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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zum Schmunzeln

Günstiger als die Praxisgebühr

Eckart von HirschhausenWer Richtung Wochenende abends den Fernseher einschaltet und bei einer der vielen Comedyshows landet, wird voraussichtlich auch auf ihn treffen: Eckart von Hirschhausen. Er ist im Comedy-Bereich zur Zeit quasi allgegenwärtig.

Zum ersten Mal trat er in Jürgen von der Lippes Kuppel-Show „Geld oder Liebe“ mit Zaubertricks auf, dann hat er uns in Harald Schmidts Late Night Show medizinisch-humorige Nachhilfe für alle Fälle des Lebens gegeben und auch in der Tageszeitung stolpert man öfter über seinen Namen. Als König des lustigen Halbwissens vermittelt er oft kuriose und absurde Wahrheiten über medizinische Besonderheiten, Gesundheitsthemen und Quacksalbereien.

Wer sich zum Beispiel schon lange fragt, ob Verheiratete tatsächlich länger leben oder weshalb die Menschen so gern schadenfroh sind, der findet bei ihm kurzweilige Belehrung dazu. Und kompetent sind die Äußerungen des Herrn von Hirschhausen sowieso, ist er doch promovierter Mediziner.

Dass der Autor vom Fach ist, macht das Ganze nicht nur authentischer, sondern irgendwie auch lustiger. Denn Eckart von Hirschhausen lässt auch seine eigene Zunft nicht ungeschoren davonkommen und gibt den Kollegen und ihren berufstypischen Ritualen gern mal einen Seitenhieb mit. Ich empfehle Ihnen das Buch „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ jedenfalls nachdrücklich als Wartezimmer-Lektüre für Ihren nächsten Arzttermin. Der Taschenbuchpreis liegt übrigens unter der Praxisgebühr …


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 15.10.2009, 09.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schwiegermutters neues Vokabular

Meine Schwiegermutter hat seit Kurzem einen Lieblingsausdruck. Jedes Mal, wenn sie über irgendetwas staunt, sagt Sie: „Das ist ja voll krass!“ Meine Schwiegermutter ist eine sehr aufgeschlossene und weltoffene Frau. Dennoch ist ihr neuer Slang symptomatisch für unsere Zeit. Denn wie Tilman Spengler in seinem neuen Buch "Sind Sie öfter hier? Von der Kunst, ein kluges Gespräch zu führen" feststellt, sind die Zeiten der hohen Redekunst lange vorbei. Wenn sie denn je existiert haben.

Wie Spengler erklärt, sah sich schon Kurt Tucholsky Anfang des vergangenen Jahrhunderts berufen, den Umgangston seiner Mitmenschen zu dokumentieren. Mit „Herrn Wendriner“ sah der Schriftsteller seinen Zeitgenossen buchstäblich „aufs Maul“ und schuf so einzigartige Gesprächsmitschnitte wie: "Gräßlich, so'n feuchter Regentag. Haben Sie Ihren Schirm? Ich nehm immer 'n Schirm mit". Besonders tiefgründiger redete man anscheinend auch gestern nicht.

Welche Vokabeln neben „Hammer“, „voll krass“ und „cool“ heute noch in sind, zählt das Lexikon des frühen 21. Jahrhunderts „Sprechen Sie Gegenwart“ auf. Das habe ich übrigens gestern meiner Schwiegermutter zum Geburtstag geschenkt. Jetzt weiß sie, was „Ego-Shooter“, „Blackberrys“ und „Extensions“ sind. Außerdem findet sie es „extrem okay“, im „Unterschichtenfernsehen“ Gerichtsshows zu sehen, während sie mir nebenbei mit ihrem neuen Handy „Spam“ „simst“. Da habe ich mir was Schönes eingebrockt!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 16.06.2009, 20.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

10 Jahre Mauerfall – die humorvolle Seite

DDR WitzeVor zehn Jahren fiel die Mauer – Deutschland konnte sich wiederver- einigen. Ich finde, wir haben uns in diesen Jahren sehr gut zusammen- gerauft. All die kleinen und großen Meinungsverschiedenheiten, zu denen es nun mal kommt, wenn Menschen lange getrennt waren und dann plötzlich so etwas wie eine Wohngemeinschaft bilden, sind verständlich und auf dem Weg bereinigt zu werden. Oft werden sie mit einer großen Portion Humor getragen. Und Humor war und ist auf beiden Seiten notwendig!

Als Wessi bin ich persönlich ein Fan der alten Trabi-Witze. Hier eine kleine Auswahl meiner Favoriten:

Ein anderer Name für "Trabbi-Fahrer" ? - Teilchenbeschleuniger...

Übrigens ist der Trabbi ein echter Fortschritt im Automobilbau: Bei einem
Unfall haben Fußgänger die Möglichkeit, zurückzuschlagen...

Ein Scheich hat gehört, dass es in der DDR ein Auto gibt, das so toll sein muss, dass man zwanzig Jahre auf die Lieferung warten muss. Das kannte er noch nicht mal von seinem Rolls Royce. Natürlich musste der Scheich ein solches Auto haben und hat sofort einen Brief an das entsprechende Kombinat aufsetzen lassen. Als der Brief in der DDR ankommt, ist man natürlich geschmeichelt. Selbstverständlich will man ein so hohes Tier wie einen Scheich nicht 20 Jahre auf ein Auto warten lassen. Der nächste Trabi, der hergestellt wird, wird sofort eingezogen und in das Emirat geschickt. Eine Woche später kommt das Dankschreiben vom Scheich: "Liebe Genossen, ich freue mich auf unsere begonnenen Handelsbeziehungen. In Erwartung des Trabant 601 De Luxe möchte ich ihnen schon mal für das mir übersandte Modell danken ... "

Was ist ein Trabbi mit einem Taschenrechner im Handschuhfach? Die Antwort der DDR auf "Knight Rider".

Warum heißt der Trabbi Trabbi? Wäre er schneller, hieße er Galoppi!

Was ist wenn 5 Trabbis an der Ampel stehen? Tupperparty.

Wie verdoppelt man den Wert des Trabbi? Einmal volltanken! Und wie verdreifacht man seinen Wert ? Eine Banane in den Fond legen.

Wann erreicht der Trabbi seine Höchstgeschwindigkeit? Wenn er abgeschleppt wird!

Aber selbstverständlich gibt es nicht nur Witze ÜBER die DDR. In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wurde die eigene Scherzkultur mehr als gepflegt und entwickelte ein spannendes Eigenleben – wohl auch deshalb, weil insbesondere bei politischen Witzen mehr als aufgepasst werden musste. Unser Werk „Witzkultur in der DDR“ präsentiert Ihnen die besten Wort- und Gedankenspiele der DDR.


(geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 27.04.2009, 08.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Heinz, der kleine Anarchist

Heiz ErhardtDer Comedian Mario Barth füllt riesige Hallen, Atze Schröder hat einen lustigen Ruhrpottakzent, Anke Engelke lässt es als Lady richtig krachen und Hape Kerkeling ist ein großer Unterhaltungs-Könner. Nichts gegen die Herrschaften einzuwenden, die sind alle auf ihre Art sehr komisch.

Tief in meinem Innersten habe ich jedoch schon immer eine ganz und gar uncoole Vorliebe für Heinz Erhardt. Jetzt, da er anlässlich seines 100. Geburtstags wieder überall zu sehen und zu hören war, wirkt das vielleicht nicht ganz so seltsam, aber im Normalfall wird man – so man sich zu dieser Humorvorliebe bekennt – doch eher belächelt.

Auf viele wirkt Heinz Erhardt mit seinem bärenhaft-drolligen Äußeren und seinen ulkigen Wortspielereien einfach furchtbar altmodisch und betulich. Aber diese unnachahmlichen Wort- und Satzverdrehungen, das virtuose Spielen mit der Sprache in Verbindung mit seinem tölpelhaften Charme – ich fand das immer äußerst liebenswert. Außerdem blitzt hinter den oberflächlich betrachtet putzigen Gedichten oft eine gehörige Portion anarchischer Witz hervor. Das vermutet man zunächst gar nicht, wenn man den pausbäckigen Brillenträger in der bundes- republikanischen Wirtschaftswunderwelt der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts herumkaspern sieht. Vielleicht macht gerade das den Reiz für mich aus: Heinz Erhardt steht für eine ganz andere Welt als unsere, alles an ihm ist langsamer, bedächtiger, aber trotzdem nach wie vor witzig und treffsicher.

Der in Riga geborene Komiker studierte Klavier und Komposition in Leipzig und kam dann über seine Tätigkeit als Radiomoderator in die Öffentlichkeit. Zum Glück, finde ich, denn er gehört unbestritten zu den besten deutschen Komikern. Heinz Erhardt bringt uns immer noch zum Lachen und ist ein absolutes Original.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 27.03.2009, 11.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein Dichter mit Humor

Vielleicht haben Sie es schon entdeckt: Derzeit schenkt Ihnen Jokers einen Gedichtband des österreichischen Autors Ingo Baumgartner. Kostenlos liegt er Ihrer Bestellung bei. Wenn Sie bei „Mein Jokers“ angemeldet sind.

Im Zuge meiner Recherche zu diesem Heimatdichter stieß ich auf eine wunderbare Seite: www.gedichte.com . Dort finden Sie allerlei Unterhaltsames, Schönes, Humoriges und Literarisches zu allen Themen, die uns Menschen zu bewegen. Nun, das ist noch nicht das Besondere an dieser Seite, denn Literaturforen gibt es inzwischen ja wie Sand am Meer.

Das wirklich Besondere ist, dass dort einige Autoren im Forum schreiben. Ganz und gar unbezahlt, ganz nah am Volk, im echten Dialog mit den Lesern. Wie eben zum Beispiel auch Ingo Baumgartner, der uns dort unter dem Namen „Ibrahim“ schöne Geschichten und Gedanken schenkt. Wie die Anekdote vom Löwen. So stellt sich „Ibrahim“ auf http://www.gedichte.com/showthread.php?t=53645 die Frage, wie man sich einem Löwen nähert:

Ingo BaumgartnerDer Löwe ist nicht nur der König der Tiere sondern auch äußerst schreckhaft. Wissen Sie eigentlich, wie man sich diesem prächtigen Geschöpf nähert? Regel Nummer eins: Schleichen Sie sich niemals von hinten an. Auch unter den Löwen gibt es Angstbeißer, seelisch aus dem Gleichgewicht gebrachte Naturen. Regel Nummer zwei: Wenn Sie sich von vorne nähern, strecken Sie dem Leu Ihre Hand entgegen. Sollte diese plötzlich fehlen, versuchen sie es mit der verbliebenen. Und jetzt die wichtigste Vorsichtsmaßnahme: Sprechen Sie beruhigend auf das Tier ein. Etwa so: „Ja, mein liebes Miezekatzi, bist ja ein gar reizendes Muzi. Hast so große Zahndi. Und brummen kann mein Kätzchen, so schön tief brummen. Und wie es die Lippilein hinaufziehen kann, damit man die Zahndilein besser sieht. Und das Rachilein kann es aufreißen, mein Muzikatzi!“ Spätestens jetzt sollte Ihnen der Löwe die Hand lecken. Tut er es nicht, haben Sie noch ungefähr zwei Sekunden Zeit, um sich der herrlichen Schöpfung zu erfreuen.

Wie sein erfreutes Publikum mit diesen Ratschlägen umgeht, lesen Sie am besten selber nach.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 16.02.2009, 09.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Für Dummies

Kürzlich las ich einen Bericht über Mark Zuckerberg, den Facebook-Gründer. Facebook ist eine der weltweit beliebtesten Websites, auf der sich Menschen vernetzen und ihre Beziehungen pflegen können. Mit 24 Jahren ist Zuckerberg heute einer der jüngsten Selfmade-Milliardäre der Welt.

Doch das allein brachte mich noch nicht aus der Fassung. Erst als ich las, wie der Jungunternehmer schon im zarten Alter von acht Jahren sein späteres Erfolgsrezept fand, kam ich ins Grübeln: Schon früh vom unbezähmbaren Bedürfnis getrieben, den Dingen auf den Grund zu gehen, legte sich der achtjährige Zuckerberg mit seinem ersten Computer auch gleich das Buch „C++ für Dummies“ zu. So erarbeitete er sich sein Wissen über die wichtigste Programmiersprache der Welt

„Wenn das bei einem Achtjährigen funktioniert, wieso dann nicht auch bei mir“, dachte ich und spazierte bei nächster Gelegenheit in den Buchladen um die Ecke. Nach wenigen Sekunden stand ich auch schon vor dem Regal mit der „Für Dummies“-Reihe. Eigentlich war es schon kein Regal mehr, vielmehr eine ganze Wand. Von „Grundlagen der Mathematik für Dummies“ über „Angstfrei Leben für Dummies“ bis hin zu „Sex für Dummies“ gibt es wohl kein Thema, das nicht auch für „Dummies“ aufbereitet werden könnte.

Ich griff mir die Bücher zu C++ und neurolinguistischem Programmieren. Zum Glück bremste meine Frau die Euphorie. „Denk trotzdem daran, dass es sich immer noch um Programmiersprachen handelt!. Du weißt doch noch, dass Mathematik in der Schule dein schwaches Fach war.“ Sie hatte Recht. Vielleicht sollte ich lieber selbst ein „Für Dummies“-Buch schreiben. Wie wär´s mit „Bücherkauf für Dummies“?


(geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 08.10.2008, 11.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kussfische

PedikuereKürzlich bin ich über eine Meldung aus den USA gestolpert, die mich zugleich irritierte und belustigte: Mr. Ho, der Betreiber eines Kosmetik-Salons, setzt tatsächlich kleine Fische als Pediküre-Helfer ein! Ausschlaggebend war das behördliche Verbot, Rasierklingen zur Fußpflege zu verwenden. Mr. Ho machte aus der Not eine Tugend und importierte kurzerhand die Fischlein, die er „Kussfische“ nennt: Die lieben nämlich Hautschuppen über alles. Und so baden seine Kundinnen und Kunden ihre Füße in einem Bottich, in dem eine Handvoll der Fische munter herumschwimmt und sich an der Hornhaut der Klienten gütlich tut. Die finden es klasse, auch wenn es kitzelt.

Ich könnte mir nicht vorstellen, mich freiwillig von Fischen anknabbern zu lassen – auch, wenn es nicht weh tut und der Schönheit dient. Vielleicht sind die Amerikaner wirklich anders als wir Europäer, aber ich vertraue nach wie vor der alten bewährten Methode der Technik. Und ich gehe davon aus, dass Sie ähnlich denken. Denn deshalb haben wir das „Maniküre und Pediküre-Set“ jetzt ins Programm genommen. Das finden wir nicht nur hygienischer, sondern es ist auch definitiv günstiger als ein tierisches Fußbad in einem Schönheitssalon.

(geschrieben von Matthias Stöbener)


Jokers 31.08.2008, 23.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Psycho, Psycho

Es war Wochenende, und es regnete. Meine Frau und ich hatten keine Lust, den Fernseher einzuschalten, doch das Wetter lud nicht dazu ein, sich draußen zu bewegen. Schließlich schnappten wir uns Zeitschriften, die uns ein Bekannter regelmäßig vorbeibringt: Er arbeitet bei einem Magazin-Verlag und bringt uns ab und zu die neuesten Ausgaben aller möglichen Zeitschriften.

PsychotestDiesmal war ein harmloses Männermagazin dabei. „Das ist ja wie ein Frauenmagazin“, meinte sie beim Durchblättern, „sogar Rezepte und Diät-Tipps sind da drin!“ Und dann blätterte sie das Magazin von vorne bis hinten durch, um den begehrten „Psychotest“ zu finden. Schlussendlich ist der Psychotest das Highlight eines jeden Frauenmagazins, also musste es doch auch in einer Männerzeitschrift zu finden sein! Aber Fehlanzeige: Zwischen „Tricks zum Sixpack in 7 Tagen“ und „Die geheime Sprache der Frauen“ fand sich keiner der beliebten Ankreuz-Tests.

Amüsiert beobachtete ich die Verstimmung meiner Frau, als sie keinen Test fand. Ich konnte sie trösten und sagte ihr, dass wir bei Jokers gerade ein Buch in unser Programm aufgenommen haben, das verschiedene Psychotests vereint. „Was ich schon immer über mich und die Männer wissen wollte“ heißt das unterhaltsame Werk, das nicht nur Frauen Freude macht.

(geschrieben von Matthias Stöbener)


Jokers 05.08.2008, 14.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Denken verboten!

„Mach dir nicht immer so viele Gedanken!“ Wie oft habe ich diesen Satz in meinem Leben wohl schon gehört … Egal ob es früher um gemeine Mitschüler ging oder heute um die Sorgen des Alltags. Von Eltern, Freunden und Frau höre ich damals wie heute: „Du grübelst zu viel.“ Ein Zustand, den mein Freund Gregor wohl nicht mehr aushielt. Kurzerhand schenkte er mir bei unserem jüngsten Treffen „Endlich Nichtdenker“ von Hannes Stein. Ein Buch, das ich buchstäblich auf einen Haps verschlang.

In 8 Pfaden trainiert der Autor dem Leser langsam, aber zielbewusst das Denken ab. Es beginnt ganz harmlos. Zunächst soll man sich zu einer ethnischen Gruppe bekennen und beispielsweise dem örtlichen Schützenverein beitreten. Dann Ironie und Satire gegen platte Schenkelklopfer austauschen, dann das Selbstbewusstsein aufblasen und nur noch inhaltsleere Phrasen dreschen. Als Nächstes empfiehlt Stein, dem Islam beizutreten, da bei dieser Religion das Denken sogar verboten sei. Das Buch gipfelt schließlich im Tipp, drogenabhängig zu werden und das Denken somit völlig aufzugeben. Bücher sind fortan übrigens auch verboten: „Endlich Nichtdenker“ soll auf Wunsch des Autors nach der Lektüre sofort verbrannt werden.

Natürlich sind Steins Tipps nicht wirklich ernst zu nehmen. Vielmehr handelt es sich um eine satirische Abrechnung mit Gesellschaft, Politik und Kultur. Immerhin hatte es bei mir den Erfolg, dass ich hin und wieder über mich geschmunzelt habe.

Jokers 02.05.2008, 13.13 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein Arzt mit Humor

Vor wenigen Tagen hörte ich zufällig im Radio ein Interview mit einem neuen Comedian, Eckart von Hirschhausen. Zunächst war ich skeptisch, denn die meisten so genannten Humoristen bringen mich eher zum Weinen als zum Lachen. Doch diesen fand ich wirklich lustig zu sein. Interessant erschien mir, dass er als praktizierender Arzt eines Tages zum Komiker-Dasein wechselte und seither als Comedian, Zauberkünstler und Moderator arbeitet.

Ich war von seinen Witzen über das Gesundheitssystem, die Bahn und den Gesundheitswahn so begeistert, dass ich gleich zur nächsten Buchhandelung steuerte und mir sein Werk „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ zulegte. Und in der Tat: Hier ist endlich mal wieder ein Humorist am Werk, der wenigstens ein bisschen Intelligenz von seinem Publikum verlangt. Denn neben eher einfachen Witzen findet man bei ihm auch schöne Wortspiele („Sauna – Ungeheures aus Well Ness“ oder „Schnarchen – mit dem Gaumensegel hart am Wind“) und gute Erklärungen des alltäglichen Irrsinns aus Sicht eines Mediziners. Ein Humorist, den ich auf jeden Fall weiter im Auge behalten werde.


Jokers 19.04.2008, 17.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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