Jokers Blog Deutschland

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Thema: Jokers intern

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Mein Einstieg ins Azubi-Leben

Lautes Klingeln ok, was ist denn jetzt los? Der Wecker zeigt: 01.09.2011 - 06:00 Uhr! Was, so früh? Genau, heute beginnt meine Ausbildung! Wie Sie schon sehen, war es eine große Umstellung, wieder täglich früh aufzustehen. Nach dem Schulabschluss waren nämlich erst mal drei Monate Zeit zum Nichtstun. Aber an besagtem Morgen war das dann (leider) vorbei. Doch da der Mensch sich ziemlich schnell an Dinge gewöhnt, wurde das nach kurzer Zeit schon Normalität.


Der erste Tag war natürlich sehr aufregend alles neu, keiner da, den man kennt und ein viel zu großes Haus mit vielen Gelegenheiten, sich zu verlaufen. Ich war schon sehr froh, es zu der richtigen Uhrzeit an den richtigen Ort geschafft zu haben: Dort wo sich alle treffen sollten.


Nach einer Einführungspräsentation ging es dann auch schon in die erste Abteilung. Gefühlte 100 verschiedene Namen und natürlich Personen, wurden mir dort vorgestellt. Drei davon konnte ich mir immerhin bis zum nächsten Tag merken - und sogar den richtigen Personen zuordnen! Ja man konnte allerdings nach dem 1. Tag behaupten: zu viel Information...


Nach kurzer Zeit hatte ich mich aber schon gut »eingelebt«. Danken muss ich den vielen hilfsbereiten Mitarbeitern. Es hat mich sehr überrascht, dass ich direkt in die Arbeit eingebunden wurde. Ich musste nicht stundenlang neben jemandem sitzen, um bei irgendetwas zuzuschauen. Das führte dann dazu, dass mir die Arbeit wirklich sehr viel Spaß gemacht hat. Der Tag war schneller vorbei, als gedacht. Ganz anders als im Schulleben, wo man den ganzen Tag nur auf seinem Stuhl sitzt und zuhören muss.


Nach vier Wochen war die Freude dann vorerst vorbei. Das Prinzip der Dualen Ausbildung sieht vor, dass man als Auszubildende/r auch die Berufsschule besuchen darf. Weil wir alle so gerne reisen, steht unsere Schule natürlich weit weg. Das brachte dann meinen Wecker dazu, mir vier Wochen lang morgens beim Aufstehen 05:00 Uhr anzuzeigen. Da ich schon vor einigen Jahren aufgehört hatte, um 21 Uhr ins Bett zu gehen, war ich morgens dann natürlich dementsprechend müde. Wussten Sie, wie schwierig es sein kann, seine Haltestelle nicht zu verschlafen? Und das selbst, wenn der Zug dort endet? Zum Glück habe ich es bis jetzt immer geschafft aufzuwachen, bevor der Zug wieder Richtung Heimat gefahren ist. Kurz vor Unterrichtsbeginn (8:30 Uhr) war ich in der Schule. Die Begeisterung für unser Klassenzimmer im 3. Stock können Sie sich jetzt sicherlich auch vorstellen.


Trotz des langen Reisewegs war aber auch der erste Berufsschulblock eine interessante Erfahrung. Der Unterricht selbst ist meist sehr interessant und wir lernen auch viele alltägliche Dinge. Hätten Sie gewusst, wer Lidl gegründet hat, was die Aldi-Brüder dazu brachte, sich in Nord und Süd aufzuteilen oder was hinter der Geschichte von Adidas und Puma steckt? Also wir wissen es jetzt zumindest.


Wenn ich Schule und Arbeit vergleiche, gewinnt definitiv die Arbeit. Und das natürlich nicht nur wegen der kürzeren Anreise. Ich freue mich auf die Ausbildungszeit bei Jokers!


Geschrieben von Ramona Ratschker


Buch "Bewerben für die Ausbildung" bei Jokers


30.11.2011, 15.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Jokers kommt in die Seppel-Glöckert-Passage!

Jokers_2.JPGMainz ist bekanntlich die Heimat der Medien-Revolution. Hier weiß man ein gutes Buch zu schätzen. Und so gibt es kaum einen besseren Ort für eine Buchhandlung als die Gutenberg-Stadt. Deshalb öffnet im September eine frisch herausgeputzte Jokers-Filiale in der Seppel-Glöckert-Passage ihre Tore! Und weil die Mainzer in Sachen Buch sehr verwöhnt sind, wird Ihnen allerhand geboten: Da gibt es Taschenbücher für 2,99 Euro - oder am besten nehmen Sie gleich 5 zum Preis von 4. Da gibt es Bücher zu gewinnen und zwar so viele Sie tragen können. Und es gibt unglaubliche Bücher-Schnäppchen zur Eröffnungsfeier vom 1. - 4. September. Lassen Sie sich überraschen, was sich bei Jokers sonst noch alles entdecken lässt!

Jokers_1.JPGWer von unseren tollen Angeboten einfach nicht genug kriegt, kann auch am verkaufsoffenen Sonntag von 13 -18 Uhr am gemütlichen Lesetisch Platz nehmen. Jokers-Filialleiterin Petra Schiffl lädt alle Bücherfreunde ein, dort zu verweilen und nach Herzenslust zu schmökern. Vom spannenden Thriller bis zur Weltliteratur, vom bunten Bilderbuch bis zum Lexikon, von der Musik-CD bis zum Kino-Film: Hier finden alle preisbewussten Genießer das Passende - und vielleicht sogar ein zweites Zuhause...

20.09.2011, 12.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Goldene Schallplatte« für Jokers Programmleiterin

Dass kluge Leute bei Jokers nicht nur Bücher, sondern auch jede Menge Hörbücher kaufen, ist ja bekannt. Wie beliebt die »Literatur für die Ohren« tatsächlich ist, wurde uns durch den Inhalt eines Paketes veranschaulicht, welches die Jokers-Zentrale kürzlich erreichte.


Es enthielt eine goldene CD auf schwarzem Grund, hinter Glas in einen weißen Rahmen gefasst. Random House Audio, einer der großen Hörbuch-Verlage, bedankte sich damit bei der Jokers-Programmleiterin Monika Birth für 1 Million (!) gemeinsam vermarktete Tonträger zwischen 2007 und 2011. Herzlichen Glückwunsch!


Nun wird eine Goldene Schallplatte normalerweise ja dem Künstler verliehen. Die o.g. Auszeichnung ist dagegen eher inoffizieller Art, ein augenzwinkernd überreichtes kleines Geschenk unter Geschäftspartnern.


Und hier stolpere ich prompt über eine Wissenslücke: Wer verleiht eigentlich die »echten« Goldenen Schallplatten? Das Kultusministerium? Die »Bravo«? Nutzt man in Stuttgart dafür Volksabstimmungen (aussichtsreichster Kandidat: Dylans »Slow Train Coming«, gecovert von Headstation21), für die das Quorum auf die Mitgliederzahl der Regierungspartei gesenkt wurde?


Nein! Es sind die Plattenfirmen selbst, die ihren Künstlern die werbewirksamen Scheiben verleihen. Natürlich werden die zugrunde liegenden Verkaufszahlen von unabhängigen Prüfern kontrolliert. Gold in der Rubrik »Album« gibts z.B. in Deutschland für 100.000 verkaufte Exemplare. Für 200.000 gibts Platin. In anderen Ländern weichen die Zahlen, mehr oder weniger entsprechend der Bevölkerungszahlen, ab. Wissenslücke geschlossen.


Autor: Gerald Wunder


Hörbücher bei Jokers



03.08.2011, 08.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Einfach kann's jeder - Babyglück im Doppelpack

Linus&Lotta.JPGHelga Schröck, unsere Kollegin aus der Steuerung, ist frisch gebackene Mama von Zwillingen: Linus und Lotta halten die Familie nun täglich (und allnächtlich) auf Trab. Die Nachricht von Zwillingen war anfangs, bei aller Freude, erst mal zu verdauen. Wie soll man das schaffen - mit Beruf, Haushalt und Vorschul-Kind?


Zum Glück war Helga schon immer perfekt im Organisieren. Denn bei Zwillingen ist Multitasking gefragt: Zwei mal wickeln, anziehen, füttern, wiegen, spielen, trösten, wieder wickeln, in den Kinderwagen befördern, zum Kinderarzt, Krabbelgruppe oder Babyschwimmen bringen usw. Was manche Mutter schon bei einem Kind ins Schwitzen bringt, ist für Helga inzwischen alltägliche Routine. Wenn ein Zwilling Hunger hat, will der andere schlafen. Hat der eine gerade noch selig mit Mama gekuschelt, will der andere nun endlich auch ihre ganze Aufmerksamkeit. Das Geschrei lässt da nicht lange auf sich warten...


Gut, dass Linus der eher ruhigere Charakter ist und seiner Schwester Lotta gerne mal den Vortritt lässt. Die dritte im Bunde, Annika, ist mit ihren 5 Jahren schon ganz routinierte große Schwester. Am liebsten zeigt sie den Kleinen ihre Bilderbücher. Und ausnahmsweise dürfen sie auch mal mit Annikas Teddy spielen. Aber nur ganz kurz, schließlich ist das ja IHR Teddy!


Demnächst wird die Dreifach-Mutter in ihrem Heimatort einen Zwillings-Treff ins Leben rufen. Der Bedarf an Kleidung wie Rat ist groß. Und manchmal tut es einfach gut zu hören, dass auch andere Eltern immer mal wieder an ihre Grenzen kommen. Geteiltes Leid und doppelte Freud eben.


Wir haben Helga befragt, wie das Leben mit Zwillingen so aussieht:


Wie waren die ersten Reaktionen nach Bekanntgabe deiner Schwangerschaft?

Helga: Oh je, müssen es gleich zwei sein? Mein Mann hat die Sache übrigens viel cooler aufgenommen als ich. Ich hatte sofort Angst vor der bevorstehenden Schwangerschaft.


Wie füttert man Zwillinge - parallel oder hintereinander?

Helga: Meist gleichzeitig -  ein Löffelchen für Lotta, ein Löffelchen für Linus. Und wer zuerst schreit bekommt den ersten Löffel.


Wie erledigt ihr die Einkäufe?

Helga: Immer alleine. Seit die Twins da sind, machen wir Wocheneinkäufe.


Wie gefällt Annika das Leben als große Schwester?

Helga: Sie ist eine super große Schwester und spielt gerne mit den Babys. Nur wenn beide schreien und sie für Abwechslung sorgen soll, mag sie meistens nicht...


Was musstet ihr euch noch zulegen an Baby-Ausstattung?

Helga: Einen extra großen Laufstall mit Matratze statt dem Stubenwagen. Dazu zwei Babyschalen und einen zweiten Hochstuhl zum Füttern sowie ein zusätzliches Bettchen. Zum Glück konnten uns Freundinnen noch mit viel Kleidung aushelfen.


Thema Schlafen: Wecken sich die Zwillinge nicht gegenseitig auf?

Helga: Seit ca. 2 Monaten haben Linus und Lotta jeweils ein eigenes Bettchen in einem Zimmer. Zum Glück wecken Sie sich sehr selten gegenseitig auf. Manchmal kommt es vor, dass sie in der Früh gleichzeitig wach werden. Dann brabbeln sie miteinander noch ein Weilchen, so dass ich noch 10 Minuten länger liegen bleiben kann...



Was ist mit Zwillingen anders?

Helga: Wir brauchten ein neues Auto wegen der drei Kindersitze. Aber ich liebe meinen neuen Bus! Und wenn die Zwillinge älter sind und jeder ein eigenes Zimmer benötigt, dann müssen wir Eltern wohl in den Keller ausweichen.


Die letzte Frage: Wann hast Du eigentlich das letzte Mal ein Buch gelesen?

Ich lese jeden Abend - zur Zeit "Und verführe uns nicht zum Bösen" von Claus Cornelius Fischer.


Aber nach spätestens einer Seite schlaf ich ein...


Literatur zum Thema:


Erich Kästner: Das doppelte Lottchen



Lydia Hauenschild: Zwillinge, die doppelte süße Last - Ein Ratgeber für die Monate vor und nach der Geburt





01.08.2011, 08.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der literarische Stammtisch 2

Fast überall, wo über Bücher geredet wird, ist Stieg Larsson ein Thema immer noch. Auch in der Augsburger Cocktailbar im Schatten des Jakobertors, wo einige Jokers-Mitarbeiter ihre Freizeit verbringen (siehe Jokers Blog-Beitrag »Der literarische Stammtisch«).


Die Begeisterung über »Verblendung«, »Verdammnis« und »Vergebung« war auch am literarischen Stammtisch groß. Geradezu verschlungen haben die Bier- und Bücherfreunde die drei Bände. Auch wenn fast zeitgleich Verfilmungen in TV und Kino zu sehen waren. Die seien zwar »nicht schlecht«, aber doch »kein Vergleich zu den Büchern«.

 


Ich selbst bitte um Vergebung, dass ich aus Verblendung noch kein Stieg-Larsson-Werk gelesen habe. Obwohl ich alle drei Bände mittlerweile besitze. Aber ich hatte mich am Oster-Wochenende, als ich eigentlich auch endlich die umjubelten Bücher lesen wollte, kurzfristig für einen James Ellroy entschieden: »Blut will fließen«.


Wie das geschehen konnte? Ich griff mir einen der drei Larssons auf meinem Schreibtisch und erwischte »Verdammnis«. Ich schlug zufällig die zweite Seite des ersten Kapitels auf und las in der Mitte der Seite:»Für Musik hatte sie sich noch nie im Geringsten interessiert und konnte Sven-Ingvars nicht von Nick Cave unterscheiden, aber die steel pans faszinierten sie irgendwie. Es schien so abwegig, ein Ölfass zu stimmen, und noch abwegiger, dass man ein Fass dazu bringen konnte, kontrollierbare Töne von sich zu geben, die mit nichts anderem zu vergleichen waren.«


Blut_will_fliessen.jpgSollte das meine Lektüre für die nächsten vier Tage sein? Aber da lag ja auch noch das ebenfalls ungelesene »Blut will fließen«. Also schlug ich zum Vergleich auch hier die zweite Seite des ersten Kapitels auf und las in der Mitte der Seite: »Die Stirn des Sicherheitsmannes explodierte. Die zwei anderen Sicherheitsleute tasteten ungeschickt nach ihren Halftern. Die Maskierten schossen ihnen in den Rücken. Die Sicherheitsleute bäumten sich auf und fielen nach vorn. Die Maskierten schossen ihnen aus nächster Nähe in den Kopf. Die dumpfen Schläge und der Klang berstender Schädel erzeugten ein gedämpftes Echo.«


Nun bin ich gar kein Fan von übermäßiger literarischer Gewalt. Doch wenn ein Krimi mit philosophischen Betrachtungen über klingende Ölfässer beginnt, die fürs Verständnis der Handlung oder der handelnden Person völlig irrelevant sind (das behaupte ich mal ganz frech, auch ohne weiter gelesen zu haben), wende ich mich zunächst dem Buch zu, das auf sowas verzichten kann. Auch wenn Ellroy gewöhnungsbedürftig ist.


Geschrieben von Gerald Wunder





10.06.2011, 16.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Tiere essen in der Mittagspause?

Schwein.jpgAbschied von der Currywurst. In meiner Kindheit war sie Tradition: die Currywurst. Nach jedem längeren Bummel in der Stadt. Tja damals. Als die Schweine noch rosa und blauäugig waren. Doch heute ist alles anders. Vorbei die Zeiten des unschuldigen, weil unwissenden Genusses. Mir ist der Appetit vergangen. Gründlich!


Neulich in der Mittagspause war es wieder DAS Thema: Wie du isst kein Fleisch? WIESO DENN DAS? Bist du jetzt Vegetarierin oder was? Kein Fleisch zu essen gilt - selbst unter erklärten Tierfreunden - immer noch als uncool. Da hilft selbst der derzeitige Medienhype zum Thema Vegetarismus nichts. Oder die Verstärkung durch (von den Kollegen allseits bewunderten) Autoren wie Jonathan Safran Foer oder Karen Duve. Auch der nun endlich prominent gewordene Publizist und studierte Philosoph Richard David Precht hatte schon 1997 die glorreiche Idee, unser ambivalentes Verhältnis zu den Tieren unter die Lupe zu nehmen. Auf der einen Seite geben wir wie kaum ein anderes Volk Milliarden für unsere (nicht selten liebsten) Familienmitglieder, die Haustiere, aus Tendenz steigend. Auf der anderen Seite will kaum ein Volk weniger für fleischliche Kost bezahlen als wir.


In seinem Buch Noahs Erbe. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen (inzwischen nur noch antiquarisch erhältlich) hinterfragt Precht ganz unsentimental unsere Unterscheidung zwischen Tier und Mensch. Er nennt Fakten, zitiert aus dem BGB und argumentiert sachlich überzeugend. Die unappetitlichen Details der Massentierhaltung hat er seinen Lesern im Gegensatz zu Foer und Duve weitgehend erspart. Seine Begründung: Wir wüssten ja genug über die Zustände, wollten sie jedoch nicht wahrhaben.


Korrekt! Wir wollen es nicht wahrhaben. Ich auch nicht. Deswegen werde ich mir auch Duve & Co. ersparen. Lieber werde ich gleich zum Vegetarier - ohne grausame Bilder im Kopf und folgende Brechreiz-Attacken. Aber vielleicht braucht es erst die drastische Darstellung des Leidens von Tieren, damit sich auch in bislang überzeugten Fleischessern und reinen Gewohnheitstieren etwas bewegt.


Versucht hat das Bernhard Grzimek schon im Jahr 1965: Der Zoo-Direktor und Tierfilmer hatte keine Scheu, die bestialischen Methoden der industriellen Geflügelschlachtung oder das brutale Schlachten von Robbenbabys zu dokumentieren (natürlich illegal). Damit schockte er zwar die ganze Fernseh-Nation doch viel hat sich seitdem nicht geändert.


Inzwischen ist es sogar wieder Mode, Pelz zu tragen wenn auch nur als kuschelige Deko für den Saum der Polyester-Kapuze. Dass dafür ja nur (niedliche) Waschbären getötet werden oder Marderhunden (in Asienauch Haushunden und Katzen) zum Teil bei lebendigem Leibe der Pelz vom Körper abgezogen wird, verdrängen modebewusste Menschen gerne. Oder halten so was für ein Ammenmärchen.Wer es genau wissen will:


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,242477-2,00.html



Ja,ja - die Natur ist grausam. Und der Mensch ist ein Teil der Natur. Er ist leidensfähig und grausam zugleich. Doch bevor Sie jetzt falsche, weil fatalistische Schlüsse ziehen: Nicht nur der Mensch, auch Tiere sind leidensfähig. Wissenschaftlich inzwischen unbestritten. So argumentiert auch der Tierethiker Helmut F. Kaplan: Je weniger Leiden, desto besser. (...) Ethische Ideale werden nicht dadurch unsinnig, dass sie nicht vollständig verwirklicht werden können. (SPIEGEL 3/2011, S.45)


Tja denken Sie sich jetzt: Schon wieder so eine Gutmenschin. Pfui Deibel! Ja,ich gestehe: Auch ich will gut sein. Ich will nicht mehr nur auf spätrömisch-dekadente Art zartes Kalbsfilet, knusprige Hähnchenkeulen oder würzigen Schwarzwälder-Schinken goutieren.


Wenn, dann muss alles verwertet werden: vom Ochsenschwanz über das Kuhauge bis zum Schweineohr und auch der Hasenfuß. Aber tut mir leid da vergeht mir dann doch der Appetit. So was überlass ich dann lieber meinem Hund. Der ist wenigstens ein richtiges Raubtier und per definitionem Fleischfresser (Carnivora kommt übrigens von: caro, carnis Fleisch und vorare verschlingen.) Dabei hat er auch überhaupt kein schlechtes Gewissen. Garantiert.


Aber bitte: Verlangen Sie jetzt nicht von mir, dass ich konsequenterweise auch noch meinen Hund abschaffen soll. Der will schließlich auch leben. Wie war das noch mal mit den überzähligen Wildschweinen in hiesigen Wäldern? Da hätte man sich doch gleich noch das Agility-Training gespart. Aber stopp! Ich fang jetzt nicht noch an, über Sinn und Ethik der Jagd zu sinnieren. Vielleicht im nächsten Blog...


Geschrieben von Anne Eichmann.


Literatur für (potentielle) Vegetarier:


Kochbücher für Vegetarier bei Jokers:


http://www.jokers.de/9/vegetarisch.html?tt=1&ts=1


Alfred Biolek/Eckart Witzigmann: Unser Kochbuch - Vegetarisch. Verlag Tre
Torri:

http://www.weltbild.de/3/15818549-1/buch/unser-kochbuch-vegetarisch.html#produktbeschreibung


Bernhard Kathan: Zum Fressen gern. Zwischen Haustier und Schlachtvieh. Kulturverlag Kadmos :


http://www.weltbild.de/3/14391857-1/buch/zum-fressen-gern.html



Bild: © Kerstin Nimmerrichter/PIXELIO.DE



14.04.2011, 11.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Martin Knauth weiß, was Bücher-Fans wollen

Knauth.JPGHabe Sie sich schon einmal gefragt, welche Köpfe eigentlich hinter den tollen Angeboten bei Jokers stecken? Tag für Tag arbeitet ein eingeschworenes Team begeisterter Bücherfreunde daran, andere Bücherfreunde mit dem Besten aus Film, Buch und CD zu versorgen. Jetzt können Sie uns mal kennen lernen: Nach und nach stellen sich die Jokerianer vor und plaudern ein bisschen aus dem Nähkästchen.


Heute stelle ich Ihnen Martin Knauth vor, den Mann, der weiß, was Bücher-Fans wollen. Früher traf er in der Augsburger Jokers-Filiale den Geschmack der Kunden - heute tut er das vom Schreibtisch aus. Ständig hält der Filialmanager Augen und Ohren offen für interessante Themen und Ideen. Mit dem richtigen Riecher wählt er dann das Sortiment der Filialen aus, stellt Themen-Tische zusammen und koordiniert das Filial-Marketing. Ein besonders feines Näschen beweist er regelmäßig fürs Antiquariat. So ist Martin Knauth auch immer der Mann der Stunde, wenn für Jokers-Gewinnspiele wertvolle Buch-Preise ausgesucht werden.


Martin Knauths persönliche Leidenschaft gilt dem Hörbuch. Deshalb gibt es in Jokers-Filialen auch eine bessere Auswahl als bei vielen anderen: Jokers ist in Sachen Hörbuch ein echter Geheimtipp und dabei auch noch so günstig. Am Liebsten hört der gelernte Buchhändler die Werke von Sir Peter Ustinov. Den hat er sogar schon persönlich getroffen natürlich bei einer Lesung im Buchladen: »Super Auftritt, cooler Typ, ein echtes Vorbild.«


Privat entdeckt der Metropolen-Fan gerne die Großstädte dieser Welt. Sein großer Wunsch: einmal in eine New Yorker Jazz-Bar gehen.


http://www.jokers.de/3/16073902-1/hoerbuch/was-ich-von-der-liebe-weiss-3-cds.html


04.03.2011, 16.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Meine Tochter will nicht schlafen

Viele Jahre war ich eine ausgesprochene Vielleserin und Langschläferin. Bis sie kam: meine allerliebste, bezaubernde, wundervolle Tochter. Vielleicht sind wir selbst schuld. Vielleicht hätten wir sie nicht Lilith nennen sollen. (Lilith bekannt als erste Frau Adams, aber auch als babylonischer Sturm- und Nachtdämon, wie wir später lasen. In der Luther-Bibel spukt Lilith auch gerne als Nachtgespenst herum.) Aber jetzt ein Jahr nach ihrer Geburt und 365 durchwachten Nächten ist es zu spät. Sie ist und bleibt Lilith, unser kleiner, ganz persönlicher Nachtdämon.


Alle 3-4 Stunden kommt er wieder: der exklusive Mama-Papa-hallo-wach-Weckruf. Vielleicht bereitet unserer Tochter ja jeder einzelne durchbrechende Milchzahn länger Schmerzen als anderen Kindern. Vielleicht hat sie Bauchweh - ja gar eine Laktose-Intoleranz? Oder frühkindliche Alpträume? Oder ihr ist kalt! Oder zu heiß! Der Schlafsack ist vielleicht zu eng. Und Durst hat sie sowieso immer.


Wir haben alles probiert. Als Erstes die Spieluhr: Ein besonders schönes Modell in Ponyform wurde schon pränatal auf den dicken Mamabauch gelegt. Melodie: Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein. Die ersten Monate wurde das aufgezogene Schlaftier auch immer mit einem Strahlelächeln (Ha das kenn ich!) begrüßt. Allerdings regte die Melodie unsere Madame eher zu einem kleinen Boogie-Woogie an als zum Schlafen.


Der nächste Versuch: Selber singen. Leider war die Stimme aufgrund des schlafentzug-geschwächten Immunsystems von Papa und Mama nicht mehr besonders wohlklingend und mutierte durch temporäre Husten-Stakkato-Einlagenzu einem etwas merkwürdig anmutenden Lullaby-Rap. Fand unsere Tochter nur wenig einlullend und wurde mit noch lauterem Geschrei eindeutig als Zumutung abgelehnt.


Vielleicht im Auto durch die Stadt kutschieren? Bitte wir wohnen in der Umweltzone. Und unter Tempo 100, am besten auf der Buckelpiste, denkt Prinzessin nicht im Entferntesten ans Einschlummern. Die motorisierte Häwelmann-Fahrt wurde also gleich wieder mangels Effizienz und Umweltfreundlichkeit gestrichen.


Hängematte? Unsere Zimmerdecken sind seit über 100 Jahren mit Kieselsteinen und Stroh gefüllt - zu riskant! (A propos: Hat eigentlich noch niemand an Schutzhelme für Babys gedacht? Auch beiWickelkommoden-Stürzen und Kopfstoß-Wutattacken nicht ganz unsinnig... Aber das ist eine andere Baustelle - zurück zum Thema!) Herumtragen? Keine Zeit für ausgleichende Rückengymnastik im teuren Fitness-Studio. Außerdem knarzen unsere Holzdielen lauter als jeder Wecker.


Nach diversen schallgedämmten Nächten (dank Oropax) gab uns ein Nachbar einen heißen Tipp: Einfach zwei Nächte lang durchschreien lassen dann wird sie ganz sicher durchschlafen! Wir waren sehr versucht - aber wer bezahlt dann die Trauma-Therapie beim Kinderpsychologen? Nee nee!


Jetzt haben wir uns auf folgendes geeinigt: Eine Nacht hält Papa im Kinderzimmer Händchen die nächste Mama. Vorteil: Das Kind leidet nicht unter Verlassenheitsängsten. Der Händchenhalter kann neben dem Kinderbettchen liegend - ausgerüstet mit Stirnlampe und einem guten Buch vor der Nase - entspannt liegen bleiben. Und der Partner kann ohne Gewissensbisse entspannt durchschlafen. Weiterer Vorteil: Man kann endlich mal wieder stundenlang lesen! Was wollen Eltern mehr?!


Geschrieben von Anne Eichmann.




24.02.2011, 09.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Katzen würden bei Jokers kaufen

Wenn Katzen lesen könnten, sie würden bei Jokers kaufen - davon bin ich mittlerweile überzeugt. Nicht etwa, weil Katzen als besonders preisbewusst bekannt sind und schon gar nicht, weil das Jokers-Angebot für die Katz’ wäre. Nein: Katzen lieben die Versandkartons, in denen die Jokers-Bücher ausgeliefert werden.

 

Katze_fertig.jpgEine Behauptung, die durch ein gutes halbes Dutzend Fotografien belegt wird, die wir von Bücherfreundinnen und Bücherfreunden zugeschickt bekamen. Da gibt’s zum Beispiel die Katze aus Ansbach, die sich in einem Jokers-Karton eingerichtet hat und ihr neues Zuhause mit grimmigem Blick verteidigt. Oder den Kater, der auf einer solchen Schachtel Ruhe und Entspannung findet: „Das ist der absolute Lieblingsschlafplatz unseres Katers, die Kiste dürfen wir weder wegnehmen noch verrücken“, schrieb uns Herr Achtmann.

 

Nun gibt es in der Jokers-Belegschaft jede Menge Katzen-Fans. Und natürlich haben einige Kollegen die Wirkung der Versandkartons an den eigenen Samtpfoten getestet. Sie ließen also ein paar alte Jokers-Schachteln an Plätzen rumstehen, die ihre Katzen eigentlich nicht mochten. Und siehe da: Vier von fünf Kollegen berichteten, dass ihre vierbeinigen Mitbewohner die Kartons als Ruhezonen angenommen hätten. Eine der Katzen würde sogar den Deckel heben, in den Karton hineinschlüpfen und den Deckel dann bis auf einen Sehschlitz wieder zuschieben. Einen Beweis für dieses Kunststück blieb die Kollegin bislang allerdings schuldig.

 

Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, warum gegen die Jokers-Versandkartons sogar aufwändige, flauschig-weich ausgelegte „Katzen-Villen“ abstinken. Die meisten Befürworter hat diese These: „Auf die Größe kommt es an!“ Vier von fünf der oben genannten Tester hatten nämlich Kartons in der meistgenutzten Standard-Größe verwendet. Sie scheint für die normalgroße Katze ideal in Bezug auf Ausmaß und Stabilität zu sein: Innen ist der Karton weder zu eng noch zu weitläufig. Und legt die Katze sich oben drauf, gibt der Deckel etwas – aber nicht zu viel – nach. Der kleinere Karton, den Kollege Nr. 5 testete, war dagegen wohl etwas zu unbequem und wurde lediglich markiert.

 

Fazit: Denken Sie an Ihre Katze – bestellen Sie immer so viel, dass der Versandkarton zur Größe der Mieze passt...


02.12.2010, 10.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gewinnspiel: Keine Siege ohne Ziege - bitterböse Satire

ab 4. März in den Kinos!

Filmplakat„Männer, die auf Ziegen starren“: Alleine der Titel des Kinoregiedebüts des Schauspielers und Produzenten Grant Heslov deutet darauf hin, dass das Publikum ein ziemlich ungewöhnlicher Film erwartet. Und tatsächlich sucht diese Adaption des gleichnamigen Sachbuchs des britischen Journalisten Jon Ronson ihresgleichen. Die wahre Geschichte um den Versuch des US-Militärs, Soldaten mit übersinnlichen Fähigkeiten auszubilden, ist Futter für eine politisch inspirierte Satire. Schon die Vorlage von Ronson begeisterte mich, obwohl sie ja alles andere als ein Unterhaltungsroman war.

Das Drehbuch hat es in sich: Kleinstadtreporter Bob Wilton (Ewan McGregor) interviewt den bei seiner Mutter wohnenden Frühpensionär Gus Lacey (Stephen Root, Ein verlockendes Spiel). Lacey behauptet, vom Militär in paranormalen Fähigkeiten wie Gedankenlesen, durch Wände gehen und dem Killen durch bloße Blicke geschult worden zu sein.

Maenner die auf Ziegen starrenAls den ungläubigen Reporter seine Frau (Rebecca Mader, Lost) verlässt, geht er als Journalist in den Nahen Osten, um über den Irak-Krieg zu berichten. Doch der begehrte Truppenzugang bleibt ihm verwehrt. Also vertreibt er sich die Zeit in einer Kuwaiter Hotelbar. Dort trifft er auf Lyn Cassady (George Clooney), den er bereits aus Laceys Erzählungen kennt. Cassady gilt als bester Mann der parapsychologisch geschulten Truppe unter Führung des Hippie-Ausbilders Bill Django (Jeff Bridges). So bricht der nichts ahnende Journalist mit dem Alt-Blumenkind zu einer mehr als geheimen Operation in den Irak auf.

„Männer, die auf Ziegen starren“ basiert nur vage auf der Sachbuchvorlage. Drehbuchautor Peter Straughan orientierte sich zwar an echten Begebenheiten, die im Sachbuch geschildert sind, strickte aber seine ureigene und äußerst skurrile Story. Der Sachbuch-Bestseller "The Men Who Stare At Goats" von Guardian-Kolumnist Jon Ronson erschien in Deutschland unter dem Titel "Durch die Wand".


Unsere Gewinnfrage:

Wer ist Drehbuchautor von „Männer, die auf Ziegen starren“?
a)    Peter Straughan
b)    Jon Ronson


Wir verlosen:

3 Verlosungspakete, bestehend aus je 2 Freikarten, Buch zum Film und ein
Filmplakat.


Schicken Sie die Lösung an jokersrestseller@jokers.de  mit dem Betreff
"Männer die auf Ziegen starren." Teilnahmeschluss ist der 05. März 2010.

22.02.2010, 19.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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