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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Englische Bücher
Ein alternder „Everyman“
Wie Sie vielleicht wissen, habe ich etwas übrig für Bücher im Original. Deswegen scheue ich mich auch nicht, Ihnen mal ein Reclam-Buch ans Herz zu legen. Der Verlag möge mir verzeihen, aber diese Reihe gehört optisch sicherlich nicht zum Schönsten, was Buchgestaltung angeht. Dafür ist der Preis meist unschlagbar. Und der Inhalt ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. So auch bei „Everyman“ von Philip Roth. Dieser Roman über das Altern gehört für mich zum Besten, was ich gelesen habe.Man weiß nie so recht, ob man ihn mögen oder hassen soll, den namenlosen Mann, dessen Beerdigung am Beginn des Romans steht. In der Rückblende erzählt Roth das Leben des Werbefachmanns, der drei Ehefrauen, drei Kinder und diverse Geliebte hatte. Zu seiner Tochter aus zweiter Ehe hat er ein recht gutes Verhältnis, doch die beiden Söhne aus erster Ehe verachten ihn. Beruflich war er eine zeitlang ganz weit oben. Aber er muss sich eingestehen, dass sein Privatleben kein großer Wurf war: zu viele oberflächliche Liebschaften, erfolglose Ehen, wenig Beziehung zu den Kindern, später Krankheit und Verfall. Komischerweise begegnet dieser einsame amerikanische „Everyman“, der in einem Seniorendorf in New Jersey lebt, all dem mit einer gewissen stoischen Ruhe und – trotz allem – erhobenem Kopf.
Seit Jahrhunderten gibt es dieses Motiv des alten Mannes, der sich mit dem Tod auseinandersetzen muss, in der Literatur. Bereits in mittelalterlichen Moralitätenspielen taucht er auf und noch heute ist „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen vertreten. Es geht also etwas Faszinierendes von diesem Thema aus: Ein alternder Mensch denkt über sein vergangenes Leben nach, über wahre und falsche Freunde, Laster und Freuden, Glück und verpasste Gelegenheiten.
Philip Roth versteht es, diese alte Thematik noch einmal packend neu zu erzählen. Sein Scharfblick und sein großes schriftstellerisches Können machen ein Erlebnis daraus, und Ihre Englischpraxis wird es Ihnen danken ...
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 05.03.2010, 16.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Weihnachtliche Sozialkritik
Ebenezer Scrooge ist wohl der bekannteste Geizhals der Welt. Allein dieser Name lässt einen schon frösteln. Der alte Grantler gehört zu den wichtigsten Figuren von Charles Dickens und begegnet uns dieser Tage wieder im Kino. Diesmal in 3D und verkörpert von Jim Carey. Er zeigt uns, wie er durch den Besuch von drei Geistern eine Persönlichkeitswandlung vom Bösen zum Guten vollzieht. „Eine Weihnachtsgeschichte“ heißt Charles Dickens berühmte Erzählung, auf der dieser Film beruht. Ich habe bislang nur den Trailer zum Kinofilm gesehen und fand Scrooge ziemlich düster und unheimlich. Und Dickens’ Erzählung selbst ist ja auch nicht ohne: Dem knauserigen alten Mann, der ohne Mitleid über die Armen und Benachteiligten der Gesellschaft urteilt, wird durch die drei Geister der Weihnacht gnadenlos der Spiegel vorgehalten.
In einer der Traum-Szenen in der Nacht vor Weihnachten erlebt Ebenezer Scrooge sogar seinen eigenen Tod und muss erkennen, dass ihm niemand nachtrauert. Er erkennt, wie unbeliebt er sein muss – als kalter, nur am Profit interessierter Geschäftsmann, der keine Almosen gibt und sich dem Elend anderer gegenüber verschließt.
Charles Dickens schlägt hier ganz deutliche sozialkritische Töne an, die auch für seine übrigen Werke charakteristisch sind. Denken Sie nur an „Oliver Twist“. Die Darstellung von Kinderarmut ist hier wirklich drastisch. Auch in „David Copperfield“ widmet sich Dickens dem Thema Kindheit. Kein Wunder, hatte doch Charles Dickens selbst eine harte Jugend in einer kinderreichen Familie, die zeitweise sogar im Londoner Schuldgefängnis leben musste.
Die Lektüre dieses englischen Klassikers lohnt sich auf jeden Fall. Bei Jokers haben wir eine Vielzahl an Titeln von und über Charles Dickens, in Deutsch und im englischen Original – selbstverständlich zu unwiderstehlichen, fast schon „Scrooge“-mäßigen Preisen.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 16.12.2009, 09.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL
A Christmas Keepsake
Ich merke vor allem an meiner kleinen Nichte, dass Weihnachten näher rückt: Die heute 11-Jährige hat schon einen eigenen Adventskalender für eine Freundin gebastelt. Ihre Freundin ist, genau wie sie selbst, zweisprachig aufgewachsen und hat auch einen amerikanischen Vater. Und so ist es für die beiden Mädchen ein tolles Erlebnis, Weihnachten nach deutscher und amerikanischer Art begehen zu können.Der Begriff „Advent“ tritt in Amerika allenfalls im kirchlichen Kontext auf. Adventskränze mit Kerzen gibt es nicht, dafür große Kränze aus Tannengrün, die mit einer dicken roten Schleife verziert die Haustüren schmücken. Jedoch wird meist bald nach Thanksgiving der Christbaum aufgestellt, der dann aber nur bis kurz nach dem Weihnachtsfest stehen bleibt. Weihnachtsbäume sind in den USA nicht überall anzutreffen wie bei uns. Vor allem in öffentlichen Schulen wird in nicht auf Weihnachten als religiöses Fest eingegangen. „Happy Holidays“, frohe Festtage, aber nicht: frohe Weihnachten wünschen dort die Lehrer ihren Schülern.
Für alle Kids, die des Englischen schon etwas mächtig sind, haben wir einen ganz besonders liebevollen Adventskalender im Angebot: Und ganz nach amerikanischer Art, wird dort doch Weihnachten am 25.12. gefeiert – und so finden sich 25 Überraschungen im Kalender. Denn unser Adventskalender ist ein Geschichten-Schatzkästchen mit 25 Mini-Büchern zum Herausnehmen und Aufhängen!
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 01.12.2009, 13.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Am besten im Original lesen
Können Sie sich vorstellen, dass man einem Klavier anstandshalber die Beine verhüllt, um dieses angeblich anzügliche „Körperteil“ des Instruments zu verdecken?Die viktorianische Zeit im England des späten 19. Jahrhunderts trieb solche absonderlichen Blüten. Natürlich, um die Moral der Bürger zu wahren... Unglaublich! Kein Wunder, dass Frauen, die es sich gesellschaftlich leisten konnten, immer häufiger dagegen rebellierten.
Die britische Schriftstellerin Virginia Woolf war eine von ihnen. Als Jugendliche stand sie noch unter dem Einfluss der viktorianischen Enge, später kämpfte sie vehement dagegen – im Leben und in ihren Büchern, wobei „Mrs Dalloway“ das wohl bekannteste ist. Das Werk wurde übrigens mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle verfilmt.
Virginia Woolfs damals experimentelle Schreibweise mit psychologischem Tiefblick und inneren Monologen ist noch heute einfach großartig. Nicht umsonst gehört sie zu den bedeutendsten Autorinnen der literarischen Moderne. Und sie war eine schillernde Persönlichkeit. Zusammen mit ihren Freunden der „Bloomsbury Group“ bekämpfte sie das britische Spießertum des frühen 20. Jahrhunderts. Die Gruppe bestand aus Künstlern, Intellektuellen und Wissenschaftlern. Im Londoner Stadtteil Bloomsbury fand man sich zu Diskussionen, Ausstellungen und Gesprächen zusammen – und hatte teilweise offene Beziehungen. Absolut skandalös in der damaligen Gesellschaft – man denke nur an die Klavierbeine ...
Trauen Sie sich ruhig, Virginia Woolf im englischen Original zu lesen: Das ist eine tolle und dabei nicht zu schwierige Leseerfahrung. Bei uns finden Sie eine schöne Auswahl ihrer Werke zum kleinen Preis.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 19.10.2009, 09.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Man on the moon: 40 Jahre Mondfieber
Mondlandung. Das Thema begeistert mich, wie Sie sehen können. Der Erden-Mond ist der bislang einzige Himmelskörper, der von Menschen betreten wurde. Die amerikanischen Apollo-Astronauten brachten 382 kg Mondgestein zur Erde. Auch die Russen „stahlen“ dem Mond einige Gramm: 300 g des Mondmaterials brachten sie mit den Raumsonden Luna 16, Luna 20 und Luna 24 auf die Erde.Apollo war nicht das erste Raumgefährt, das dem Mond einen Besuch abstattete: Schon 1959 besuchte ihn die sowjetische Raumsonde Luna 2. Doch das Ereignis, das in die Geschichte einging, war die erste Landung von Menschen auf dem Mond: am 20. Juli 1969. Die letzte menschliche Mondlandung fand im Dezember 1972 statt. Dann statteten ihm nur noch High-Tech-Geräte Besuche ab: Im Sommer 1994 wurde er sehr umfangreich durch das kleine Raumfahrzeug Clementine und dann noch einmal 1999 von Lunar Prospector kartographiert.
Am 20. Juli 1969 landete der "Eagle", die Mondfähre der Apollo 11, auf der Mondoberfläche und setzte im "Meer der Stille" auf. Rund 600 Millionen Fernseh-Zuschauer sahen auf ihren Schwarz-weiß-Geräten dabei zu, wie Neil Armstrong und Edwin Aldrin den Mond betraten. Zehn Jahre lang hatte die amerikanische Weltraum-Behörde NASA auf diesen Augenblick hingearbeitet, gut 25 Milliarden Dollar wurden in das Projekt investiert.
Seitdem wurde der kleine Trabant gut untersucht, wir wissen sehr viel über ihn: Der Mond zeigt eine schwache geologische Aktivität. Die von den Apolloastronauten installierten Seismometer registrieren jährlich etwa 500 „Mondbeben“. Die Mondbeben sind schwächer als die meisten Erdbeben. Die Stärke beträgt etwa 2 auf der Richterskala, einige der stärksten Mondbeben erreichten aber auch schon einen Wert von 5. Nicht eine irdische Plattentektonik, sondern der Gravitationseinfluss der Erde ist Ursache für die Mondbeben. Die Häufigkeitsspitzen der Beben liegen beim Apogäum- und Perigäum-Durchgang (alle 14 Tage).
Wer war der Mann, der als erstes menschliches Wesen seinen Fuß auf den Mond setzte? Neil Armstrongs Spruch wurde weltbekannt: "That´s one small step for a man, one giant leap for mankind." Ein anderes Zitat von ihm lautet: „I believe every human has a finite number of heartbeats. I don´t intend to waste any of mine.”
„First Man - The Life of Neil A. Armstrong” ist eine besonders detailreiche Biografie, die Sie den Mann hinter dem Astronauten verstehen lässt.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 05.08.2009, 10.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Struwwelpeter auf Englisch
Ganz schön wüst, Hoffmanns Geschichten! Da werden dem kleinen Konrad die Daumen abgeschnitten, ein Haus samt Paulinchen geht in Flammen auf und Robert wird vom Sturm auf Nimmerwiedersehen davongetragen. Ich wette, Sie erinnern sich auch noch an bestimmte Textstellen oder die recht drastischen Zeichnungen. Aus heutiger Sicht pädagogisch ein absolutes „No go“. Etliche Eltern möchten ihre Kinder mit solch rigorosen Erziehungsmethoden auf keinen Fall mehr konfrontieren.
Dennoch: der „Struwwelpeter“ gehört für mich zur Kindheit dazu, genau wie Michel aus Lönneberga und die Super-Göre Pippi Langstrumpf. Mit ihren antiautoritären Streichen sind die beiden Letzteren die Fortführung von Suppenkaspar und Zappel-Philipp. Heute würden die kleinen Quälgeister als hyperaktiv gelten, damals hieß das schlicht „unartig“.
Ich habe die Bücher von Heinrich Hoffmann im Regal stehen, zum einen aus nostalgischen Gründen. Und außerdem braucht man manchmal auch als Erwachsener im Alltag dieses anarchische Gefühl ...
Den „Struwwelpeter“ gibt es bei uns sogar auf Englisch – und natürlich zu einem Top-Preis:
Mehr Kinderbücher auf Englisch finden Sie hier:
http://www.jokers.de/1/1301000/for-children.html
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 09.07.2009, 08.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kinderlieb: Zum 200. Geburtstag von Heinrich Hoffmann
Als Weihnachtspräsent für den kleinen Sohn waren sie ursprünglich gedacht, die Bildergeschichten des Arztes Heinrich Hoffmann: Doch der im Jahre 1845 veröffentlichte „Struwwelpeter“ sollte weit mehr als einen kleinen Jungen erfreuen. Oder gehören Sie etwa zu den wenigen Menschen, die in ihrer Kindheit nicht mit dem reich illustrierten Buch in Berührung kamen?Als Kind faszinierten und erschreckten mich die Geschichten um den Daumenlutscher, dem der Daumen abgetrennt wird, oder das brennende Kind gehörig – und damit war ich bei weitem nicht allein. Heute wird diskutiert, ob die schaurigen Ge- schichten wirklich „kinderlieb“ sind. Übrigens: Unter diesem Pseudonym (Reimerich Kinderlieb) publizierte Hoffmann seinen „Struwwelpeter“.
Hoffmann verfasste die Geschichten, um die kindlichen Aggressionen seines Nachwuchses zu zügeln, heißt es. Naiv war Heinrich Hoffmann jedoch sicherlich nicht. Als Arzt war er ein Revolutionär, der als einer der ersten körperliche Ursachen für das so genannte „Irresein“ annahm und sich in einem harten Kampf für verbesserte Bedingungen in geschlossenen Anstalten für psychisch Kranke einsetzte. So wurde er zu einem Vordenker der modernen Psychiatrie.
Auch politisch war der Struwwelpeter-Autor sehr aktiv. Er gehörte 1848 zu den gewählten Mitgliedern des Vorparlaments in der Frankfurter Paulskirche und war an der Vorbereitung der ersten deutschen Nationalversammlung beteiligt.
Am 1. Mai jährte sich der Geburtstag des Mediziners, Politikers und Autors zum 200. Mal. Seinen wohl bekanntesten Nachlass, den „Struwwelpeter“, haben wir nun in englischer Ausgabe im Angebot!
(geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 27.05.2009, 08.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kinder der Nacht
Die letzten Ferien hier in Bayern sind gerade ein paar Tage vorbei. Da sollte man ja eigentlich erwarten, dass Schüler wie Lehrer nun gleichermaßen erholt in den Alltag starten, aber weit gefehlt: Meine Schwester, die Englisch an einem Gymnasium unterrichtet, und meine Nichte in der 5. Klasse sind beide richtig, richtig geschafft von der freien Woche. Nicht etwa, weil sie so oft auf Karnevalsfeiern gewesen wären, nein: Beide hat der Vampir-Virus erwischt. „2.500 Seiten habe ich gelesen, ich bin sooo müde, ich habe nie vor halb 2 Uhr geschlafen“, klagt mir meine Schwester ihr Leid, und meine kleine Nichte schaut auch ziemlich übermüdet aus der Wäsche. Auf stolze 500 Seiten hat es das junge Fräulein gebracht. Was mich dabei so überrascht, ist, dass Mutter wie Tochter zur Zeit dem selben Thema verfallen sind: Vampirgeschichten.
Auf meine Frage, ob sie nicht Arbeiten hätte korrigieren müssen, erwidert meine Schwester schlau, dass sie durchaus mit ihrer Lektüre etwas zur Vorbereitung auf das weitere Schuljahr getan hätte. Zum einen, weil Vampir-Geschichten gerade der Hit bei Kindern und Jugendlichen sind (man muss ja auf dem Laufenden bleiben!) und zum anderen, weil sie zahlreiche der Stories auf Englisch gelesen hat. Und das trägt ja zur Weiterbildung in ihrem Unterrichtsfach bei!
Ich schmunzle und stimme ihr zu. Was ich nicht erzähle: Dass ich selbst ein paar Kurzgeschichten in „Children of the Night: Classic Vampire Stories“ gelesen habe – ohne eine Ausrede zu haben.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 22.04.2009, 08.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die schönste Liebesgeschichte der Welt
In der früheren DDR gehörte es zur Schulliteratur, auch in Frankreich kommt es einem Dauer-Bestseller gleich: das Buch "Dshamilja" von Tschingis Torekulowitsch Aitmatow ist nur hierzulande nicht allzu bekannt. „Dshamilja“ ist das erste und das mit Abstand verbreitetste Werk des kirgisischen Autors, der am 12. Dezember 1928 in Scheker im Talas-Talm geboren wurde und erst letztes Jahr am 10. Juni 2008 in Nürnberg starb.
I
ch selbst habe den Roman erst kürzlich gelesen: Liebesgeschichten sind normalerweise nicht so ganz nach meinem Geschmack, selbst, wenn sie Weltklasse haben. Aber meine Frau legte mir „Dshamilja“ so ans Herz, dass ich das Büchlein schlussendlich doch zur Hand nahm. Und in einem Rutsch durchlas.
Jede Zeile ist reinste Poesie. Und ich weiß nicht wieso meine Assoziationen einen solch unverständlichen Weg gehen, aber diese Erzählung erinnert mich an die Gedichte von John Donne.
“No man is an island, entire of itself; every man is a piece of the continent, a part of the main. If a clod be washed away by the sea, Europe is the less, as well as if a promontory were, as well as if a manor of thy friend's or of thine own were. Any man's death diminishes me because I am involved in mankind; and therefore never send to know for whom the bell tolls; it tolls for thee.”
„Niemand ist eine Insel, in sich selbst vollständig; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinentes, ein Teil des Festlands. Wenn ein Lehmkloß in das Meer fortgespült wird, so ist Europa weniger, gerade so als ob es ein Vorgebirge wäre, als ob es das Landgut deines Freundes wäre oder dein eigenes. Jedes Menschen Tod ist mein Verlust, denn mich betrifft die Menschheit; und darum verlange nie zu wissen, wem die Stunde schlägt; es gilt dir selbst.“
Das ist eines der bekanntesten Zitate des englischen Dichters, der bereits anno 1631 starb. Zum Sonderpreis von nur EUR 2.95 bieten wir Ihnen „Hier lieg ich von der Lieb erschlagen“, eine zweisprachige (englisch-deutsche) Sammlung seiner schönsten Gedichte.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
Jokers 29.01.2009, 10.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Englisch ganz leicht
Eine Freundin war bis vor kurzem auf Jobsuche. Nach Dutzenden von Bewer- bungen, die sie verschickt hatte, wurde sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Klar, dass die Freude erst mal groß war – bis sie in dem Schreiben las, dass das Gespräch auf Englisch geführt werden sollte. Die Firma ist nämlich ein Tochterunter- nehmen einer amerikanischen Groß- firma. In der Schule hatte sie viele Jahre Englisch gelernt: Ob ihr Englisch wohl für das Gespräch ausreichte? Sicher war sie sich nicht. Aber wie sollte sie auf die Schnelle ihren aktiven und passiven Wortschatz aufpolieren? Dass sie gerade keine Zeit hatte, nächtelang Vokabeln zu pauken, war auch nicht gerade von Vorteil.
Als sie neulich bei uns zu Besuch war, stolperte sie fast über einen Stapel alter Taschenbücher, die wir aussortiert hatten: Wir wollten sie an die Kinder unserer Freunde verteilen, die Lesestoff für die Ferien brauchten. Viele englische und amerikanische Romane und Krimis befanden sich unter der Urlaubslektüre- meine Frau ist leidenschaftlicher Thrillerfan. Vorzugsweise liest sie die Krimis im Original. Über diesen Stapel fiel also unsere Bekannte – und jubelte auf: Hatte sie gerade einen Thriller ihrer Lieblingsautorin French entdeckt. Auf Englisch!
So schlug sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Der spannende Krimi half ihr über die Aufregung vor dem Vorstellungsgespräch hinweg – denn wer Mörder jagt, hat wohl vor künftigen Chefs keine Angst. Und ganz nebenbei polierte sie ihr Englisch auf – und bekam ihren Traumjob. Ungelogen!
Englische Krimis bei Jokers
Jokers 20.07.2006, 15.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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