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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: DVD/Filme

Mein Ideal-Castorp

Der ZauberbergEine Traumbesetzung! Christoph Eichhorn als Hans Castorp in der Verfilmung des Thomas-Mann-Romans „Der Zauberberg“. Noch nie hat meine Vorstellung vom Aussehen einer Romanfigur so perfekt zu der Filmfigur gepasst wie in der Verfilmung von Hans W. Geißendörfer.

Meist muss ich bei einer Buchverfilmung erst ein wenig warm werden mit den fremden Personen auf der Leinwand, die jemanden darstellen, der mir im Laufe des Lesens mit einem bestimmten Bild ans Herz gewachsen ist – zumal wenn das Werk von so epochaler Länge ist wie „Der Zauberberg“ mit seinen fast tausend Seiten.

Hier jedoch war das nicht so – Eichhorn, der Schauspieler mit dem eleganten, leicht blasierten Gesichtsausdruck und der schmalsten Nase, die ich kenne, ist mein Ideal-Castorp. Genau so habe ich mir den Hamburger Patriziersohn vorgestellt, der in einem Schweizer Sanatorium statt wie geplant einige Wochen sieben Jahre verbringt, sich dort verliebt und ausdauernde philosophische Diskussionen führt. Er hält sich in dieser wie zeitlos wirkenden, morbiden Welt übrigens auf ohne selbst krank zu sein.

Hans Castorp ist Held eines Bildungsromans, der gleichzeitig den Geist der gesamten Epoche vor dem Ersten Weltkrieg zeichnet. All das in der typisch Mannschen Manier der kunstvollen Schachtelsätze und intellektuellen Reflexionen, der genauen Milieuschilderung und detailverliebten Ausschmückung.

Wer sich dafür begeistern kann, wird auch die 1981 entstandene Verfilmung des Werkes lieben – sie hat den Deutschen Filmpreis erhalten und das zu Recht. Die leicht makabre Stimmung von Krankheit gemischt mit trotziger Lebensfreude, Eleganz und Pracht, die verschiedenen Charaktere der Sanatoriumsbesucher, all das setzt Geißendörfers Film meisterhaft um. Das ist Unterhaltung vom Feinsten! Also: zugreifen, denn diese DVD gehört in jeden gut sortierten Haushalt und unser Preis ist einfach unschlagbar!


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 01.03.2010, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Woody Allen

Woody Allen„Whatever works“ heißt der neue Kinoerfolg des genialen Komikers, der fast zeitgleich zu seinem Geburstag auf die Leinwände kam. Am 1.12. feierte er seinen 74. Geburtstag. Im Jahre 1935 wurde er als Allan Stewart Konigsberg in Brooklyn, New York, geboren. Was auch immer er anfasst, es verwandelt sich in Gold: Die Talente von Woody Allen sind fast nicht aufzuzählen. So hat er als Komiker, Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Musiker große internationale Auftritte.

Dabei hat er selbst sein Können stets vortrefflich aufs Korn genommen. Eines seiner berühmtesten Zitate ist: „Ich habe keine Ahnung, was ich da tue ... Aber Inkompetenz hat mich auch noch nie von etwas abgehalten...“

Über 50 Filme hat er als Drehbuchschreiber und Regisseur gemacht. Daneben schrieb er zahlreiche Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen und auch als Jazzmusiker kann er sich sehen bzw. hören lassen.

Woody Allen ist Balsam für die geschundene Alltags-Seele. Seine Filme umgeben den Zuschauer mit einer ganz bestimmten Gravitation. Angezogen von diesem unendlich erscheinenden Universum voller Melancholie, Verzweiflung und Leidenschaft, Absurdität und tiefer Wahrheit. Woody Allen nimmt uns durch seine Filme in eine Zelluloid-Familie auf und gibt uns eine cineastische Heimat. Jeder findet in Woodys intellektuellem Krieg der Dialoge eine Rechtfertigung- auch für die allerletzte menschliche Regung. Woodys Filme sind Antidepressiva, Aufputschmittel und Seelen-Tankstelle zugleich. Man könnte sich verlieben- in diese Art des Filmemachens. Seine Filme machen glücklich. Zumindest für 90 Minuten.“, heißt es auf der Seite www.woody-allen.de .

Zu Ehren seines Geburtstages haben wir Werke zu dem Künstler ins Angebot genommen.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 04.01.2010, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zum Gedenken: Heinz Rühmann

Heinz RühmannGerade um diese Jahreszeit, wenn es draußen kalt und dunkel wird, hat der Film „Die Feuerzangenbowle“ wieder Hochkonjunktur. Wie „Dinner for 1“ ist er einer der wenigen Filme, die man jedes Jahr erneut ansehen kann. Zu Lebzeiten und nicht nur in jüngeren Jahren galt er als Herzensbrecher: Der Schauspieler Heinz Rühmann war einer der bestaussehenden Künstler zu seiner Zeit.

Am 3. Oktober jährte sich sein Todestag zum 15. Mal. Geboren wurde Heinrich Wilhelm Rühmann am 7. März 1902 in Essen, er starb 1994 am Starnberger See in Aufkirchen. Im Januar des Jahres war er noch bei „Wetten, dass...?“ aufgetreten. In mehr als einhundert Filmen spielte er mit, sein Leben war die Schauspielerei. Der schönste aller Berufe sei sie, soll er gesagt haben. Im Jahr 1999 wurde er von der „TV Hören und Sehen“ zum „Schauspieler des Jahrhunderts“ gewählt.

Auf www.ruehmann-heinz.de finden Sie eine Gedenkseite, die an den großen Schauspieler erinnert. Auch einige Anekdoten finden sich hier, die beschreiben, welch einzigartige Persönlichkeit Heinz Rühmann war. Meine Lieblingsgeschichte stammt von Dr. Manfred Barthel, dem Produzenten und Drehbuchautor einiger Rühmannfilme. Er schreibt:

„Anfang der 60er Jahre muss das gewesen sein, da traf ich Heinz Rühmann bei einer ganz normalen Vorstellung in den Münchner Kammerspielen. Man spielte eine der Shakespeare-Komödien. Mir gefiel die Inszenierung nicht. In der Pause begrüßte ich Rühmann, der ein 13jähriges Mädchen dabei hatte, die Tochter von Verwandten. Ich hatte gerade angesetzt, meine nicht sehr positive Meinung über die Aufführung zu formulieren, da fiel er mir - was nun wirklich nicht seine Art ist - ins Wort und schwärmte, ja schwärmte: 'Ist das nicht ein schöner Abend, so heiter so beschwingt, so voll Shakespearescher Phantasie...!?' Ich schwieg ebenso erstaunt wie verwundert, denn meist hatten wir die gleiche Meinung von Stücken und Aufführungen. Als die Kleine mal verschwand, sagte er leise, fast verschwörerisch, zu mir: 'Wir beide wissen natürlich, was von dieser Inszenierung zu halten ist, aber die Kleine sieht den ersten Shakespeare ihres Lebens, und ich meine, sie muss ihn einfach großartig finden!' Nie werde ich diese pädagogische Lektion vergessen. So kann nur einer denken und handeln, der das Theater nicht nur liebt, sondern dem es alles bedeutet."

Zu seinem Todestag haben wir die DVD „Die Feuerzangenbowle“ als Weihnachtsedition im Angebot: In diesem Spezial-Paket finden Sie zwei DVDs zum Preis von 14.99.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 13.10.2009, 09.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

The winners are...

Zum 61. Mal wurden am 20. September die Annual Primetime Emmy Awards verliehen. Die dritte Auszeichnung in Folge erhielten „30 Rock”-Schöpferin Fey und ihre Kollegen Alec Baldwin und Tracy Morgan für die erfolgreiche Comedy-Serie. "Mad Men" im Genre “Drama“ wurde ebenfalls mit einem Emmy Award geehrt. "30 Rock" gewann unter anderem gegen "Entourage", "Family Guy", "Flight Of The Conchords" und "How I Met You Mother".

DVDGlenn Close wurde für ihre Rolle in "Damages" zum zweiten Mal zur besten Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie gekürt. Ihr männliches Äquivalent in einer Drama-Serie ist Bryan Cranston, der für "Breaking Bad" ebenfalls einen Emmy erhielt. Die Preisverleihung 2009 fand im Nokia Theater in Los Angeles statt.

Der Emmy Award ist eine der wichtigsten US-Fernseh- auszeichnungen, schon seit 1949 wird der Preis jährlich verliehen. Seit 1976 ist die Emmy-Nominierung in zwei Gruppen unterteilt: Es gibt Auszeichnungen, abhängig vom Sendeplatz im TV, in den "Daytime Awards" und den "Primetime Awards". Die Primetime Awards werden von der "Academy of Television Arts & Sciences" bewertet, die Daytime Awards von der "National Academy of Television Arts & Sciences". Der Unterhaltungswert der Sendungen ist beim Emmy Award ausschlaggebend.

Eine der erfolgreichsten Serien überhaupt ist Star Trek. „Star Trek: The Next Generation“ hält immer noch den Rekord bei den meisten Nominierungen und Awards einer Fernsehserie. Klicken Sie doch mal in unser Programm - auch wir bieten Ihnen wunderbare Serien zum Schnäppchenpreis an!

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 01.10.2009, 09.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die goldene Palme

Sie ist weltberühmt, heiß begehrt und wird jedes Jahr verliehen: In Cannes wird im Rahmen der Film-Festspiele der beste Spielfilm mit der Goldenen Palme (Palme d'or) prämiert. Dieses Jahr hat es nach dem Erfolg von Wim Wenders 1984 endlich einmal wieder ein deutschsprachiger Film geschafft: „Das weiße Band“ des österreichischen Regisseurs Michael Haneke bekam die Auszeichnung.

Bevor der Preis den Namen „Goldene Palme“ bekam, wurde er bis 1955 unter der Bezeichnung „Großer Preis der Internationalen Filmfestspiele“ (Grand Prix du Festival International du Film beziehungsweise Grand Prix) geführt. Von 1964 bis 1974 wurde die Trophäe wieder als „Grand Prix“ vergeben.

Hier finden Sie eine Übersicht der bisherigen Preisträger ab dem Jahr 1955:


Jahr
Titel
Deutscher Verleihtitel
Regie
1955
Marty
Marty
Delbert Mann
1956
Le monde du silence
Die schweigende Welt
Jacques-Yves Cousteau
Louis Malle
1957
Friendly Persuasion
Lockende Versuchung
William Wyler
1958
Летят журавли (Letjat schurawli)
Wenn die Kraniche ziehen
Michail Kalatosow
1959
Orfeu Negro
Orfeu Negro
Marcel Camus
1960
La dolce vita
Das süße Leben
Federico Fellini
1961
Une aussi longue absence
Noch nach Jahr und Tag
Henri Colpi Viridiana Luis Buñuel
1962
O Pagador de Promessas
Fünfzig Stufen zur Gerechtigkeit
Anselmo Duarte
1963
Il Gattopardo
Der Leopard
Luchino Visconti
1964
Les Parapluies de Cherbourg
Die Regenschirme von Cherbourg
Jacques Demy
1965
The Knack ...and How to Get
Der gewisse Kniff
Richard Lester
1966
Un homme et une femme
Ein Mann und eine Frau
Claude Lelouch Signore & signori
1967
Blowup
Blow Up
Michelangelo Antonioni
1968
Filmfestspiele aufgrund der Mai-Unruhen abgebrochen


1969
If....
If...
Lindsay Anderson
1970
MASH
M.A.S.H.
Robert Altman
1971
The Go-Between
Der Mittler
Joseph Losey
1972
Il Caso Mattei
La classe operaia va in paradiso
Der Fall
Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies
Mattei Francesco Rosi
Elio Petri
1973
The Hireling
Scarecrow
Botschaft für Lady Franklin
Asphalt-Blüten
Alan Bridges
Jerry Schatzberg
1974
The Conversation
Der DialogFrancis Ford Coppola
1975
Chronique des années de braise
Chronik der Jahre der GlutMohamed Lakhdar-Hamina
1976
Taxi Driver 
Taxi DriverMartin Scorsese
1977
Padre padrone Padre Padrone    
Mein Vater, mein Herr
PaoloTaviani
Vittorio Taviani
1978
L'Albero degli zoccoli
Der HolzschuhbaumErmanno Olmi
1980
Apocalypse Now
Die Blechtrommel
Apocalypse Now
Die Blechtrommel
Francis Ford Coppola
Volker Schlöndorff
1981
Człowiek z żelaza
Der Mann aus EisenAndrzej Wajda
1982
Missing
Yol Yol
Vermißt
Der Weg
Constantin Costa-Gavras
Şerif Gören Yılmaz Güney
1983
Narayama bushiko
Die Ballade von NarayamaShōhei Imamura
1984
Paris, Texas
Paris, TexasWim Wenders
1985
Otac na službenom putu
Papa ist auf DienstreiseEmir Kusturica
1986
The Mission
MissionRoland Joffé
1987
Sous le soleil de Satan
Die Sonne SatansMaurice Pialat
1988
Pelle erobreren
Pelle, der ErobererBille August
1989
Sex, Lies, and Videotape
Sex, Lügen und VideoSteven Soderbergh
1990
Wild at Heart
Wild at HeartDavid Lynch
1991
Barton Fink Barton Fink
Barton Fink Barton Fink
Joel Coen
1992
Den goda viljan
Die besten Absichten Bille August
1993
Bàwáng Bié Jī
The Piano
Lebewohl, meine Konkubine
Das Piano
Chen Kaige
Jane Campion
1994
Pulp Fiction
Pulp FictionQuentin Tarantino
1995
Podzemlje
UndergroundEmir Kusturica
1996
Secrets & Lies
Lügen und GeheimnisseMike Leigh
1997
Ta'm-e gilass
Abbas
Der Geschmack der Kirsche
Der Aal
Kiarostami Unagi
Shōhei Imamura
1998
Mia aioniotita kai mia mera
Die Ewigkeit und ein TagTheo Angelopoulos
1999
Rosetta
Rosetta Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
2000
Dancer in the Dark
Dancer in the Dark
Lars von Trier
2001
La stanza del figlio
Das Zimmer meines SohnesNanni Moretti
2002
The Pianist
Der PianistRoman Polański
2003
Elephant
Elephant
Gus Van Sant
2004
Fahrenheit 9/11
Fahrenheit 9/11 Michael Moore
2005
L'Enfant
Das KindJean-Pierre Dardenne
2006
The Wind That Shakes the Barley
The Wind That Shakes the Barley
Barley Ken Loach
2007
4 luni, 3 săptămâni şi 2 zile
4 Monate, 3 Wochen und 2 TageCristian Mungiu
2008
Entre les murs
Die KlasseLaurent Cantet
2009
Das weiße Band
Das weiße Band
Michael Haneke



Einer meiner Lieblingsfilme ist „Orfeu Negro“, der Gewinnerfilm von 1959. Und genau diesen bieten wir Ihnen nun zum Sonderpreis an!




(geschrieben von Matthias Stöbener)  

Jokers 08.06.2009, 15.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Eine Horizonterweiterung

„Slumdog Millionär“ – dieser Film über einen Slumbewohner, der den Millionenjackpot in der indischen Ausgabe der Sendung „Wer wird Millionär?“ knackt, hat in diesem Jahr acht Oscars bekommen. Jetzt läuft er auch bei uns in den Kinos. Nun bin ich zwar begeisterter Kinogänger, aber von Filmen, die in Indien spielen, halte ich mich im Allgemeinen sehr, sehr fern.

Auch wenn das mit Sicherheit ein Vorurteil ist, denke ich da nämlich sofort an Bollywood – und das ist mir alles zu bunt, zu süß, zu laut und hat für meinen Geschmack entschieden zu viele Tanzszenen. Aber „Slumdog Millionär“ ist ja trotz einiger Anleihen bei diesem auch bei uns populären Genre kein Schmachtfetzen. Und der britische Regisseur Danny Boyle zeichnet immerhin für den grandiosen Film „Trainspotting“ verantwortlich, so dass ich mir den in Indien gedrehten „Slumdog Millionär“ sicherlich ansehen werde.

Der Film handelt von einem Tag im Leben eines früheren Straßenjungen aus Mumbai, den 18jährigen Jamal Malik, der die Chance hat, 20 Millionen Rupien in einer Quizshow zu gewinnen. Der Moderator dieser Show, also quasi der indische Günther Jauch, hält Jamal aufgrund seiner Herkunft für einen Betrüger und benachrichtigt die Polizei. Der zuständige Kommissar jedoch lässt sich von dem Jungen sein Leben erzählen, wobei diese Rückblenden darüber Aufschluss geben, warum Jamal die richtigen Antworten auf alle Fragen parat hat. Dass der junge Quizshow-Teilnehmer außerdem seine verloren geglaubte große Liebe wieder findet, trägt sicher manches zu einem gelungenen Kinoabend dazu.

Vielleicht geht es Ihnen wie mir und Sie haben die indische Literatur und die Vielfalt des Subkontinents bislang auch sträflich wenig beachtet. Horizonterweiterung kann ja nie schaden, also nehmen Sie doch diesen Film als Anlass, um sich einmal mit der Jahrtausende alten Kultur Indiens zu beschäftigen, sei es durch einen Bildband über die prachtvollen Baudenkmäler des Landes oder einen Roman der auch hierzulande bekannten Schriftstellerin Arundhati Roy.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 20.03.2009, 17.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Eine Buchverfilmung, die anregt

Im Kino läuft seit einiger Zeit „Buddenbrooks“. Mit einem Großaufgebot an deutschen Stars. So sind unter anderem Armin Mueller-Stahl, Iris Berben und die Jungstars Jessica Schwarz und August Diehl zu sehen. Bei nasskaltem Winterwetter mal einen guten Film ansehen - das hat was. Wenn der dann auch noch auf dem berühmten Roman von Thomas Mann beruht und man sich auf diese Weise ein wenig Bildung auf angenehme Art verschaffen kann – umso besser!

Thomas MannDer Kinoliebhaber in mir sagt: feine Sache! Tolle Schauspieler, wunderbare Kostüme, ein guter Regisseur, das wird ein schöner Filmabend. Der Büchermensch in mir aber hat auch etwas zu sagen: Wäre es nicht etwas, die „Buddenbrooks“ zu lesen? Im Gegensatz zum Film an einem Abend nicht zu schaffen, aber wer will das auch? So hat man einige Stunden Genuss. Herrliche Mannsche Schach- telsätze, feine Beobachtungsgabe, Charme, Ironie und Menschenkenntnis. Der Roman über das Leben der Lübecker Kaufmannsfamilie ist mehr als hundert Jahre alt, aber dennoch immer aktuell und hat nichts von seinem Reiz verloren. Heißt es.

Senator Thomas Buddenbrook, seinen Bruder Christian und die Schwester Tony von ihrer Kindheit an zu begleiten, an den diversen Hochzeiten, Geburten, Familienfesten und Begräbnissen der Patrizierfamilie teilzunehmen, das ist es doch, was wir Leser wollen.

Vorletzte Woche war ich mit meiner Frau im Film „Buddenbrooks“. Wirklich sehenswert. Viele Szenen davon sind im Augsburger Kurhaus bzw. Parktheater gedreht. Opulent, sage ich Ihnen. Und die Kleider, das Rauschen der Stoffe, die sinnlichen Beleuchtungen, die spröde Erotik hinter seidenen Tüchlein! Anschließend verschlang meine Frau den Mann-Wälzer. Und hat ihn schon an eine Kollegin verliehen. Sollte er wieder seinen Weg zu uns finden, folgt auf Victor Hugos Elende der deutsche Sprachgenuss.

Von dem wohl bekanntesten Roman Thomas Manns wurden bislang etwa sechs Millionen Exemplare verkauft.

Ihr Exemplar gibt es hier!

Zum günstigen Taschenbuch-Preis natürlich!



(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 07.02.2009, 10.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Buffy – von den Toten auferstanden

BuffyVom harten Los des Serien-Fans erzählte mir neulich meine Freundin Susanne. Zwar hat sie seit über zwei Jahren keinen Fernseher mehr. Doch ihre Lieblings-Serien kann sie sich trotzdem ansehen. Dank DVD-Player in PC und Laptop hält sie sich über die Abenteuer und Episoden ihrer Heldinnen und Helden auf dem Laufenden.

„Das Dumme ist, dass es einen so noch viel härter trifft, wenn eine Serie zu Ende geht“, erklärte sie mir neulich beim Feierabendbier. „Im Fernsehen werden Serien auch nach deren Ende noch endlos abgefeiert. Da muss man sich nie richtig verabschieden. Mit der DVD ist das anders.“ So musste Susanne schon von vielen geliebten Serienhelden Abschied nehmen. Von der Familie Fisher aus „Six Feet Under“, von Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte aus „Sex And The City“, von Moulder und Scully aus „Akte X“ und ganz aktuell und viel beklagt von Lorelay und Rory Gilmore aus den „Gilmore Girls“.

Umso größer ist die Freude, wenn längst eingestellte Serien plötzlich eine unerwartete Fortsetzung finden. So geschehen mit „Buffy – im Bann der Vampire“. Denn die Reihe um die junge Vampirjägerin Buffy wurde erst vor kurzem als Comic neu aufgelegt und mit „Die Rückkehr der Jägerin“ quasi neu fortgesetzt.

„Das ist zwar nicht ganz dasselbe wie im Fernsehen. Aber wenn Buffy jetzt Comic-Heldin ist, vereint das für mich gleich zwei Vorteile in einem: Ich habe wieder eine neue Comic-Reihe für meine Büchersammlung und die Serie mit meiner Lieblingsheldin geht jetzt erst richtig los! Denn immerhin ist das ja der erste Band einer komplett neuen Staffel“, schwärmte Susanne.

(geschrieben von Matthias Stöbener)


Jokers 16.07.2008, 16.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gobi

Die Wüste GobiKürzlich sah ich mir wieder einmal die „Geschichte vom weinenden Kamel“ auf DVD an. Dieser Film ist einer meiner Lieblingsfilme geworden. Und der Grund, weshalb ich Reiseangebote für die Mongolei studiere. Ich will unbedingt einmal selbst in die Wüste Gobi!

Die Wüste Gobi ist eines der faszinierendsten Rätsel unserer Erde. Das fängt schon bei der genauen geographische Zuordnung an, die nicht eineindeutig ist. „Gobi“ meint eigentlich die Landschaftsform der zentralasia- tischen Fels- und Geröllwüsten. Die Gobi umfasst Gebiete Chinas sowie der Mongolei. Früher wurde sie nach dem Chinesischen oft „Shamo“ genannt, Sandwüste. Sie ist die fünftgrößte Wüste der Erde und besteht aus den Teilwüsten Bejschan und Alashan.

Vielleicht sind es ihre unendlichen Weiten, vielleicht auch die kafkaesk anmutenden Satellitenbilder der riesigen Landschaft, warum die Wüste Gobi oft als Vorlage verschiedener Science Fiction-Geschichten gebraucht und im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien genannt wurde: Angeblich suchen die Kryptozoologen nach einem unheimlichen Killerwurm, der irgendwo dort leben soll. Der "Mongolian Death Worm", so heißt es, sei über einen Meter lang und habe bereits Menschen und Tiere getötet. Weder Gift noch andere Mittel konnten dem unbekannten Wesen bisher etwas anhaben. Es scheint, als sei die Kreatur immun gegen alle menschlichen Angriffe. Ein Forschungsgebiet für Militärs, meinen die Verschwörungstheoretiker.

Wenn ich in die Mongolei reise, will ich mich keinem Killerwurm gegenüber sehen. Ich glaube so wenig an ihn wie ich daran glaube, dass ich dort tatsächlich einem kleinen Albino-Kamel begegnen werde. Und falls auch Sie Lust auf ein Wüsten-Abenteuer bekommen haben: Bestellen Sie sich einfach die DVD der „Geschichte vom weinenden Kamel“ und genießen Sie an einem verregneten Sommerabend gemütlich die Weiten der Steppe!

(geschrieben von Matthias Stöbener)


Jokers 15.07.2008, 16.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bond is back

„Neuer Bond-Roman erschienen!“ Als ich diese Meldung las, kam mir ein verrückter Gedanke. Augenblicklich hatte ich das Bild vor Augen, wie Ian Fleming, der am 12. August 1964 gestorben war, und am 28. Mai diesen Jahres seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, von den Toten auferstanden an seinem Schreibtisch sitzt und seinen nächsten „Bond“ schreibt.

Doch „Devil may care“ (zu Deutsch „Der Tod ist nur der Anfang“), der Bond-Roman, von dem die Rede war, stammt aus der Feder des britischen Schriftstellers Sebastian Faulks. Zwar hatten sich nach Flemings Tod viele Autoren um eine Fortsetzung der Romanreihe mit dem britischen Geheimagenten bemüht. Einen offiziellen Folgeroman zu Flemings 14. Bond-Band „Octopussy and The Living Daylights“ aus dem Jahr 1966 gab es jedoch nie. Bis jetzt.

Der neue „Bond“ spielt 1967, also auch zur Zeit des Kalten Krieges. Der Geheimagent hetzt die Bösewichte dieses Mal in Paris, Rom, und – wer hätte das gedacht? – im Nahen Osten. Ich bin mir schon jetzt sicher, dass auch dieser Roman bald verfilmt und im Kino ein noch größerer Kassenschlager als in den Buchläden wird.

(geschrieben von Matthias Stöbener)


Jokers 06.07.2008, 23.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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