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Thema: Kinder und Jugend

Spiel mit mir!

Jeder Elternteil oder geplagte Verwandte kennt die leicht trotzig herausgebrachte Aufforderung: „Spiel mit mir!“. Manchmal klingt dieser kleine Satz so gar nicht nach Bitte, sondern kommt einem Befehl gleich. Und es ist ja nur richtig: Denn wie oft bekommen Kinder die tollsten Spiele geschenkt, ohne dass jedoch irgendein Spielgefährte da wäre, der mit ihnen das neueste „Spiel des Jahres“ bis zum Exzess spielen würde?! Ich zähle mich ja auch zu den Spiele-Muffeln: Spätestens nach der 2. Runde „Mau Mau“ geht mir eindeutig die Lust aus.
Deshalb habe ich den Osterhasen dieses Jahr auch bestochen: Schokolade will man als braver und gesundheitsbewusster Onkel ja nicht unbedingt in Massen schenken, aber was sonst? Es ist ja Ostern und der Hase kann nicht so schwer wie das Christkind tragen…
Und so stöberte ich in unserem Programm, bis mir eine zündende Idee kam: Spannung, Spiel und Schokolade mal ganz anders!
Und so wartete heuer etwas im Osternest auf meine kleine Nichte, was nicht so schnell verdaut wie der obligatorische Schokoladenhase ist. „Wo kommt die Schokolade her?“ heißt das Quizz-Buch, das sogar uns Erwachsene manchmal ins Grübeln bringt.
Denn bei Weitem nicht alle der 75 Fragen, die die Autorin Friederike Wilhelmi in ihrem quietschvergnügten Buch zusammenträgt, sind kinderleicht zu beantworten: So wird zum Beispiel nach der Bedeutung von Redensarten („Warum sagt man ‚toi, toi toi'?“), nach Erfindungen („Wer erfand die Turnschuhe/den Klettverschluss/Coca-Cola/Cornflakes…“) und nach naturwissenschaftlichen Themen („Welcher Planet ist der heißeste in unserem Sonnensystem?“, „Wo liegt der tiefste See?“) gefragt – aber es gibt immer 3 Antworten zur Auswahl! Die wissbegierigen Rätselfreunde sollen die richtige aussuchen, auf der Rückseite wird dann die Lösung noch einmal ausführlich erläutert. Doch die „falschen“ Antworten sind nicht leicht herauszufinden: Denn es sind intelligente Lügengeschichten, stimmige Halbwahrheiten oder manchmal auch nur lustiger Quatsch, was manchmal durchaus nach einer plausiblen Antwort klingt …

Und dieses Mal war es doch tatsächlich so, dass ich ständig meine Nichte mit „Spiel mit mir!“ nervte – denn bis man alle 75 Fragen durch hat, nun, das dauert schon einige Zeit …

Jokers 13.04.2010, 10.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Harry heißt jetzt Percy

Wer einmal süchtig war, kennt das Problem sicher: Kaum ist die geliebte Serie oder Buchreihe zu Ende, muss ganz schnell etwas Neues her. Am besten eine neue Serie, die möglichst an der alten anschließt. Im Fernsehen konnte man dieses Phänomen an den „Desperate Housewifes“ als Nachfolger von „Sex and the city“ beobachten. Doch was für Damen um die 30 gilt, trifft Kinder mindestens genauso. So reihen sich derzeit einige Titel im Bücherregal, um die Leere zu füllen, die nach dem Harry-Potter-Ende entstanden war.

Hoch im Trend steht immer noch die zuckersüße Vampir-Romanze von Stephenie Meyer, deren Ende noch lange nicht absehbar ist. Für Fantasy-Fans produziert der Jungautor Christopher Paolini die „Eragon“-Saga. Doch am nächsten dran am legendären Erfolg der Joanne K. Rowling scheinen Rick Riordan und seine Romane um den jungen Halbgott Percy Jackson. Band Eins kam vor wenigen Tagen erst unter dem Titel „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ in deutsche Kinos und läuft seitdem ungebrochen erfolgreich.

Als alten Skeptiker verblüffen mich solche Phänomene immer wieder aufs Neue. Denn vom Buchcover her und über den überraschten Spross übermenschlicher Eltern, der auf eine Schule für „Half-Blood“ (Halbblüter) geht, bis hin zum bösartigen Stiefvater sind sich die Geschichten zum Verwechseln ähnlich. Was bei Rowling Zauberer, Hexen und magische Wesen waren, sind bei Jackson griechische Gottheiten. Natürlich muss auch Percy erst seine besonderen Fähigkeiten entdecken und zu bändigen lernen, um schließlich zusammen mit seinen Freunden einen weltbewegenden Kampf gegen das Böse zu führen.

Eines muss man Rick Riordan allerdings lassen: Er unterrichtete 15 Jahre lang amerikanische Schüler in Geschichte und ist ein Spezialist auf dem Gebiet griechischer Historie. So bieten seine Geschichten nicht nur Action und Unterhaltung. Dank detailreicher Kenntnisse können seine Fans auch noch einiges über Zeus, Athene und Co. lernen. Und das Beste: Im Anhang seiner Bücher findet sich ein Glossar mit Quellenangaben, wo es weitere Informationen zum Thema gibt.


Jokers 14.03.2010, 17.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ich fand es nicht gruselig

Ein Kinobesuch ist eine feine Sache. „Wo die wilden Kerle wohnen“ ist ein Film, der in wenigen Tagen anläuft. Das gleichnamige Buch aus der Feder des amerikanischen Illustrators und Kinderbuchautors Maurice Sendak, erschienen im Jahr 1967, habe ich als Kind gelesen.

Es war schön, sich in Max hineinzuversetzen, der zur Strafe für sein „wildes“ Benehmen ohne Abendessen ins Bett geschickt wird. Diese Sanktion kümmert den kleinen Kerl nämlich wenig. Denn in seinem Zimmer, das sich in einen Wald verwandelt hat, steigt er einfach in ein Boot und fährt rüber zu den wilden Kerlen. Er zähmt die Monster und wird zu ihrem König erhoben. Als er Hunger bekommt, segelt er zurück nach Hause.

Mit erwachsenen Augen betrachtet kann ich heute die Kritik vieler Eltern natürlich verstehen, die behaupten, das Buch – und somit auch der Film – seien zu düster. Die Monster mit ihren langen Zähnen und Klauen zu bedrohlich. Als Kind jedoch fühlte ich mich nicht im Geringsten verängstigt von der Geschichte, die hauptsächlich aus Zeichnungen besteht.

Was Eltern gruselig finden, macht Kindern oft gar nichts aus. Das Gleiche gilt übrigens nicht nur für Gruselgeschichten, sondern auch für Spannung, Abenteuer und Humor. Kinder haben eben einen ganz eigenen Geschmack, der sich nicht von Mama und Papa diktieren lässt. Zum Glück.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 30.10.2009, 09.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Junge Politik

Mal ganz ehrlich: Gehören Sie zu den Leuten, die den Tag der Bundestagswahl im Kalender angestrichen haben, die sich diesen Termin frei halten, um ja den Gang zur Urne nicht zu verpassen? Oder zählen Sie eher zu denen, die „halt vorbeischauen“, wenn „es sich einrichten“ lässt, die aber der Politik nicht mehr allzu viel Bedeutung bei messen?

Kurz vor der Bundestagswahl in Deutschland ist ein Projekt gestartet, das die Wähler von morgen zur Wahl ruft. Kinder und Jugendlichen verschiedener Wahlkreise können in einer Art „Probe-Abstimmung“, die in den tatsächlichen Wahllokalen stattfindet, ihren Kanzler-Favoriten wählen.

Wie tickt die PolitikAuch meine kleine Nichte durfte zur Wahl. Die Elfjährige erzählte begeistert von der Stimmung vor den Wahlkabinen. Es war für die jungen Politikinteressierten sehr aufregend, ihre eigene Stimme abzugeben. Selbst, wenn die (noch) gar kein Gewicht hatte.

Ich unterhielt mich mit der Kleinen über das deutsche Wahlsystem und war verblüfft, wie gut das Mädchen Bescheid wusste. Fast besser als so mancher Wahlberechtigte, vermute ich. Und ich war fasziniert von der Leidenschaft, mit der das Kind politisches Geschehen betrachtete: eben genau mit der Passion, die uns Erwachsenen längst schon abhanden kam.

Als ich sie fragte, ob sie denn ihr Wissen allein in der Schule vermittelt bekommen habe, schmunzelte sie: Sie hat ja gerade erst mal Geschichte als Fach bekommen, irgendein Fach, das mit Politik zu tun hätte, hat sie gar nicht. Aber sie hat etwas anderes: Ihre Mutter schenkte ihr das Buch „So tickt die Politik“ – ein anregendes Einführungsbuch in das politische Geschehen für Kinder. Ich habe recherchiert und dieses Kinderwerk nun in unser eigenes Programm aufgenommen. So können auch Ihre Sprösslinge ihr Interesse für Wahlen und Co. entdecken.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 24.09.2009, 16.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Maus ist wieder da!

Die MausHaben Sie als Kind auch oft „Die Sendung mit der Maus“ gesehen? Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob dieses Kinderprogramm immer noch läuft. Ich habe die kluge Maus und den witzigen Elefanten jedenfalls geliebt!

Heute würde man die Sendung „pädagogisch wertvoll“ nennen. Ich kann mich an keine andere Kindersendung, die so viele Fragen altersgerecht beantwortet hat wie „Die Sendung mit der Maus“. Vor allem dann, wenn es um komplizierte Fragen ging, auf die Erwachsene oft keine Antwort haben, sprang das orangene Nagetier gerne ein. Da wurde erläutert, wie Gott da sein kann, wenn man ihn doch nicht sieht oder Geheimnisse des Universums erklärt. Aber die Maus wusste auch Rat zur modernen Technik oder kannte sich mit der Geschichte aus.

Jetzt habe ich die Maus in unserem Programm wieder entdeckt: als Buch. Die Maus zum Blättern, Anfassen und einfach Liebhaben!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 14.06.2009, 08.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Literaturlexikon für Kids

Bei uns liegt das „Leseratten-Gen“ in der Familie. Meine Nichte – Sie kennen sie schon, zumindest virtuell - ist eine begeisterte Büchernärrin. Doch wie die Kleinen heute so sind, bemühen sie auch durchaus oft und gerne das Internet, wenn sie etwas nachschlagen wollen oder etwas nicht wissen.

Und im Literaturbereich gibt es viele Begriffe, die eben nicht jedes Kind versteht. Während wir früher dicke Lexika wälzen mussten, bis wir uns schlau gemacht hatten (und genau deswegen ganz oft erst gar nicht nachgeguckt haben, was beispielsweise ein „Drama“ ist), klicken die Kinder heute einfach mal kurz ins Internet.

Aber welche Seiten gibt es, die Kindern einfach erläutern, was z. B. Lyrik bedeutet oder wer Astrid Lindgren ist? Meine Nichte verriet mir einen Geheimtipp, der unter jungen Lesefreunden heiß gehandelt wird: www.rossipotti.de ist nämlich eine geniale Literaturseite für Kinder und Jugendliche, die alles, was Leseratten zu Büchern und Autoren wissen wollen, einprägsam und verständlich erläutert.

Die lustige Lexikonratte Klops sammelt dabei literarische Begriffe und erklärt all die schwierigen Wörter aus dem Literatur-Fachjargon kindgerecht. Selbst als „alter Lese-Hase“ kann man noch manches auf der Seite lernen.

(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 11.05.2009, 08.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vorpubertäre Schwierigkeiten

Versteh dein SchulkindWer glaubt, bis zur Pubertät der Sprösslinge würden Eltern ein sorgenfreies und unbekümmertes Leben genießen, irrt gewaltig: Denn auch Zehn- und Elfjährigen stellen Eltern vor so manche Herausforderung.

Als wir Ostern zusammentrafen, klagte mir meine Schwester ihr Leid: Meine kleine Nichte, die im Herbst elf wird und gerade die 5. Klasse eines Gym- nasiums besucht, gibt ihr so manches Rätsel auf. Und das, obwohl Partys, Lippenstift und Jungs noch nicht die allerhöchste Priorität einnehmen.

Die Leistungen in der Schule gleichen einer Berg- und Talfahrt, auf eine 1 in Latein kann eine 5 folgen, auf eine 2 in Mathe eine 6 in der Ex. Und obwohl die Kleine Klassensprecherin ist, hat sie manchmal Angst vor dem Schulweg, weil dort die älteren Jungs lauern und böse Sprüche klopfen.

Natürlich geht es ihr oft gar nicht gut dabei. Und so kann es sein, dass meine Nichte manchmal weinend nach Hause kommt. Und wenn mir theoretisch klar ist, weshalb gerade dieses Alter so extrem belastend für Kinder ist, weiß ich doch praktisch auch keinen guten Rat.

Natürlich ist es schwierig für Schüler, von der Grund- in eine weiterführende Schule zu wechseln. Sie müssen sich neue Freundschaften aufbauen, sie müssen lernen sich eigenständig zu behaupten. Und das belastet Eltern und Kinder gleichermaßen.

Versteh dein Schulkind ist ein Ratgeber, der hier vielleicht weiterhilft. Das Buch erklärt nicht nur anschaulich, welche Herausforderungen auf dem Weg in die Pubertät auftreten, sondern gibt auch Anleitungen, wie Eltern ihre Heranwachsenden in dieser kritischen Phase unterstützen können.


(geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 06.05.2009, 20.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Logik meiner Nichte

33 einfache DingeMeine kleine Nichte ist verzweifelt: Sie ist zwar schlau, aber wirklich verstehen kann sie mit 10 Jahren die politisch-ökonomischen Zusammenhänge noch nicht. Da tut sich ja manch Erwachsener schon schwer genug! Was sie zur Zeit belastet ist, dass der Umweltschutz zurückgestellt werden soll – wegen der internationalen Finanzkrise, wegen des finanziellen Fiaskos bei den Autobauern, wegen der Rezession...

In ihrer Kinderlogik dürfen die „Großen“ weiterhin unsere Erde mit Schadstoffen und Abgasen kaputtmachen, damit niemand seine Arbeit verliert. Und dann werden in einigen Jahren Mittel gefunden werden müssen, um die gestiegene Belastung der Umwelt wieder rückgängig zu machen.

„Macht es nicht viel mehr Sinn, Onkel“, fragt mich das junge Mädchen, „wenn man den Menschen, die Autos bauen, Arbeit im Umweltschutz geben würde?“ Ich weiß nicht recht, was ich ihr antworten soll – mit dieser bestechenden Kinderlogik kann mein akademischer Verstand nicht mithalten. Ich sage ihr, dass jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann, unsere Erde zu schützen. Z. B. dadurch, dass wir das Auto auch mal stehen lassen, um mit dem Fahrrad zum Einkaufen zu radeln.

Sie macht große Augen: „Aber ich habe doch noch gar keinen Führerschein! Können wir Kinder denn gar nichts machen? Bei der Frage musste ich passen.

Wieder in der Arbeit bin ich über den Titel „33 einfache Dinge, die du tun kannst, um die Welt zu retten“ gestolpert. Ein Buch, das exakt für solche intelligenten und aktiven Kinder wie meine Nichte geschrieben ist. Ich werde es ihr noch vor Weihnachten schenken. Vielleicht schmökere ich auch mal darin.


(geschrieben von Matthias Stöbener)


Jokers 15.12.2008, 11.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Botschaften aus dem All

Ein Fall fuer FreundeMontag morgen lese ich gerne online die neuesten Schlagzeilen des Wochenendes. Es ist einfach herrlich, mit der ersten Tasse Kaffee des Tages eine halbe Stunde durch die News-Portale zu zappen – denn ab und zu findet man wirklich ein originelles Goldkorn. So wie die Glosse auf welt.de  die eine Samstagabend Pro7-Show auseinander nimmt.

Ich selbst habe die Sendung nicht gesehen, aber wenn man der Autorin Glauben schenkt (und bei dieser Show schien sich alles um Glauben oder eben Nichtglauben zu drehen), dann war es ein Programm, das den Preis der dämlichsten TV-Sendung des Jahrzehnts verdient hätte. Auf der Suche nach Außerirdischen waren die Macher und heuerten den Medium- und Medienstar Uri Geller an. Die Aliens hatten just an jenem Abend aber Besseres zu tun, als mit den gläubigen Erdlingen in Kontakt zu treten.

Man kann ja von Außerirdischen halten, was man will – mir ist es auch egal, wenn Tausende behaupten, seltsame Muster in Feldern wären von Marsmenschen-Hand gezauberte Kornkreise – immerhin, so finde ich, geben Aliens immer Stoff zur Unterhaltung her. Man denke nur mal an E.T. oder Alf. Wie viele schöne und lustige Momente hatten wir doch alle mit den Beiden aus dem All!

Auch heute können Kinder noch viel Spaß mit ungewöhnlichen Besuchen aus dem Universum haben. Auf den Audio-CDs „Geschichten aus Mullewapp“ finden kleine Hörer die durch und durch witzige Erzählung „Die Außerirdischen“ – ein super Geschenk, gerade für diese mystische Zeit! ;-)


(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 02.12.2008, 09.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Berufswunsch Nobelpreisträger

Meine Schwester hatte geladen: Rund 15 Kinder sammelten sich um den Geburtstagstisch meiner Nichte, die 10 Jahre alt wurde. Nachdem die Torte gegessen war und die Geschenke ausgepackt waren, wollten die Kids natürlich spielen. Doch bei den jungen Gymnasiasten kann man mit Würstchenschnappen oder Topfschlagen nicht mehr punkten. Also wurde kurzerhand „Beruferaten“ gespielt: Die Jungs und Mädchen sollten pantomimisch ihren Traumberuf nachstellen, die anderen Gäste sollten ihn erraten.

NobelpreistraegerEs war eine lustige Runde: Einige der Mädchen hüpften Pirouetten drehend auf einem Bein (Balletttänzerin), ein Junge hielt die Hände um ein imaginäres Lenkrad und „brummte“ (Formel-1-Fahrer), ein anderer reckte sich empor und hob den Zeigefinger (Lehrer). Doch ein Mädchen, so sehr es sich auch mühte, scheiterte an der künstlerischen Darstellung ihres Berufswunsches: Sie legte die Stirn in Falten, verdrehte die Augen, öffnete den Mund halb und zog die Augenbrauen hoch. Keiner wusste, was sie darstellen wollte.

„Ich will Friedensnobelpreisträger werden!“ rief sie schließlich empört. „Das ist doch nicht so schwer!“ Und wirklich: Jetzt, da ich es wusste, meinte ich eine gewisse Ähnlichkeit zu Martti Ahtisaari, dem ehemaligen finnischen Präsidenten und diesjährigen Träger des Friedensnobelpreises, zu erkennen. Weltweit wurde der Diplomat in zahlreichen politischen Vermittlungsmissionen eingesetzt – und mit dem hoch dotierten Preis geehrt.

Wenn ich groß bin, werde ich Nobelpreisträger“ heißt das zauberhafte Bilderbuch, das wir im Angebot haben: Leider ist die Freundin meiner Nichte wohl zu alt für das wunderschöne Büchlein, aber wer weiß – vielleicht kann Ihr Kind aus dem Werk eine Anregung ziehen …

(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 25.11.2008, 10.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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