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Thema: andere Medien
Das gefährliche Königreich
Am 3. Januar wäre er 120 Jahre alt geworden: John Ronald Reuel Tolkien wurde am 3.1.1892 in Bloemfontein (Südafrika) geboren, am 2.9.1973 starb er in Bournemouth.
Zweifelsohne ist sein berühmtestes Werk »Der Herr der Ringe«. Es eroberte die Bestsellerlisten und wurde auch als Verfilmung ein Kassenschlager. Über J.R.R. Tolkiens Hauptwerk lässt sich nicht streiten. Er gilt als Wegbereiter der modernen Fantasy-Literatur, seine Phantasiewelt Mittelerde stattete er mit einer umfangreichen Mythologie und mehreren selbst erfundenen Sprachen aus. Die solide Basis für Tolkiens Geschichten bildet seine berufliche Beschäftigung mit mittelalterlicher Sprache und Literatur. Einige seiner Werke und Gedichte gründen auf mittelalterliche Vorlagen. Für den studierten Sprach- und Literaturwissenschaftler richtete die Universität Leeds im Jahre 1924 eigens eine Professur für englische Sprache ein, 1925 wurde er zum Rawlinson und Bosworth-Professor für Angelsächsisch in Oxford gewählt.
Vielleicht stutzen Sie bereits: Tolkien verfasste auch Gedichte? Ja, so ist es und alle, die den Herrn der Ringe kennen, sind auch bereits mit einigen der schönsten vertraut. Erinnern Sie sich:
Three Rings for the Elven-kings under the sky,
Seven for the Dwarf-lords in their halls of stone,
Nine for Mortal Men doomed to die,
One for the Dark Lord on his dark throne
In the Land of Mordor where the Shadows lie.
One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them
In the Land of Mordor where the Shadows lie.
Auf Deutsch:
Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Auch in anderen Erzählungen ist die phantastische Poesie Tolkiens deutlich spürbar. Er verfasste sogar eine Ballade, in der er von den Abenteuern Tom Bombadils erzählt!
Tolkiens Gedenken zu Ehren haben wir ein Hörspiel ins Programm aufgenommen, auf dem zahlreiche seiner Geschichten zum Schwelgen einladen: »Geschichten aus dem gefährlichen Königreich« heißt die Sammlung aus sieben CDs.
Der Schriftsteller, Journalist und Radiosprecher Gert Heidenreich liest die poetischen Gedichte aus dem Roten Buch. Er verzaubert mit eben jener Ballade von Tom Bombadils Abenteuern. Der deutsche Theater- und Filmschauspieler Ulrich Noethen entführt uns in die Welt des kleinen Hundes "Roverandom", die Geschichte von "Bauer Giles" erzählt Hans Paetsch, der als Schauspieler, Regiesseur und Synchronsprecher berühmt wurde. Achim Höppner, dessen Stimme ebenfalls aus Film, Funk und Fernsehen bekannt ist, war bereits die deutsche Synchronstimme von Gandalf im Herrn der Ringe. Im Hörbuch »Geschichten aus dem gefährlichen Königreich« liest er die magische Geschichte von einem Jungen, der den "Elbenstern" findet.
Als Sonderausgabe finden Sie dieses umfangreiche Hörspiel für weniger als 17 Euro bei uns im Angebot!
Hörbuch "Geschichten aus dem gefährlichen Königreich" bei Jokers
Bild: J. R. R. Tolkien/wikimedia
01.02.2012, 16.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Schultze auf der Suche nach dem Blues und dem Glück
Ein Mann wie ein Berg: Schultze (Horst Krause) ist groß und breit, steht wie ein Fels in der Brandung. An ihm prallt die Unbill des Lebens einfach ab, könnte man meinen. Doch so einfach ist es nicht. Schultze hat das Leben arg gebeutelt: als Bergarbeiterkumpel vorzeitig in den Ruhestand versetzt, ein einsamer Wolf ohne Familie und gesund ist er auch nicht. Mit seinen Kumpels, ebenfalls Vorruheständler, stellt er die personifizierte Trostlosigkeit dar. Ein Leben im tristen anhaltinischen Ort Teutschenthal zwischen Kneipe, Schrebergarten, Angeln und dem Volksmusikverein.
Seine Liebe zur Musik ist es schließlich, die ihn ausbrechen lässt aus diesem trostlosen Dasein. Von der traditionellen Polka, die er gewöhnlich seinem Akkordeon entlockt, findet er zum Zydeco, dem wilden, ungezügelten Südstaaten-Sound aus Louisiana. Die für ihn völlig neuartige Musik lässt ihn aufbrechen, innerlich; und äußerlich, nämlich in die USA. Für einen wie ihn geradezu tollkühn, macht er sich auf eine Reise in den tiefen Süden der USA, immer auf der Suche nach »seinem« Lied, einem Zydeco-Song, den er in einer schlaflosen Nacht im Radio hörte. Sofort war er elektrisiert.
Schultze, der Mann ohne Vornamen, lernt bei seinem Trip nicht nur faszinierende Menschen und andersartige Musik kennen, er entdeckt auch Seiten an sich, von denen er nichts geahnt hatte, wenn er sich beispielsweise kurzerhand ein Boot »organisiert« und damit den Mississippi hinunterschippert. Schließlich findet er nicht nur »sein« Lied, sondern auch eine Frau und letztendlich seinen Frieden.
Weit entfernt von jeglichem Selbstfindungskitsch schildert »Schultze gets the Blues« den Auf- und Ausbruch eines Mannes aus dem Sumpf aus Langeweile, Perspektivlosigkeit und Einsamkeit. Wohltuend wortkarg siedelt Horst Krause (geb. 1941) seinen Schultze an zwischen bodenständiger Schwere und anarchischer Fröhlichkeit. Ein wunderbar langsamer, lakonischer Film unter der Regie von Michael Schorr aus dem Jahr 2003, gedreht an Originalschauplätzen in Sachsen-Anhalt, Texas und Louisiana. Geschickt mischt Schorr, der ursprünglich aus der Dokumentarfilmerei stammt, Fiktion und Realität, bezieht die Menschen aus den Regionen in Deutschland und den USA mit ein und lässt Laien neben Profis auftreten. Sein brillant-skurriles Roadmovie ist auch ein spannender Ritt durch archaische Musik-Folklore: von erdenschwerer deutscher Polka und Blasmusik über alpin-amerikanisches Jodeln und tschechischen Band-Sound bis hin zum ausgelassenen Cajun und Zydeco.
Unbedingt anschauen und mitreißen lassen!
DVD "Schultze gets the Blues" bei Jokers
Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger
Bild: Saxophon © Michael Hirschka/www.pixelio.de
21.12.2011, 15.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Großes Kino für ein kleines Dorf: »Die Scheinheiligen«
Ein winziges Nest im idyllischen Oberbayern soll eine prächtige Zukunft bekommen, wenn es nach dem Dorfchef und seinen Spießgesellen geht. Sie malen sich die Zukunft für ihr kleines Reich Daxenbrunn rosig aus: mit Grillstation samt eigenem Autobahnzubringer. Das soll Besucher in den verschlafenen Flecken locken und damit Geld bringen. Eigentlich alles ganz einfach, sollte man meinen, schließlich stecken die relevanten Entscheidungsträger unter einer Decke: der Bürgermeister, der Landrat, der Lehrer und der Pfarrer.
Doch sie haben die Rechnung ohne die Bäuerin Magdalena Trenner (Maria Singer) gemacht. Der nämlich gehört eines der Grundstücke, ohne das die kühnen Fortschrittsträume nicht zu verwirklichen sind. Magdalena ist ebenso alt wie stur. Sie denkt gar nicht daran, ihre Wiese für den Autobahngrill zu opfern und beantwortet Anfragen gerne auch mal mit dem Schießeisen.
Unerwartete Unterstützung erhält die renitente Greisin von zwei schrägen Typen: dem Asylbewerber Theophile (Michael Emina) und dem Schnitzer Johannes (Johannes Demmel). Ersterer wird kurzerhand auf Magdalenas Hof einquartiert, weil sich niemand um ihn kümmern will und der Bürgermeister somit das leidige Asylantenproblem vom Hals hat. Letzterer sucht eine Bleibe, weil er einen Auftrag im Dorf zu erledigen hat; einen heiklen Auftrag: Heiligenfälschung für den Pfarrer.
Und so schließt sich der Kreis. Irgendwie hat jeder etwas mit jedem zu tun, es laufen Intrigen und krumme Geschäfte und alle haben Dreck am Stecken bzw. eine Leiche im Keller. Im Dorf stehen sich zwei Lager gegenüber: die Fortschrittsliga um den Bürgermeister, eskortiert von zwei chaotischen Provinzpolizisten; und die bunte Truppe um die bauernschlaue Magdalena, die tatkräftige Unterstützung von den örtlichen Pfadfindern erhält. Es kommt, wie es kommen muss, schließlich zum Show-down und der geht erfreulicherweise gut aus, soviel sei verraten.
Regisseur Thomas Kronthaler ist mit seinem bitterbösen und urkomischen Werk ein cineastisches Kleinod gelungen: eine skurrile Mischung aus Heimatfilm, Komödie und Western. Mit einem Minimalbudget filmte er an Originalschauplätzen seines Heimatortes Daxenbrunn und persifliert dabei den realen Bau einer McDonalds-Filiale am Irschenberg. Herausgekommen ist eine herrlich satirische Bauernposse mit der unvergessenen Maria Singer (1914 - 2003) in einer Paraderolle als knurrige Altbäuerin, einer ihrer letzten großen Filmauftritte. Kronthalers Filmdebut aus dem Jahr 2001 diente übrigens Marcus H. Rosenmüller nach eigene Aussagen als Vorbild für seinen Erfolgsfilm »Wer früher stirbt ist länger tot«. Beide Filme finden Sie bei Jokers auf DVD zum vergnüglichen langen Kino-Abend!
DVD "Die Scheinheiligen" bei Jokers
DVD "Wer früher stirbt ist länger tot" bei Jokers
Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger
19.12.2011, 14.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Warum tun wir so oft nicht, was wir wollen?
Immer wieder treffen wir auf ihn unseren kleinen inneren Diktator, auch schlechtes Gewissen genannt: Die Mousse au chocolat war halt doch verlockender als der Obstsalat. Statt Gitarre zu spielen haben wir mal wieder zu lange im Internet gesurft! Und den Spanisch-Kurs am Wochenende werden wir angesichts des schönen Wetters wohl schwänzen...
Tja warum tun wir so selten, was wir uns vorgenommen haben? Das fragte neulich der renommierte Hirnforscher Manfred Spitzer in einem Vortrag. Ergebnis: Es fehlt uns an Selbstkontrolle. Aber, so die gute Nachricht des Arztes und Philosophen: Selbstkontrolle kann man lernen. Und wer sie schon mit vier Jahren beherrscht, hat die besten Voraussetzungen, um später gebildet, reich und erfolgreichzu sein. So was hört man doch gerne!
Sie nicht? Sie konnten schon mit vier Jahren keinem Schokostück widerstehen und essen auch heute noch gleich die ganze Tafel auf? Keine Panik! Selbstkontrolle lässt sich auch im fortgeschrittenen Alter trainieren wie ein Muskel. Und wie? Am besten durch Spielen!
Geeignet sind Fingerspiele, Umdenk-Lieder wie Drei Chinesen mit dem Kontrabass oder Auf der Mauer, Kuchen backen (NICHT vom Teig naschen!), Klavier spielen u.v.m. Wissenschaftler um Prof. Manfred Spitzer und der Spiele-Hersteller HABA haben jetzt ein Spiel- und Lernprogramm zur Förderung exekutiver Funktionen entwickelt: "Fex" (www.znl-fex.de) - für Menschen zwischen vier und 99 Jahren.
Also raffen Sie sich auf und spielen Sie doch wieder mal öfter. Das schult nicht nur Ihre Selbstkontrolle, sondern macht auch noch Spaß! Und vielleicht erfreuen Sie sich dank Ihrer gesteigerten Willensstärke schon bald an einer besseren Figur...
Fex-Aktionsspiel Burg Drachengold
DVD "Warum tun wir so oft nicht was wir wollen?" bei Jokers
26.10.2011, 10.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Frost / Nixon
Als einer der »besten Polit-Thriller aller Zeiten«, als »gnadenloses Psycho-Duell« wurde der Film des Oscar-Preisträgers Ron Howard »Frost / Nixon« gefeiert: Zu Recht, wie ich meine. Ich habe ihn zwar damals im Kino verpasst, aber mal ehrlich: Gibt es heutzutage eine angenehmere Art, sich einen grandiosen Film anzusehen, als zuhause auf DVD? Nicht nur, dass ich dann Pause machen kann, wann ich will, sondern ich kann mir auch die Szenen, die ich für besonders bedeutsam halte, so oft ansehen, wie ich will. Und »Frost / Nixon« hat gleich mehrere solcher Szenen.
Die Handlung ist zwar komplex, aber schnell erzählt: Im Sommer 1977 gelingt es dem britischen Talkmaster David Frost, der seine angeschlagene Karriere als Polit-Journalist wieder etwas aufpolieren will, Richard Nixon nach seiner Amtsenthebung als Folge des Watergate-Skandals zu einer exklusiven Interview-Serie zu überreden. Es ist nicht nur die formidable Gage, sondern auch die Hoffnung, sich vor Millionen Zuschauern politisch und persönlich rehabilitieren zu können, was Nixon zur Zustimmung veranlasst - ganz im Gegensatz zu Frost, dem es darum geht, Nixon öffentlich zu demontieren. So kommt es zu diesem einzigartigen Duell.
In zwölf TV-Interviews versucht Frost, Richard Nixon alias "Tricky Dick", der sich nie zu einem öffentlichen Schuldeingeständnis durchringen kann, gnadenlos zu demaskieren. Nixon unterschätzt Frost anfangs gewaltig. Ein Misserfolg der Interviews bzw. seiner Strategie würde Frost finanziell ruinieren und seiner Karriere das Ende bereiten, während Nixon die letzte Chance, seinen Ruf, seine Ehre und historische Bedeutung zu retten, unbedingt nutzen will. 45 Millionen Amerikaner verfolgten damals den Kampf der Kämpfe vor dem Fernseher.
Frank Langella und Michael Sheen übernehmen die Rollen der beiden Gegner im Film: Wir haben das Meisterwerk der Eloquenz nun auf DVD.
»Frost / Nixon« auf DVD bei Jokers
Bild: Frost/Nixon / wikimedia commons
17.08.2011, 18.13 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Immer wieder Tannhäuser
Die Bayreuther Festspiele 2011 starteten am Montag, den 25. Juli mit der Premiere von Richard Wagners "Tannhäuser" - auffällig inszeniert von Regisseur Sebastian Baumgarten. Es war das Debüt auf dem Grünen Hügel von Regisseur Sebastian Baumgarten und Dirigent Thomas Hengelbrock. Aus der Wartburg wurde ein Fabrikgebäude mit Biogasanlage, Alkoholator und Containern; der Venusberg glich einem Gefängnis, das von Puppen in Spermakostümen umtanzt wurde. Während der Festspielchor Ovationen erhielt, wurden für die Inszenierung viele Buh-Rufe laut - so entfremdet, so modern mag mancher Festival-Besucher dann Richard Wagner doch nicht.
Es ist jedoch kaum zu erwarten, dass die Debatte um die Tannhäuser-Inszenierung dazu beträgt, dass die heiß begehrten Tickets für die Festspiele nun leichter zu erwerben wären - eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Ich selbst habe es erst einmal geschafft, die Festspiele besuchen zu können - vor vielen, vielen Jahren, ebenfalls zu einer Tannhäuser-Aufführung.
Kennen Sie die Geschichte um den Sängerkrieg zur Wartburg, die Richard Wagner zu meisterhaft vertonte? Zu Beginn des Werks befindet sich Tannhäuser im Venusberg, dem Hörselberg bei Eisenach, eine durch und durch der Sinnlichkeit geweihte Welt - Traum aller Irdischen. Tannhäuser jedoch ist des Genusses überdrüssig und ignoriert die Warnungen der Venus, die prophezeit, dass die Menschen Tannhäusers Verweilen bei der heidnischen Liebes-Göttin nie verzeihen würden: In der Menschenwelt fände er nie sein Heil. Tannhäuser jedoch bleibt bei seinem Entschluss und ruft Maria an: »Mein Heil ruht in Maria!« So versinkt die Welt der Venus, und Tannhäuser »erwacht« bei Thüringen am Fuße der Wartburg.
Tannhäuser will, um das Herz der Nichte des Landgrafen zu erobern, an einem Sängerwettbewerb teilnehmen: Elisabeth ist eine von vielen Rittern begehrte Frau. Beim Sängerfest muss jeder Teilnehmer ein Lied über die Liebe bzw. den Eros vortragen. Tannhäuser verrät, dass er selbst im Venusberg war und wird daraufhin vom Fürsten verdammt, da der heidnische Glaube verpönt war. Nur auf Fürsprache Elisabeths wird Tannhäuser gestattet, als Pilger nach Rom Buße zu tun und um Vergebung zu bitten. Doch der Papst versagt Tannhäuser die Vergebung: »Wie dieser Stab in meiner Hand nie mehr sich schmückt mit frischem Grün, kann aus der Hölle heißem Brand Erlösung nimmer dir erblühn.« Elisabeth opfert sich für Tannhäusers Erlösung. Als Tannhäuser stirbt, bittet er mit seinen letzten Worten Elisabeth um Hilfe bei Gott und der Priesterstab erblüht auf wundersame Weise: »Den dürren Stab in Priesters Hand hat er geschmückt mit frischem Grün« - ein Zeichen, dass Gott selbst Tannhäuser Erlösung gewährte.
Ist diese Sage nicht zauberhaft? Den »Tannhäuser« finden Sie neben zahlreichen anderen Orchesterwerken Richard Wagners auf unserer Doppel-CD »Richard Wagner Orchesterwerke«. Vor welchem Bühnenbild, der Wartburg oder einem Fabrikgelände sie den großartige Mythos in ihrer Fantasie stattfinden lassen, liegt an Ihnen!
»Richard Wagner Orchesterwerke« bei Jokers
Bild: Richard Wagner / wikimedia commons
15.08.2011, 17.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Vor 40 Jahren starb »der große Satchmo«
»Taschenmund« war sein Spitznamen: »Satchmo« von satchel mouth. Und mit diesem Mund blies er wie kein anderer die Trompete und ließ ihm einen unvergleichlich kehligen Gesang entspringen. Am dateYear1971Day6Month7lstrans6. Juli 1971, vor 40 Jahren, starb Louis Armstrong. In der Jazzszene setzte er Meilensteine und gilt als einer der größten Musiker aller Zeiten, die »Stimme Amerikas« eben. Doch dieser Weg war dem Satchmo keineswegs vorgezeichnet.
Armstrong wurde am 4. August 1901 in New Orleans in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren. Seine Großeltern waren noch Sklaven, um den kleinen Louis kümmerte sich so recht niemand. Schon in jungen Jahren fiel er auf, weil er auf einem Eisenrohr wie auf einer Trompete blies. Allerdings wurde er auch durch andere Dinge auffällig und so landete er in einem Heim für verwahrloste Jugendliche. Das Heim war Fluch und Segen zugleich. Immerhin lernte er darin, das Kornett zu blasen und brachte es zum Leiter des Heimorchesters.
Mit kleinen Auftritten schlug sich Armstrong nach seiner Entlassung aus der Fürsorgeanstalt durch und erlangte schnell Berühmtheit. In den 1920er- und 1930er-Jahren avancierte er zum Star der Jazzszene. Inzwischen war er vom Kornett auf die Trompete umgestiegen und bestach durch sein unglaublich virtuoses Spiel. Er arbeitete mit verschiedenen Formationen wie der King Olivers Creole Jazz Band, der Band von Fletcher Henderson und diversen Big Bands wie dem Orchester von Luis Russell. Zu seinen größten Erfolgen zählen u.a. »Muskrat Ramble«, »West End Blues«, »Fireworks«, »Heebie Jeebies« Legendär sind seine Gesangsduette mit Ella Fitzgerald, etwa »Tenderly« und »Cheek to Cheek«.
In den 1950er- und 1960er-Jahren erlangte Armstrong endgültig Weltruhm durch sein Mitwirken in Hollywoodfilmen wie »Die Glenn Miller Story«, »High Society« und »Hello Dolly!«, zu denen er auch die Titelsongs beisteuerte. Zu einem seiner größten Hits überhaupt aber wurde ein Lied, das so ganz untypisch für den bisweilen etwas raubeinigen Satchmo war. 1968, zwei Jahre vor seinem Tod, brach er mit dem sanften, romantischen, ein wenig melancholischen »What a Wonderful World« sämtliche Rekorde.
Für Fans des Ausnahmemusikers und alle, die es werden wollen, hier das Beste aus dem Repertoire Louis Armstrongs:
10 CDs "It's Louis Armstrong" bei Jokers
"The best of Louis Armstrong" bei Jokers
10 CDs "Louis Armstrong - Hotter than that"
Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger
Bild: Louis Armstrong © wikimedia.commons
20.07.2011, 15.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Lauter Lyrik
Es war ein gewagtes Unterfangen und zugleich das größte Lyrik-Projekt Deutschlands: Die komplette Lyrik-Geschichte Deutschlands sollte nicht nur archiviert und gesammelt, sondern auch vertont werden. Was dabei im Jahre 2008 heraus kam, kann sich wahrlich sehen (und hören) lassen: 1100 deutsche Gedichte aus 1200 Jahren von mehr als 460 Dichterinnen und Dichtern, gesprochen von der deutschen Schauspielelite - Auf 21 CDs und 2 MP3-CDs sind Minnesänger, Dichterfürsten, Wunderkinder, Romantiker, Satiriker ebenso wie Liedermacher und Slam-Poeten. Hymnen, Gebete, Balladen, Sonette, Elegien und Oden, Lautgedichte, Lehrgedichte und Protestgedichte, Epigramme, Totenlieder, Naturlyrik und patriotische Anklagen, erotische Gedichte, Spottgedichte und Liebesgedichte zu finden.
Zusammen mit der ARD unter Federführung des SWR2 entstand das wohl ambitionierteste Lyrik-Projekt überhaupt: »Lauter Lyrik« ist auch deswegen so einzigartig, weil frei von persönlichen Wertungen und Präferenzen tatsächlich alle Untergattungen der Lyrik zu Wort kommen. Hier reichen sich Achim von Arnim und Mörike die Hand, Klassiker wie der "Prometheus" von Goethe oder "Hyperions Schicksalslied" von Hölderlin sind ebenso dabei wie unbekanntere und topaktuelle Gedichte aus heutiger Zeit.
Zu Recht wird der »Hör-Conrady« als das Lyrikwerk der Superlative bezeichnet: Er bietet weit mehr als die bekannten und im Gedächtnis der Lyrikliebhaber fest verwurzelten Stücke. Allen unseren unterschiedlichen "Spielarten" deutschsprachiger Lyrik wird durch die exzellente Vertonung durch 14 bekannte Schauspieler Leben eingehaucht.
Hier haben Sie 25 Stunden Hörgenuss und der nächste Regentag oder der Stau auf dem Weg in den Sommerurlaub kommt bestimmt!
12.07.2011, 14.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Tanz des Lebens
Billy will tanzen, einfach nur tanzen. Der Junge ist so ganz anders als sein Vater und sein großer Bruder, beides echte Kerle, die im Bergarbeiterstreik Mitte der 1980er-Jahre im nordenglischen Durham ihren Mann stehen. Sie kämpfen gegen die Schließung der Kohleminen, in denen sie arbeiten harte Männerarbeit. Im Gegenzug dazu der elfjährige Billy, das Nesthäkchen. Er ist in diesem »Männertrio« - die Mutter ist früh verstorben - der Außenseiter.
Billy ist völlig aus der Art geschlagen, zu weich, zu verträumt, zu nachgiebig. Also wird er ins Boxtraining geschickt, damit ein richtiger Mann aus ihm wird. Doch das Fighten interessiert ihn wenig. Viel spannender findet er Mrs. Wilkinsons Ballettstunde, in die er zufällig gerät und wo er hängen bleibt. Und so nimmt Billy eben Tanzunterricht, statt sich im Boxen zu üben. Es kommt wie es kommen muss: Die Sache fliegt auf. Bruder und Vater sind fassungslos, peinlich berührt, sie toben. Der Kleine eine Memme, die zum Ballett geht? Weiberkram statt harte Fäuste? Ihm wird das Tanzen verboten.
Doch Mrs. Wilkinson glaubt an ihren Eleven. Längst hat sie Billys außergewöhnliches Talent erkannt und fördert ihn. Sie meldet ihn heimlich bei der renommierten Londoner Royal Ballet School an. Und obwohl Billys Vortanzen äußerst ungewöhnlich über die Bühne geht, bekommt er schließlich ein Stipendium. In der Schluss-Sequenz sehen wir den erwachsenen Billy als Solotänzer in Tschaikowskis »Schwanensee« mit einem gewaltigen Sprung auf die Bühne kommen es ist gleichsam ein Sprung ins Leben, in ein neues Leben.
»Billy Elliot I Will Dance« ist der vielfach preisgekrönte Debütfilm des britischen Regisseurs Stephan Daldry aus dem Jahr 2000: ein bittersüßes Melodram mit schwarzem Humor; ein mitreißender Tanzfilm und zugleich eine beeindruckende Milieustudie der englischen Bergarbeiterschicht; und ein Film, der an die Kraft des eigenen Willens glaubt und fordert: Lebe Deinen Traum! Brillant besetzt mit Jamie Bell als Billy Elliot, Julie Walters als Mrs. Wilkinson, Jamie Draven als Tony Elliot und Gary Lewis als Jackie Elliot, Billys Vater. Dazu eine großartige Musikauswahl: »Cosmic Dancer« und »I Love to Boogie« von T. Rex, »London Calling« von The Clash, »I Believe« von Stephen Gately u.a.
"I will dance" auf DVD bei Jokers
Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger
08.07.2011, 11.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Alles neu macht der Mai
Haben auch Sie dieses untrügerische Gefühl des Neubeginns? Dass uns die Welt mit den Frühlingsknospen zahlreiche neue Möglichkeiten offeriert, dass hinter jeder Ecke die Chance auf einen Neuanfang wartet? Dann sind auch Sie, lieber Leser, im Mai angekommen: Der Monat des Frühlingserwachens ist angebrochen!
Weil auch wir von Jokers nicht vom Gefühl des Aufbruchs, des Neubeginnes gefeit sind, haben wir uns eine Frühlings-Aktion einfallen lassen: Haben Sie schon unsere Seite »Heute neu bei Jokers« entdeckt? Hier stellen wir Ihnen unsere frischesten Artikel vor - tagesaktuell und so neu, dass sie natürlich noch nicht im Katalog zu finden sind - und vielleicht auch nie sein werden, denn diese Angebote sind erfahrungsgemäß schnell vergriffen.
Von historischen Romanen, DVDs, Hörbücher, Thrillern bis hin Fachbüchern stellen wir Ihnen hier immer die Artikel vor, die wir gerade eben auf dem Medienmarkt für Sie eingekauft haben.
Mir hat es gerade ganz besonders ein Hörbuch angetan, das es in sich hat: »Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat« ist der Titel der beiden Audio-CDs, auf denen der Literaturprofessor Bayard unterhaltsam erläutert, wie auch der Bibliophile, der viel lieber in einem Balkonpflanzenratgeber schmökert als sich durch die Klassiker der Literaturgeschichte zu arbeiten, z.B. über »Ulysses« fachsimplen kann.
Also: Klicken Sie sich doch mal durch unser »Frische-Regal« bei »Heute neu bei Jokers«!
Zur Rubrik »Heute neu«:
http://www.jokers.de/1/neu/heute-neu.html
Zu dem Titel von Bayard:
Bild: Knospe © ANGELIKA WOLTER/www.pixelio.de
13.05.2011, 10.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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