Die Routine, der scheinbar unerträglich banale Alltag all das ist nur eine Frage der Perspektive. Und die Rückkehr kann dazu genutzt werden, aus dem Alltag einen Alles-Tag, einen Tag, an man alles erleben kann, zu machen. Ist das nicht schön?
Eliot hörbar bei Jokers
Die tagtägliche Wiederholung des Bekannten erschien mir nun als nicht erfüllbare Aufgabe. Meine Kollegin scheint mit diesem Gefühl auch vertraut zu sein, denn sie hatte mir ein Kalenderblatt aufbewahrt: "Wandere über viele Wege, kehre dann einmal heim und betrachte alles, als wäre es das erste Mal.", stand da frei nach dem großen Autor T.S. Eliot. Und da begann ich mich ganz leise, ganz still auf die alt bekannten, neuen Alltäglichkeiten zu freuen. Denn irgendwie hat er schon recht, der große Eliot, und da er bekannt ist für seine Gesellschaftskomödien, wird er es wohl wissen: Die Routine, der scheinbar unerträglich banale Alltag all das ist nur eine Frage der Perspektive. Und die Rückkehr kann dazu genutzt werden, aus dem Alltag einen Alles-Tag, einen Tag, an man alles erleben kann, zu machen. Ist das nicht schön?Eliot hörbar bei Jokers
25.02.2006, 12.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: andere Medien
Mir schwant was ...
Wäre bei Rügen ein toter Spatz, eine tote Krähe oder ein toter Geier gefunden worden, mit dem Verdacht auf Vogelgrippe, ich bin sicher, wir wären nicht so schockiert gewesen. Aber tote weiße Schwäne, die tot am Strand liegen, infiziert mit dem Vogelgrippe-Virus, das hat uns doch sehr mitgenommen.
Schon beim Märchen vom hässlichen Entlein lernen wir, dass der Schwan der wunderbarste Vogel weit und breit ist. Später, bei der Lohengrin-Oper von Richard Wagner, bekommen wir dann mit, dass sich der Schwan sogar für unschuldige Frauen einsetzt. Ja, der Schwan ist für uns ein stolzes und edles Tier. Die germanische Göttin Fosta soll nachts herumfliegen, wobei man sich was wünschen darf, wenn man sie erspäht und für eine Sternschnuppe hält. Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass mir als Rock'n-Roll-Tänzer mit meiner Partnerin nicht nur die Figuren Bombe, Oberschenkelstand oder Hochzeitssitz gelängen, sondern auch mal der Schwan. Nur der griechische Göttervater Zeus wirft ein etwas schummriges Licht auf das strahlendweiße Edeltier. Hat er doch in Gestalt des Schwans die Leda verführt. Sagt man deswegen, wenn man etwas Schlimmes befürchtet: »Mir schwant etwas?"
Trotzdem, der Schwan ist bei uns nicht nur das Symbol für Keuschheit und Reinheit, sondern auch ein beliebtes Wappentier und zieht die Sehnsüchte auf sich, wenn er in anrührenden Liedern an unseren Ohren vorbeizieht. Verliebte schauen nachts gerne zum Sternbild des Schwans hoch und für verdiente Poeten gab es einst gar einen Elbschwanen-Orden. Es hätte uns aber schon im Jahre 2004 schwanen können, dass wir mit den Schwänen nicht immer Glück haben. Hat doch eine Gesine Schwan gegen einen Horst Köhler bei der Wahl zum deutschen Bundespräsidenten verloren. Und ein Köhler, das war früher ein ganz dunkler Kerl. Aber es gibt auch schwarze Schwäne. Ich frage mich, was wäre gewesen wenn am Strand vor Rügen infizierte schwarze Schwäne aufgefunden worden wären? Wäre dann auch eine solche Vogelgrippe-Hysterie über uns gekommen, dieser stetig anschwellende Schwanengesang? Ich glaube nicht, oder?
Schon beim Märchen vom hässlichen Entlein lernen wir, dass der Schwan der wunderbarste Vogel weit und breit ist. Später, bei der Lohengrin-Oper von Richard Wagner, bekommen wir dann mit, dass sich der Schwan sogar für unschuldige Frauen einsetzt. Ja, der Schwan ist für uns ein stolzes und edles Tier. Die germanische Göttin Fosta soll nachts herumfliegen, wobei man sich was wünschen darf, wenn man sie erspäht und für eine Sternschnuppe hält. Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass mir als Rock'n-Roll-Tänzer mit meiner Partnerin nicht nur die Figuren Bombe, Oberschenkelstand oder Hochzeitssitz gelängen, sondern auch mal der Schwan. Nur der griechische Göttervater Zeus wirft ein etwas schummriges Licht auf das strahlendweiße Edeltier. Hat er doch in Gestalt des Schwans die Leda verführt. Sagt man deswegen, wenn man etwas Schlimmes befürchtet: »Mir schwant etwas?"Trotzdem, der Schwan ist bei uns nicht nur das Symbol für Keuschheit und Reinheit, sondern auch ein beliebtes Wappentier und zieht die Sehnsüchte auf sich, wenn er in anrührenden Liedern an unseren Ohren vorbeizieht. Verliebte schauen nachts gerne zum Sternbild des Schwans hoch und für verdiente Poeten gab es einst gar einen Elbschwanen-Orden. Es hätte uns aber schon im Jahre 2004 schwanen können, dass wir mit den Schwänen nicht immer Glück haben. Hat doch eine Gesine Schwan gegen einen Horst Köhler bei der Wahl zum deutschen Bundespräsidenten verloren. Und ein Köhler, das war früher ein ganz dunkler Kerl. Aber es gibt auch schwarze Schwäne. Ich frage mich, was wäre gewesen wenn am Strand vor Rügen infizierte schwarze Schwäne aufgefunden worden wären? Wäre dann auch eine solche Vogelgrippe-Hysterie über uns gekommen, dieser stetig anschwellende Schwanengesang? Ich glaube nicht, oder?
24.02.2006, 17.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges
Hurra, hurra die Schule brennt!
Da kommt einer daher und kritisiert unser Schulsystem. Angeblich ein hochrangiger UN-Bildungs- und Menschrechts-Experte. Ein gewisser Herr Vernor Munoz Villalobos oder so ähnlich, mäkelt herum, dass bei uns Migrantenkinder und Kinder aus armen Familien an der Schule benachteiligt sind. Das will er bei seiner 10-tägigen Deutschlandreise herausgefunden haben. Da kann ich nur lachen! Also, ich hoffe, diesem Herrn werden die zuständigen Leute von den Lehrerverbänden und aus den Kultusministerien ordentlich den Wirrkopf waschen.
Unsere Schulen sind top! Supertop! Wie sollte es auch anders sein, wenn die schlechten Schülerinnen und Schüler immer rechtzeitig ausgemustert werden. Wiederholen, Sitzenbleiben oder Durchfallen heißt dieses wunderbare Auslese-Instrument der deutschen Schule, das manche leichtsinnigerweise auch als die »moderne Prügelstrafe" der Lehrer bezeichnen, um die Elite-Schüler herausfiltern zu können. Irgendwelche Falschdenker behaupten sogar, das Sitzenbleiben brächte nichts, außer viel Ärger in den Familien der faulen und dummen Schüler die dann gemeinsam zu Lehrer-Hassern mutieren. Aber: Wir können doch nicht jeden Versager endlos durch die Klassen schleppen. Dann haben wir bald keine Einser-Schüler mehr, die für den Rückgang der Arbeitslosigkeit sorgen werden, weil die ja ins Ausland gehen und so keine Arbeitsplätze in der Heimat beanspruchen.
Sollten die Lehrer beim Notengeben wegen einem Herrn Munolobos andere Maßstäbe anlegen? Einfach alle besser benoten? Das geht nun wirklich zu weit. Womöglich sollen die Klassen in allen Bundesländern die gleichen Prüfungen mit den gleichen Kriterien bekommen? Ist das nicht sowas wie kultureller Kommunismus durch die Hintertüre? Es ist doch schon gleichmacherisch genug, wenn sich der Trend mit den Schul-Uniformen durchsetzt.
Es soll zwar Länder geben, die laut einer gewissen Pisa-Studie ohne das Wiederholer-System bessere Schüler haben sollen, aber ich vermute, da dürfen die Schüler halt ungehindert vom Spickzettel abschreiben. Zu befürchten haben die ja nichts. Die bekommen ja keine 6 und fallen durch. Das muss ich hier endlich mal loswerden. Und dass diese Pisa-Leute absolut keinen Durchblick haben, das sieht man doch schon daran, dass sie nicht mal einen geraden Turm bauen können, oder?
Unsere Schulen sind top! Supertop! Wie sollte es auch anders sein, wenn die schlechten Schülerinnen und Schüler immer rechtzeitig ausgemustert werden. Wiederholen, Sitzenbleiben oder Durchfallen heißt dieses wunderbare Auslese-Instrument der deutschen Schule, das manche leichtsinnigerweise auch als die »moderne Prügelstrafe" der Lehrer bezeichnen, um die Elite-Schüler herausfiltern zu können. Irgendwelche Falschdenker behaupten sogar, das Sitzenbleiben brächte nichts, außer viel Ärger in den Familien der faulen und dummen Schüler die dann gemeinsam zu Lehrer-Hassern mutieren. Aber: Wir können doch nicht jeden Versager endlos durch die Klassen schleppen. Dann haben wir bald keine Einser-Schüler mehr, die für den Rückgang der Arbeitslosigkeit sorgen werden, weil die ja ins Ausland gehen und so keine Arbeitsplätze in der Heimat beanspruchen.
Sollten die Lehrer beim Notengeben wegen einem Herrn Munolobos andere Maßstäbe anlegen? Einfach alle besser benoten? Das geht nun wirklich zu weit. Womöglich sollen die Klassen in allen Bundesländern die gleichen Prüfungen mit den gleichen Kriterien bekommen? Ist das nicht sowas wie kultureller Kommunismus durch die Hintertüre? Es ist doch schon gleichmacherisch genug, wenn sich der Trend mit den Schul-Uniformen durchsetzt.
Es soll zwar Länder geben, die laut einer gewissen Pisa-Studie ohne das Wiederholer-System bessere Schüler haben sollen, aber ich vermute, da dürfen die Schüler halt ungehindert vom Spickzettel abschreiben. Zu befürchten haben die ja nichts. Die bekommen ja keine 6 und fallen durch. Das muss ich hier endlich mal loswerden. Und dass diese Pisa-Leute absolut keinen Durchblick haben, das sieht man doch schon daran, dass sie nicht mal einen geraden Turm bauen können, oder?
23.02.2006, 17.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sonstiges

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